Genetische Last der Domestikation

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  • Dark-Angel
    • 04.12.2008
    • 1404

    Genetische Last der Domestikation

    Ich weiß nicht, ob dieses Thema schon mal diskutiert wurde. Wenn ja, liebe Admins, bitte wieder löschen.
    Es war eine Bilderbuchgeburt - Stunden später war das Fohlen tot. Die Erbkrankheit WFFS ist grausam, doch mit einem Bluttest zu vermeiden.
  • hopplahop
    • 20.01.2016
    • 1059

    #2
    Werbeartikel von Laboklin, die das exklusive Testrecht für Europa erworben hat? Welcher kürzlich verstorbene Hauptbeschäler, der im Text erwähnt wird, war denn Träger?

    Meine Meinung: Man sollte bei solchen dramatischen phänotypischen Krankheitsbildern, die eindeutig genetisch rezessiv vererbt werden, Junghengste (und auch Ältere) darauf testen, bevor das Körurteil ausgesprochen wird, und sie sich vermehren können. Dann entstehen maximal gesunde Heterozygote, und mittelfristig verschwindet das Problem aus der Population.

    Kommentar

    • Fife
      • 06.02.2009
      • 4322

      #3
      Zitat von hopplahop Beitrag anzeigen
      Werbeartikel von Laboklin, die das exklusive Testrecht für Europa erworben hat? Welcher kürzlich verstorbene Hauptbeschäler, der im Text erwähnt wird, war denn Träger?

      Meine Meinung: Man sollte bei solchen dramatischen phänotypischen Krankheitsbildern, die eindeutig genetisch rezessiv vererbt werden, Junghengste (und auch Ältere) darauf testen, bevor das Körurteil ausgesprochen wird, und sie sich vermehren können. Dann entstehen maximal gesunde Heterozygote, und mittelfristig verschwindet das Problem aus der Population.
      mit einer gewissen Anzahl Probanden / Fällen kann ein guter Ahnenforscher das Suchfeld schon weit einschränken, und den Ausgangspunkt finden

      Kommentar

      • Doomed
        • 16.01.2017
        • 31

        #4
        Eben, wenn man weiss welche männlichen Träger im Umlauf sind oder waren kann man ja reagieren.
        Aber wahrscheinlich ist kein Hengsthalter wild darauf das publik zu machen.

        Kommentar

        • anthea7819
          • 17.04.2012
          • 1302

          #5
          Soweit man heute weiß trägt jede unsere Nutztierrassen und wir selbst auch um die 200 genetisch rezessiver Erbfehler. Sprich Erbfehler, die nur eine Relevants haben, wenn beide Partner Anlageträger sind. In so einem Fall sind 25 % der Nachkommen betroffen.
          Wir kennen je nach Rasse einige mehr oder weniger davon.
          Beim Rind kennt man je nach Rasse von einigen wenigen bis ca. 15- 30 Erbfehlern.
          Diese werden schlicht mitangegeben und jeder kann selbst entscheiden, ob er nun solch einen Vererber einsetzt oder nicht. Kombiniert wird dass noch mit Infos von der weiblichen Seite und AnpaarungsTools.
          That's it.

          Alle Träger aus der Zucht zu nehmen ist schlicht nicht möglich und auch nicht sinnvoll -zumal durch Spontanmutationen laufend neue Hinzukommen.
          Nur die Info ist wichtig.
          Aber das ist das Selbe Thema mit den Röntgenbefunden.... etc.
          Hat man die Info als Züchter dann kann man dementsprechend!
          Zuletzt geändert von anthea7819; 16.04.2017, 20:13.

          Kommentar

          • satania
            • 11.05.2010
            • 6293

            #6
            Kann doch auch meine Stute testen lassen. Wenn Vater und Mutter Träger sein müssen, bin ich doch auch sicher, wenn die Stute es nicht hat.

            Kommentar

            • anthea7819
              • 17.04.2012
              • 1302

              #7
              Die Anlage hierfür (Wffs) haben ca. 10 - 11 % der Warmblutpferde!
              Zuletzt geändert von anthea7819; 17.04.2017, 07:29. Grund: tippfehlerteufel

              Kommentar

              • hopplahop
                • 20.01.2016
                • 1059

                #8
                Das wird im Werbeartikel indirekt postuliert - schöner Anreiz für die ganzen Hobbyzüchter ihre Merries testen zu lassen.

                Kommentar

                • hopplahop
                  • 20.01.2016
                  • 1059

                  #9
                  Zitat von satania Beitrag anzeigen
                  Kann doch auch meine Stute testen lassen.
                  Genau das ist doch Ziel der Werbepostille - Umsatz über die vielen Stuten, die sich kaum in der Population vermehren.

                  Kommentar

                  • hopplahop
                    • 20.01.2016
                    • 1059

                    #10
                    Zitat von anthea7819 Beitrag anzeigen
                    Soweit man heute weiß trägt jede unsere Nutztierrassen und wir selbst auch um die 200 genetisch rezessiver Erbfehler. Sprich Erbfehler, die nur eine Relevants haben, wenn beide Partner Anlageträger sind. In so einem Fall sind 25 % der Nachkommen betroffen.
                    Wir kennen je nach Rasse einige mehr oder weniger davon.
                    Beim Rind kennt man je nach Rasse von einigen wenigen bis ca. 15- 30 Erbfehlern.
                    Diese werden schlicht mitangegeben und jeder kann selbst entscheiden, ob er nun solch einen Vererber einsetzt oder nicht. Kombiniert wird dass noch mit Infos von der weiblichen Seite und AnpaarungsTools.
                    That's it.

                    Alle Träger aus der Zucht zu nehmen ist schlicht nicht möglich und auch nicht sinnvoll -zumal durch Spontanmutationen laufend neue Hinzukommen.
                    Nur die Info ist wichtig.
                    Aber das ist das Selbe Thema mit den Röntgenbefunden.... etc.
                    Hat man die Info als Züchter dann kann man dementsprechend!
                    Sebstverständlich wäre das möglich für diejenigen der von Dir postulierten ca. 200 rezessiven Gendefekte (bin mir sicher, es gibt sehr viel mehr, die nur noch nicht bekannt sind), die einen besonders drastischen Phänotyp nach der Geburt aufweisen. Für diejenigen, die bereits im Embrionalstadium zu 100% tödlich verlaufen, ist es kein Problem - die Stute hat halt resorbiert.

                    Auswählen kann man nur, wenn die väterlichen Tiere getestet sind, und diese Infos dem Züchter zur Verfügung stehen. In der kapitalintensive. Pferdezucht ein großes Problem. Ein weitere neuerdings zur Verfügung stehender Weg: Gene Editing.

                    Kommentar

                    • Titania
                      • 22.04.2006
                      • 4363

                      #11
                      Transparenz kann man in unserer Zuchtlandschaft wohl nicht erwarten, das wird wohl kein Hengsthalter mitmachen, zumal ja in der Vergangenheit schon manchmal gereicht hat, wenn sich später alles nur als ein bösartiges Gerücht herausgestellt hat.
                      Also wird weiter getuschelt und derartige Mängel werden nur unter vorgehaltener Hand weitergegeben - wenn man denn Glück hat, etwas zu erfahren...
                      "Quickmarie" (Quicksilber/Pamino ShA) im Alter von 2 Jahren

                      www.gestuet-reichshof.de

                      Kommentar

                      • anthea7819
                        • 17.04.2012
                        • 1302

                        #12
                        Alles Gut und Schön.
                        In anderen Bereichen der Tierzucht gibt es die Transparenz -trotzdem läuft das Geschäft!
                        Finanziert hauptsächlich über den Samenverkauft und die Zuchtverbände.
                        Weiß man wo der Erbfehler liegt, so kann der ganz einfach in den Chip bei der Genotypisierung integriert werden.
                        So bekommt man mit einer Probe, die Zuchtwerte, z.B. die Veranlagung für OCD, die Größenvererbung, Erbfehler.... Kosten pro Probe, wenn es implementiert ist € 100,--, die Kosten hierfür werden in den nächsten Jahren noch massiv sinken!

                        Man müsste sich nur zur "Transparenz" durchringen.
                        Alles andere lässt sich dann Schritt für Schritt ergänzen und aufbauen.
                        Ich schätze da haben einige etwas dagegen....

                        Kommentar

                        • Paradox4life
                          • 01.09.2008
                          • 2455

                          #13
                          Das als reine Werbepostille abtun kann wohl auch nur jemand, der das Spiel noch nie live miterlebt hat. Es gibt nichts wiederwärtigeres, als bei der Geburt mithelfen zu wollen und auf einmal eine Hufkapsel inclusive Haut bis zum Karpus in der Hand zu haben. Das Fohlen platzt an allen Ecken und Enden auf und lebt trotzdem.
                          Die Efahrung brauche ich kein zweites mal. Besagte Stute ist im Übrigen nicht mehr in der zucht, der Hengst allerdings wohl, und der dürfte hazt inzwischen eine ganze Armada an Kindern und Kindeskindern hinterlassen.
                          www.schulze-lefert-pfer.de

                          Kommentar

                          • anthea7819
                            • 17.04.2012
                            • 1302

                            #14
                            Mit Tranparenz liese sich das trotzdem für alle Beteiligten lösen.
                            10% heißt, dass immerhin jeder 10te Hengst betroffen ist, und wenn es sich gerade um Linien handelt, die IN sind, dann in einer dieser eben mehr.
                            So lebt nun alles von Gerüchten...

                            Ausweisen bei den Hengsten, Stuten, die vom Pedigree als Anlageträger in Frage kommen eben gezielt mit solchen Trägern nicht anpaaren.
                            Peu á Peu ausselektieren.

                            Kommentar

                            • feuer-fee
                              • 01.06.2015
                              • 2062

                              #15
                              aber wie soll man an solche Infos kommen? Paradox4Life weiß ja nun wenigstens einen HEngst, der gemieden werden soll. Wenn schon die HH nicht rauspucken, dann sollten die Züchter das ofiziel melden. So ne Liste z.B. Will ja keiner so ein Horror erleben.....

                              Kommentar

                              • anthea7819
                                • 17.04.2012
                                • 1302

                                #16
                                Zuchtverbände!
                                Dafür sind sie da.
                                Es ist in den meisten Zuchtbüchern auch festgehalten, dass man gesunde Reitpferde züchten will.

                                Kommentar

                                • feuer-fee
                                  • 01.06.2015
                                  • 2062

                                  #17
                                  aber es ist doch wahnsinn, dass man wegen jedem HEngst extra nachfragen muss!
                                  Ist ja genauso wie bei Bretton Woods und seine Vererbung der gesundheitlichen Probleme. Nix da ofiziel angegeben. Wenn man die Station direkt fragt, sagen die eiskalt, ja, 20%ist Abfall. Na super, dann sollten die das auch in den atalog/Website schreiben!

                                  Kommentar

                                  • Imzadi
                                    • 03.01.2010
                                    • 278

                                    #18
                                    Was spricht dagegen, die Namen solcher Hengste zu nennen? Da es mittlerweile für alles und jedes öffentliche Bewertungsforen gibt (und die Betroffenen z.T. nicht einmal die rechtliche Möglichkeit haben sich öffentlich zu wehren gegen Falschbehauptungen), finde ich es nicht fair, mit Wissen des Hengsthalters "Ausschuss" zu produzieren. Eine Offenlegung der genetischen Beschaffenheit der Hengste zeugt nur von Respekt gegenüber dem Tier, das gezüchtet wird.

                                    Kommentar

                                    • hopplahop
                                      • 20.01.2016
                                      • 1059

                                      #19
                                      Zitat von Paradox4life Beitrag anzeigen
                                      Das als reine Werbepostille abtun kann wohl auch nur jemand, der das Spiel noch nie live miterlebt hat. Es gibt nichts wiederwärtigeres, als bei der Geburt mithelfen zu wollen und auf einmal eine Hufkapsel inclusive Haut bis zum Karpus in der Hand zu haben. Das Fohlen platzt an allen Ecken und Enden auf und lebt trotzdem.
                                      Die Efahrung brauche ich kein zweites mal. Besagte Stute ist im Übrigen nicht mehr in der zucht, der Hengst allerdings wohl, und der dürfte hazt inzwischen eine ganze Armada an Kindern und Kindeskindern hinterlassen.
                                      Welcher Hengst ist es denn, wenn Du schon so auf die weinerliche Tränendrüse drückst?

                                      Kommentar

                                      • satania
                                        • 11.05.2010
                                        • 6293

                                        #20
                                        Wenn ich das verständlicherweise nicht erleben will, muß ich halt meine Stute testen lassen. Wo ist da jetzt das Problem?

                                        Kommentar

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