Extreme Abneigung gegen Pferdefarben.Woher?

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  • Furioso-Fan
    antwortet
    Man könnte auch ganz böse unken, daß der habljährliche Wechsel der Ausrüstungsmodefarben nur mit bestimmten Pferdefarben zu praktizieren ist.
    Wobei Schimmel dann natürlich wieder rausfallen...

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  • CoFan
    antwortet
    Zitat von DieRatte Beitrag anzeigen
    Innerhalb der Warmblutzucht halte ich wechselnde Vorlieben mal für Füchse, mal für Rappen, mal für Schimmel für reine Modeströmungen.
    Stimmt, und das gibts ja jetzt wirklich schon seit Ewigkeiten. Wenn man sich alleine schon zB die bei Frauen angesetzen Schönheitsideale der jeweilgen Epochen anschaut, gegensätzlicher gehts kaum noch. Irgendwie scheint es wohl relativ typisch zu sein, dass man dem aktuellen Schönheitsideal nachstrebt, um seine Zugehörigkeit zu einer Gruppe anzuzeigen. Und die, die da rausfallen sind Fremde, möglicherweise sogar Feinde. Und die (dekorativen) Haustiere müssen diese Trends eben mitmachen.

    Herrscher haben sich übrigens auf Bildern die ihre Macht als Feldherr demonstrieren sollten, gerne auf farblich auffälligen Pferden malen lassen.
    Aufm reelen Schlachtfeld wäre es keinem eingefallen, mit nem Schimmel aufzukreuzen, da sie dann als Ziel ganz einfach im Schlachtgetümmel auszumachen gewesen wären. Auch bei der Siegesparade danach wurden farblich auffällige Pferde gerne vom "Chef" geritten.

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  • Sallycat
    antwortet
    Zitat von DieRatte Beitrag anzeigen

    Daß Pferde in "Sonderlackierungen" von manchen Leuten als per se minderqualitativ angesehen werden, hat m. E. eher den Hintergrund,
    a) sich abzugrenzen gegen inzwischen auf dem mitteleuropäischen Pferdemarkt anwesende Konkurrenz und
    b) den historischen Hintergrund, daß eben bunte Pferde als die der nicht-arbeitenden Bevölkerung angesehen wurden. Ein "anständiges" Militär- oder Bauernpferd im deutschsprachigen Raum hatte halt braun (schwarz, weiß, rot) zu sein.
    Schöne Erklärung!!
    Und anständige Turnierpferde haben heute die Arbeitspferdfarben von gestern....

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  • DieRatte
    Ein Gast antwortete
    Innerhalb der Warmblutzucht halte ich wechselnde Vorlieben mal für Füchse, mal für Rappen, mal für Schimmel für reine Modeströmungen.

    Daß Pferde in "Sonderlackierungen" von manchen Leuten als per se minderqualitativ angesehen werden, hat m. E. eher den Hintergrund,
    a) sich abzugrenzen gegen inzwischen auf dem mitteleuropäischen Pferdemarkt anwesende Konkurrenz und
    b) den historischen Hintergrund, daß eben bunte Pferde als die der nicht-arbeitenden Bevölkerung angesehen wurden. Ein "anständiges" Militär- oder Bauernpferd im deutschsprachigen Raum hatte halt braun (schwarz, weiß, rot) zu sein.

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  • Dori
    antwortet
    Auch ich habe wo anders meinen Senf dazu gegeben,ich liebe ALLE außergewöhnlichen Farben und Abzeichen, damit reite ich auch in ein 60er Dressureck,ABER die Qualität MUß stimmen.

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  • CoFan
    antwortet
    Also ich hab mit diesen Farbphobien so gar nichts am Hut. Bekanntlicherweise kann man ja über Geschmäcker nicht streiten (können schon, aber es macht einfach keinen Sinn), aber Geschmäcker gehören für mich in den Bereich von Mode- oder Autofarben.
    Und mir stellen sich einfach regelmässig die Nackenhaare, wenn solche Äusserlichkeiten Entscheidungen stärker beeinflussen, als die wesentlicheren Qualitätsmerkmale wie Charakter, Gesundheit und "Eignung" für bestimmte Einsatzmöglichkeiten.

    Es gibt ja auch wirklich erschreckende Bsp für Modeerscheinungen bei Tieren, die letzten Endes die armen Kreaturen ausbaden müssen. All die Lassies (also Collies) und Dalmatiner, die später in Tierheimen gelandet sind. Aktuelles Bsp sind in England (ich hab gedacht ich spinn, als ich das gelesen habe) EULEN, die für Kinder angeschafft wurden, weil Harry Potter auch so eine hatte.

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  • Britta
    antwortet
    Für die Kavallerie wurden einfarbige und dunkle Pferde bevorzugt, weil die Bunten wesentlich schneller gesichtet werden konnten. Ich kann mir aber nicht vorstellen, daß sich dieses Problem bis heute etabliert hat, wenn jemand eine Abneigung gegen bunte Füchse hat.
    Ich glaube, daß Ratte schon recht hat, jedes Zeitalter hat seine Vorlieben und Modeerscheinungen. Im Barock getüpfelt, heute vorwiegend dunkel und schwarz.
    Wobei solche Sonderlackierungen (Palomino usw.) sicher einige Liebhaber haben, die bereit sind, für diese Farbe mehr auszugeben.
    LG

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  • Sallycat
    antwortet
    Zitat von Furioso-Fan Beitrag anzeigen
    Aber woher kommen die Vorlieben und Abneigungen?
    Nur Moden? das kann ich mir nicht vorstellen.
    Keine Ahnung.

    ich mag Braune. Sowohl die klassischen in Holsteiner Braun - das gibts ja inzwischen kaum noch - als auch dunkelbraune. Wenn Fuchs, dann richtig bunt; wenn Schimmel, dann Rotschimmel.

    Allerdings sind alle Farben außer Braun bei mir Theorie: ich hatte bislang nur holsteinisch Braune und Dunkelbraune. Die "angeschimmelte" Nachzucht wurde verkauft.

    Und mit Mode oder Modehengsten haben Farben sicherlich viel zu tun. Zu Zeiten der Wenzel, Bolero und Weltmeyer-Invasion gabs Füchse ohne Ende, da war ein normaler Brauner schon echter Farbfleck.
    Inzwischen sind die In-Hengste halt dunkel und vererben das auch häufig.

    Aber z.B. in WAF ist ja schimmeln wieder im Anmarsch (C Obol.)....vielleicht gibts ja auch mal wieder eine Fuchs-Renaissance!


    Bei Ponies gefallen mir übrigens alle Farben; tlw. sind die SO hübsch und charmant, dass ich da auch einen Normalfuchs sehr ansprechend finde.

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  • Furioso-Fan
    antwortet
    Aber woher kommen die Vorlieben und Abneigungen?
    Nur Moden? das kann ich mir nicht vorstellen.

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  • Faye
    antwortet
    Ich habe auch meine Vorlieben ... Falben und Palominos, gerade bei den DRP finde ich traumhaft schön und frage mich oft, warum diese Farben bei den Großpferden nicht vertreten sind.

    Bunte Füchse mit viel weiß gehen gar nicht! Am Besten noch weiße Stiefel bis übers Karpalgelenk und Laterne im Gesicht
    Das sieht für mich einfach nicht harmonisch aus ... sondern wirkt so grobschlächtig und unruhig.

    Dunkelfüchse und einfarbige Füchse mit nem Stern im Gesicht bzw. aufgehellter Mähne können auch sehr schick sein.

    Meine Vorlieben liegen da aber doch eher bei den Dunkelbraunen, Schwarzbraunen (s. Avatar). Rappen meinetwegen auch.

    Schimmel dagegen nie im Leben (es sei denn sie bleiben schöne dunkle Apfelschimmel ...)

    Da könnte man schon sagen, dass sich mein Geschmack der breiten Masse anschließt ...

    - Allerdings würde ich mir ein Pferd auch nie nur wegen der Farbe kaufen ....

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  • monti
    antwortet
    ich gehe überhaupt nicht nach Farben.....ich will Typ, harmonischen Körperbau und Bewegung.....

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  • Britta
    antwortet
    @FF - ja, deshalb glaube ich auch nicht, daß es Kindheitserlebnisse sind, die da geprägt haben. Sondern daß es einfach oft die Farbe sein muß, die nicht viele haben. Wenig Rappen = große Nachfrage. Ich kenne einige, die schwarz sehr schick finden und ihr Pferd / Hengst nicht nach der Qualität, sondern nach der Farbe aussuchen. Ich kann eigentlich nicht sagen, daß mir eine bestimmte Farbe gar nicht gefällt, schließlich kommt es auch auf den Typ Pferd an, der drin steckt.
    LG

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  • Furioso-Fan
    antwortet
    Wenn ich so eines schon sehe, kriege ich feuchte Augen...

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  • gigoline
    antwortet
    beimir hat sich das sogar im laufe des lebens oft schon extrem geändert - füchse fand ich früher super doof und wollte nieeeeeeee einen haben - was sich ja def. sehr geä. hat
    ich hatte auch selbst mal einen schicken palomino (wb) - danach wollte ich keinen mehr (lag aber am pferd und dessen "rittigkeit" und die umstände)

    ich scheine das schon am unterbewußtsein (erfahrungen) fest zu machen wenn ich das gerade mal so überblicke *grübel*

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  • Furioso-Fan
    antwortet
    Dann müssten aber alle Pferde wie den "kleinen Onkel" oder den Schwarzschecken von Little Joe oder den Falben von Hoss mögen...

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  • Britta
    antwortet
    Zitat von Furioso-Fan Beitrag anzeigen
    Aber woher kommen diese Vorlieben und Abneigungen? Kindliche Prägungen?
    kindliche Prägungen, das kann ich mir nicht vorstellen. Früher (als ich noch klein war, also ziemlich lange her) gab es noch viel mehr Füchse, die Rappen waren sehr selten. Das sind einfach Modeerscheinungen, meiner Meinung nach.
    Black Beauty...
    Und ein Tigerschecke mit Stockmaß 80 cm hat auch was...
    LG

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  • rooby94
    antwortet
    ich glaube, ich mag palominos nur nicht, weil sie ansonsten ALLE menschen mögen!

    ach quatsch, ich lasse momentan auch von einem palomino decken. der hh hat mir aber heute noch ein braunes hengstfohlen versprochen...
    und bei einem schimmel lassen wir dies jahr auch decken! auch nicht jedermanns sache.

    ansonsten bin ich sehr glücklich, wenn ich auf unsere stutenherde schaue und alles nett in braun, schwarz und fuchsig leuchtet!

    farbe wäre nie ein kriterium für mich, höchstesn das tüpfelchen auf dem i !

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  • Furioso-Fan
    antwortet
    Ah, deswegen mag ich Palominos obwohl ich keine Haffis mag

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  • DieRatte
    Ein Gast antwortete
    FF! *strafendenBlickaufsetz*
    Hafis sind aber gar keine Palominos, sondern Füchse mit "Flaxen"-Gen. Palominos sind Füchse mit "Creme"-Gen!

    Keine Ahnung, woher so Farbrassisten immer kommen. Klar, persönlicher Geschmack spielt immer eine Rolle (ich mag z. B. Krötenmäuler nicht wirklich gerne leiden), aber warum die einzig wahren Farben schwarz und braun sein sollen, erschließt sich mir nicht. Das sind noch nicht mal die Originalfarben von Pferden, sondern auch bloß eine Degenerationserscheinung. Genau wie weiße Abzeichen, Scheckungen, Schimmel etc. Creme- und vor allem Dun-Gene auf schwarzem, braunem oder rotem Untergrund sind hingegen der Ursprung des Pferdes, wie eine Vielzahl von Höhlenbildern belegt. Also nix neumodischer Krams und aus Amiland importiert oder so...
    Und noch vor relativ kurzer Zeit, im Barock, waren gepunktete, gefleckte, wie auch immer geartete bunte Rösser das Nonplusultra. Pferde für den König.

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  • Furioso-Fan
    antwortet
    Aber woher kommen diese Vorlieben und Abneigungen? Kindliche Prägungen?

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