Loben - streicheln, tätscheln, klopfen ...

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  • dissens
    • 01.11.2010
    • 4060

    Loben - streicheln, tätscheln, klopfen ...

    Mal wieder 'ne Frage in die Runde.

    Wenn Ihr Eure Pferde lobt ... klar, Stimme werden die meisten einsetzen (ich auf alle Fälle).
    Aber welche Art von Berührung setzt Ihr ein? Und wie sicher seid Ihr, dass diese Berührung tatsächlich auch vom Pferd als angenehm empfundne wird?

    Habt Ihr da EIGENE Präferenzen? Oder variiert Ihr nach PFERDES Ideen von "tut gut" und "nö, brauche ich nicht"?

    Manchmal sehe ich Ritte (im TV), nach denen die Reiter - gerne beidseitig - auf den Pferdehals einprügeln als wollten sie einen Teppich ausklopfen. Ich würde beinahe drauf wetten, dass meine Pferde eine solche "Belohnung" als ausgesprochen UNangenehm empfinden.

    Speziell Schnütchen ist ja eher eine Sensible. Und nach entsprechenden Versuchen bin ich mir recht sicher, dass sie ein Hals-Streicheln (längerer Strich mit der flachen Hand) oder auch ein kurzes Kraulen neben dem Widerrist VIEL belohnender findet als jegliches Tätscheln oder Klopfen.

    Auch die Ziege kann mit Klopfen wenig verbinden. Zumindest nix Angenehmes.

    Ihr?
  • Monemondenkind
    • 13.07.2011
    • 2278

    #2
    Hmpf ich mach das nicht durch klopfen sondern ich lege die Hand flach an den Hals und streiche ein paar mal drüber. Gleiches mache ich übrigens auch wenn ich mit Handpferd unterwegs bin und ich muss das Handpferd mit Stimme Maßregeln (oder den Hund rufen wenn ich ihn dabei habe). Mein Hexi ist da früher immer furchtbar zusammengezuckt weil so super sensibel. Seit dem ich ihr dabei über den Hals streiche bleibt sie ganz gelassen.

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    • Milansfrauchen
      • 09.01.2014
      • 434

      #3
      Wir streicheln ebenfalls nur mit der flachen Hand am Hals entlang, auf beidseitiges oder auch einseitiges Klopfen am Hals verzichten wir komplett. Nicht auf Grund irgendwelcher ethnischen oder Gefühlsmäßigen Gründe, sondern einfach nur weil wir das schon immer so praktizieren. Kann ja jeder machen wie er denkt.

      Kommentar

      • Elke
        • 05.02.2008
        • 11703

        #4
        Beim Longieren mache ich es mit Stimme, beim Reiten oft auch, oder auch, indem ich mit dem inneren Zügel nachgebe.
        Oder eine kurze Schrittpause mache und kurz kraule.
        Ist unterschiedlich und kommt drauf an, was gerade gemacht wurde.
        Zuletzt geändert von Elke; 03.11.2014, 13:56.

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        • Charly
          • 25.11.2004
          • 6007

          #5
          mit stimme und streicheln

          Kraulen ist bei uns als beruhigungsinstrument etabliert, wenn stütchen mal wieder stress hat

          Kommentar

          • Nane
            • 02.02.2010
            • 2977

            #6
            Mit der flachen Hand streicheln. Und gaaanz viel Stimme,so ala "Grimms -Märchen -erzählen", wirkt beim Schmied odet TA Wunder ! Lg.Nane
            SF Diarado-Ramiro Z

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            • Fio
              • 11.03.2013
              • 1215

              #7
              Also wir klopfen leicht (!) auf den Hals, wobei ich glaube , dass es eher wenig mit der Präferenz des Pferdes zu tun hat, als mit seiner Prägung.
              Natürlich weiß ein junges Pferd nicht, was es bedeutet, wenn Du im dem Hals klopfst. Wenn Du aber lange genug klopfen mit Stimmlob, Keks oder Arbeitsende verbindest, dann verstehn die das sehr rasch. Das sie klopfen als unangenehm empfinden kann ich so nicht bestätigen.

              Ich hatte allerdings auf Turnieren auch schon Erlebnisse, wo ich dachte: "Lobt die oder will Sie das Pferd tot schlagen". Allerdings sind Pferde auch lange nicht so empfindlich wie wir und wie oben ausgeführt kommt es immer darauf an, was sie gewohnt sind.

              Kommentar

              • Barbara
                • 20.05.2010
                • 322

                #8
                Zitat von Fio Beitrag anzeigen
                Das sie klopfen als unangenehm empfinden kann ich so nicht bestätigen.

                .
                Doch, geht schon ... Unser einer Wallach ist als junges Pferd vor Schreck fast aus dem Hemd gesprungen, wenn ich ihn leicht (!!!) am Hals klopfen wollte. Obwohl der mit Sicherheit keine schlechten Erfahrungen gemacht hat. ER ist aber auch ein ziemliches Sensibelchen. Inzwischen hat er sich aber daran gewöhnt.

                Kommentar

                • Wenzel074
                  • 21.02.2005
                  • 1072

                  #9
                  Ich mache es ein wenig pferdeabhängig... Der Große wird beim reiten gelobt in dem ich ihn den Wiederrist krabbele oder ihm kurz über den Hals streiche.
                  Der Spanier wird kurz geklopft. Und der andere Opa bekommt die Stirn gestreichelt, der wird nicht mehr geritten.
                  Ansonsten nutze ich viel (beim Spanier ganz extrem) die Stimme.
                  "Es kommt nicht darauf an, mit dem Kopf durch die Wand zu gehen,
                  sondern mit dem Kopf die Tür zu finden..."

                  Kommentar

                  • dissens
                    • 01.11.2010
                    • 4060

                    #10
                    Doch, ob etwas angenehm oder unangenehm ist, kann man ganz gut überprüfen, indem man dem Pferd die Möglichkeit gibt, der "Liebkosung" auch auszuweichen, also etwa in der Box oder auf der Koppel. Und da wird bei uns Streicheln gern genommen, Klopfen aber mit "tschüss, du" quittiert.

                    Muss man dazu sagen, dass unsere Pferde auch immer lernen, dass, wenn ein Finger seitlich an den Hals tippt, es auf genau DER Seite auch ein Lecker aus Reiterhand gibt. Das ist in so mancher Situation ein echter Vorteil. UND dehnt (zwang-los) die Halsmuskeln.

                    Kommentar

                    • Terk
                      • 18.08.2009
                      • 534

                      #11
                      Ich hab auch mal gelernt das mäßiges Klopfen seitlich auf die angespannte Oberhalsmuskulatur diese löst. Mäßig wohlgemerkt nicht prüfeln. ;-)

                      Ich lobe viel mit Stimme und wenig mit klopfen, mal Hand vor und kurz auf den Hals. Bei Aufregung eher beruhigend klopfen und kurz was sagen. aber das ist eher tätscheln. Allerdings steht meiner am meisten auf Stimme, da blüht der wirklich auf und wächst für ein toll super gleich 3 cm.

                      Am ende einer Prüfung klopf ich dann auch mal mehr, aber bisher kapiert er das gut.

                      Neue Sachen werden immer mit Stimme gelobt.
                      The Best: OB Wallach V: Alabaster - MV: Hessenstein
                      16.04.1995 - 08.10.2009

                      Kommentar

                      • Browny
                        • 13.11.2009
                        • 2630

                        #12
                        viel Stimme... und am Boden: kraulen da halten die Jungs hin und verziehen genüßlich die Schnute... ist mir lieber als ständig Leckerchen zu geben.

                        Kommentar

                        • fanniemae
                          • 19.05.2007
                          • 3204

                          #13
                          klopfen ist wider die natur.
                          sanft oder nicht, es ist ein plötzlicher "schlag".
                          klopft uns jemand auf den rücken oder die schulter ist das rein physisch auch nicht angenehm.
                          wir haben lediglich aufrund von sozialisierung begriffen dass es gut gemeint ist und nehmen es positiv.
                          selbiges gilt für unsere pferde.
                          artgerecht ist es nicht.

                          pferde loben sich untereinander weder durch stimme noch durch "klopfen".
                          stuten lecken ihr fohlen, sozialisierte pferde bekrabbeln/knabbern sich.
                          am nächsten dran am naturell ist also ein sanfter und vor allem nicht plötzlicher körperkontakt, hand auflegen, streicheln. entsprechende stimmeinwirkung muss das pferd erst lernen als positiv (oder negativ) zu empfinden und nicht jeder hat die passende tonlage dazu :-)

                          (will heissen, es gibt spezies, die machen m i c h kirre, wenn ich sie loben oder "beruhigen" höre... wie muss es dann dem pferd erst gehn?)

                          beobachte ein pferd wie es auf eine lästige stubenfliege reagiert - höchst sensibel. weit von klopfen, schlagen oder üblichem sporneinsatz entfernt.
                          im umkehrschluss heisst das:
                          beim reiten reicht ein sanftes krabbeln mit dem finger aus der zügelfaust und das pferd bekommt signalisiert:
                          gut so!

                          das ist eine subtile bewegung, die geht immer und ohne störung auf die anlehnung (was beim klopfen oder hand auflegen/streicheln immer der fall ist)
                          ein kurzes ohrenspiel zurück signalisiert, dass der fingerkrabbel angekommen ist.
                          kein ohrenspiel signalisiert zumindest keine unnötige irritation.

                          handauflegen kann man konditionieren.
                          beruhigend.
                          brenzlige/neue situationen kann man schön durch handauflegen (bei losem zügel) meistern. das klappt gerade beim jungen (noch "unverdorbenen"/konditinierten pferd) vorzüglich.
                          zügel auf- oder stärker annehmen signalisiert spannung und gefahr. ein häufiges und i.d.r kontraproduktives (weil stressförderndes) misverständnis zwischen reiter und pferd, weil wir dazu neigen die kontrolle durch zügel anziehen übernehmen bwz verstärken zu wollen.
                          in so einer situation bei losem zügel hand auflegen ist wider unsere natur.
                          eine frage der konditionierung dessen, der im sattel sitzt.
                          www.muensterland-pferde.de

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                          • max-und-moritz
                            • 04.06.2006
                            • 3433

                            #14
                            Zitat von fanniemae Beitrag anzeigen
                            pferde loben sich untereinander weder durch stimme noch durch "klopfen".
                            Hm, ich orientier mich auch gern an dem was ein Pferd mit einem Pferd macht, aber ob sich Pferde gegenseitig überhaupt irgendwie loben? Warum sollten sie das tun?

                            Bei mir: Stimme, streicheln und leichtes Tätscheln. Wenn was ganz Außergewöhnliches supergut gemacht wurde kraul ich den Bauch, das ist das beste überhaupt
                            Wer neue Wege scheut, muß alte Übel dulden.

                            Kommentar

                            • basquiat
                              • 02.10.2005
                              • 2836

                              #15
                              Ich bin auch der Meinung, dass ein Pferd Streicheln sicher mehr schätzt als Klopfen.

                              Meine Theorie, warum sich das Klopfen so etabliert hat: Das junge, tendenziell schreckhafte Pferd soll lernen, nicht bei jeder plötzlichen Berührung zusammenzuzucken bzw. davonzurennen. Deshalb klopft man es vorne und hinten, lobt es dabei, wenn es ruhig bleibt. Daraus hat sich evl. die Unsitte entwickelt, auch ältere Pferde als Lob zu klopfen. Wieder so ein Fall von "nicht nachgedacht, weil's doch alle machen...".

                              LG Liesl
                              Gestüt Pferdeschule Riegersburg

                              Kommentar

                              • max-und-moritz
                                • 04.06.2006
                                • 3433

                                #16
                                ...da kannst Recht haben. Ich bin mir jedenfalls ziemlich sicher, daß mein (leichtes!) Klopfen sehr wohl als Lob ankommt.
                                Wer neue Wege scheut, muß alte Übel dulden.

                                Kommentar

                                • dissens
                                  • 01.11.2010
                                  • 4060

                                  #17
                                  Mein werter Herr Gemahl, der ja gerne mal bisl un-pc argumentiert, meint, dass die Klopferei sich etabliert habe, weil da die ZUSCHAUER am besten sehen, dass man sein Pferdl lobt ...

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                                  • Monemondenkind
                                    • 13.07.2011
                                    • 2278

                                    #18
                                    Hm ich bin mal einen Kurs bei Michael Putz geritten, er erklärte uns damals dass er dem Reiter signalisiert er solle sein Pferd loben (durch abwechselndes Klopfen) wenn der Reiter total verspannt/nervös ist. Durch die Bewegung lockert sich dann erst die Muskulatur des Reiters und anschließend wird das Pferd auch ruhiger.

                                    Kommentar

                                    • Terk
                                      • 18.08.2009
                                      • 534

                                      #19
                                      Zitat von Monemondenkind Beitrag anzeigen
                                      Hm ich bin mal einen Kurs bei Michael Putz geritten, er erklärte uns damals dass er dem Reiter signalisiert er solle sein Pferd loben (durch abwechselndes Klopfen) wenn der Reiter total verspannt/nervös ist. Durch die Bewegung lockert sich dann erst die Muskulatur des Reiters und anschließend wird das Pferd auch ruhiger.
                                      Das und wenn man die Hand zum steicheln "klopfen" etc vor geben muss gibt man auftomatisch nach, gerade bei Reitern die sich unbemerkt etwas festbeissen an einer Übung.

                                      Ich hab gestern extra beim reiten mal bewußt drauf geachtet was ich mache.
                                      J durchaus stimme, aber da ist er schon drauf konditioniert. Naja und dann immer wenn was geklappt hat ist es tatsächlich, das Hand vor und nicht klopfen sodnern eher kurz auflegen plus Schrittpause oder leichtraben. entlassen aus der schwierigkeit dann quasi.

                                      Das wirklich klopfen hab ich tasächlich wenn ich in Ehrenrunden happy bin. Aber das werde ich sicherlich überdenken.
                                      The Best: OB Wallach V: Alabaster - MV: Hessenstein
                                      16.04.1995 - 08.10.2009

                                      Kommentar

                                      • Maren
                                        • 08.08.2009
                                        • 819

                                        #20
                                        Ich freu mich norddeutsch, das ist ganz subtil.

                                        Vom Sattel aus:
                                        kurzes Kraulen oder Tätscheln am Widerrist (bevorzugt innere Hand), verbunden mit einem leisen, dunklen "brav".
                                        Manchmal auch nur Stimme.

                                        Am Boden: Stirn kraulen oder hinter den Ohren ist gerne genommen (wenn man sich gut kennt, eher nicht bei fremden Pferden).
                                        Beim Satteln: streichen über den Hals, wenn der Sattel liegt.
                                        Und je nach Gelegenheit auch mal ein freundschaftliches Klopfen auf die Kruppe.

                                        Großartige Schmuseorgien oder Klopfsessions sind nicht mein Ding.
                                        Da Pferde keinen Köm trinken, gibt es zur Begrüßung ein Stück Brot oder Apfel.

                                        Lg Maren

                                        Kommentar

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                                        Erstellt von macedonia, 23.03.2009, 21:23
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                                        Erstellt von Geisha, 21.09.2025, 15:01
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                                        Erstellt von florian g., 02.03.2010, 11:54
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                                        Erstellt von Limette, 16.06.2025, 10:38
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