Die Zuschauer sind da für meinen Begriff wirklich das größere Problem. Ich kenne zwar das Leonhardifest nicht da ich aus Hessen komme, bin aber selbst schon mal den Hessentagsumzug bei uns mit geritten.
Ich habe ein recht anständiges Pferd die nicht austickt auch nicht wenn sie Angst hat. Aber selbst mein liebes Tierchen flippt aus wenn fremde Leute mit Kinderwagen einfach mal direkt hinter ihr vorbei knattern, da waren noch Kinder mit Bobbycar oder Roller dabei. Und wenn man dann darum bittet das Abstand gehalten wird ist man natürlich die Oberzicke. Nuja Pferdi hats selbst geregelt, sie ist mal bisschen nach links und rechts gehüpft dann hatten wir auf einmal Platz.
Pferdeleute, ihre Geheimtipps und -Tricks!
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Ich wollte ja. um Goodwill zu bekunden hier im Verein, bei Georgi mitreiten.
Hier sind ja fast nur Fahrer aktiv, und einer von ihnen war so nett, am Vortag die Strecke mit mir abzureiten.
Danach hab ich dann dankend verzichtet...
Rittführung ganz schmal an der befahrenden Bundesstraße nach Tölz, die nicht gesperrt wird an diesem Tag, Stacheldrahtzäune am schmalen Durchlassung zum Kirchberg, der ein altes keltisches Heiligtum mit Ringwällen ist. Abtrennung auf Kutschenbreite zum Stacheldraht an einer Stelle mit rotweißem-Flatterband... dann in Serpentinen auf den nicht mal einen Meter breiten ehemligen, verschliffenen Ringwällen hintereinander hoch, oben an der Kirche Blasmusi, Bier, Gejohle. Wenn da nur einer an den Serpentinen spinnt - wo die Kutschen hochgehen, weiß ich nicht, ich hoffe nicht die Serpentinen! - geht das nicht ungefährlich den Abhang runter.
Und als mir dann noch am nächsten Tag der Jungbauer mit seinen zwei Mädels im Trab und Galopp auf der Strasse an meinem Haus entgegenkamen, der Jungbauer in lederhose und Halbschuhen, seine Mädels in Dirndel und Sandalen, dann hab ich mir gedacht - ich bin zwar nach Bayern gezogen, aber lebensmüde bin ich deswegen noch lange nicht...
Dieses jahr muss ich in Zell 'ran, aber wenn das zu gefährlich wird, habe ich das Placet meiner Nachbarn, mit ihrer Tochter umzukehren.
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Naja, ob man jetzt Spülmittel, Schauma oder spezielles Pferdeshampoo nimmt, ist doch egal, oder? Sind überall Tenside drin, die nun mal Fett (Talg) aus dem Fell waschen, die Pferde "hübsch" sauber machen ... und den Nässeschutz zerstören. Und, Hand aufs Herz - viele von uns haben ab und zu das Bedürfnis, die Pferde mal RICHTIG sauber zu machen, oder?
Hm, ich komme ja aus einer Fastnachtsumzugsgegend. Da wurden für die Umzüge die Pferde - zumindest in meiner Jugend - gegen gutes Geld an "Reiter" aus den Karnevalsvereinen ausgeliehen. Und damit die Pferde auch gut aussahen auf den Umzügen, wurden sie extra dafür geschoren. Eben im Februar oder März.
Eines sehr kalten Tages komme ich auf den Hof, sehe meinen Wallach (damals noch "nur" Pflegepferd) gerade frisch nackig gemacht da rumstehen und am ganzen Körper ... nicht mehr zittern, sondern schütteln.
Und dass den Tierchen ordentlich Beruhigungspulver reingehauen wurde, damit sie den Terz auch mitmachen ohne ihre ebenso trinkfreudigen wie ungeübten Reiter abzuwerfen oder in Panik in die Menschenmenge zu hopsen, versteht sich von selbst. Oder?
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FF, Du hast natürlich Recht.
Die Vorbereitungen der Pferde sind - wenn man die Gefahr, die von manchen dieser Feste ausgeht als Maß der Dinge nimmt - das kleinste Übel. Kein Jahr vergeht, in dem man nicht in der Zeitung lesen kann daß ein Unglück passiert ist. Von den kleinen Unfällen kriegt man erst gar nichts mit.
Hier möchte ich sagen, daß man wie immer nicht alle über einen Kopf scheren darf. Es sind meistens verantwortungsvolle Fuhrleute an den Leinen. Aber der Zustand von einigen Kutschen (die sind 100 Jahre und älter), die Ausrüstung, das fahrerische bzw. reiterliche Können und das Nervenkostüm der Pferde ist bei einigen ziemlich
Da geht man nämlich gerne zum Üben hin, weil Leonhardi kann schließlich jeder.
Ich war schon auf unzähligen Umzügen dabei, habe haarsträubende Sachen gesehen und halte mich seit Jahren von diesen Veranstaltungen fern.
Ein weiteres Ding ist das Unverständnis der Besucher, ehrlich gesagt wundere ich mich daß nicht mehr passiert. Da stellen sie ihre Babys in der Kinderwagen nach ganz vorne, die Kleinkinder halten sie auf Fast-Kontakt zu den Pferden hin, hier und da wird einem Pferdi auch ganz gerne auf den Popo geklopft.
Viele Gänsehaut-Grüße, max-und-moritz
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MuM, das, was ich beim letzten Georgi-Ritt gesehen habe, ist das, was Du ansprichst, das geringere Problem. Wenn ich auf Hufe, Sattelzeug, Trensen, Gebisse und den besoffnen Kutscher oder Reiter in Sandalen und Dirndl und Lederhose, den technischen Zustand von Kutsche und Hänger schaue - mein Gott, wie sollen die ihre verdreckten Zossen z.T. soweit präparieren, daß nicht der ganze Zug nach Pisse stinkt?
Nicht wenige von den im Grunde braven Viechern hier, und das ist nicht mein Ausspruch, werden extra nur für die Ritte aus dem Stall gezogen...
Ich bin im frühjahr zuhause geblieben, das ist mir zu gefährlich und chaotisch.
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Ja......übel...ich kenne einen Betrieb, der Pferde für schützen- und Karnevalsumzüge verleiht. Alles Schimmel. Und die werden dann morgens egal bei welcher Temperatur mit dem kärcher gereinigt.
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Pferdeleute, ihre Geheimtipps und -Tricks!
Hallo zusammen,
ich bin ja allgemein nicht als sehr empfindlich bekannt, aber gestern blieb mir der Bissen im Halse stecken...
Ich mach Brotzeit, lese nebenbei so eine regionale Zeitung, und da am 6. November in vielen bayrischen Orten das Leonhardifest gefeiert wird steht da was drüber drin.
Großer Bericht mit Foto vom Bauern mit dem geschmückten Pferd, Pferde sind am Hof seit Menschengedenken und das Pferdefachwissen wird von Generation zu Generation weiter gegeben, etc. pp.
Anschließend wird erzählt was da alles für Arbeit dran hängt damit die Pferde am Festtag so schön ausschauen:
Die Pferde werden am Tag vor dem Leonhardiritt gewaschen. Dafür gibt man GESCHIRRSPÜLMITTEL ins Wasser, von Hand werden die Pferde mit der Wurzelbürste komplett und am ganzen Körper geschrubbt.
Sie empfinden das wie eine Massage, das Fell wird weich und glänzt.
...schon klar, die sehen anschließend aus wie Plüschies, kuschelig und blitzblanksauber. Da ist kein Fizzelchen Staub und Fett mehr drin.
...was eventuellen Regen oder Wind von der Haut abhalten könnte. Das geht durch wie nix, wir wissen ja wie Geschirrspüler arbeitet.
Wie machen die das ab dem 7. November, bleiben die Pferde in der Bude? Wenn ich dran denk, was für Wetter wir an Leonhardiritten schon gehabt haben, da war von Regen über Schneeregen zu Schneefall mit Wind und a...kalt alles dabei.
Wie geht es Euch wenn ihr so Sachen aus dem Mund von Pferdeleuten hört?
Viele Grüße und einen guten Wochenstart, max-und-moritzStichworte: -
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