Ware Pferd - Heute im NDR

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  • max-und-moritz
    • 04.06.2006
    • 3441

    #1

    Ware Pferd - Heute im NDR

    Sportclub Story


    Ware Pferd - Macht das Geld den Reitsport kaputt?
    Wer neue Wege scheut, muß alte Übel dulden.
  • Titania
    • 22.04.2006
    • 4374

    #2
    Sehr interessant, hatte mir extra den Wecker gestellt, da der Ausstrahlungszeitpunkt etwas spät war (23.30 Uhr ). Die Sendung wird aber morgen wiederholt - also Dienstag, 6.10. um 11.55 Uhr).
    Anfangs dachte ich, nur Werbetrommel für P.S., da er auf den großen Events Aachen und Hagen ausführlich auch mit Verkaufspferden in hochpreisigen Auktionen gezeigt und interviewt wurde. Aber auch die Lewitz, teilweise wurden auch kritische Bemerkungen zitiert. Auch die langjährige Sperrung eines "Dänischen Reiters" wegen Tierquälerei wurde erwähnt.
    Dann gab es umfangreiche Gespräche übers Reiten und Ausbilden mit Kerstin Gerhardt, zuerst auch in Aachen, Es kamen auch die dortigen kaum genutzten Abreiteplätze und ein anderer Platz, der nicht öffentlich zugänglich war (die einzige dort befindliche Reiterin verbot der Presse dort zu filmen...) zur Sprache. Dann wurde mit Frau Gerhardts auf verschiedenen privaten Reitplätzen im Unterricht gesprochen. Auch kam eine bekannte ehemalige Erfolgsreiterin, die im kleinen Rahmen züchtet, zur Sprache.
    Dann die Pferdegesundheit...
    Großes Thema ECVM, Dr. Pellmann u.a. hatten über 600 Pferde geröntgt und die tä. Hochschule Hannover verwehrt ihnen den Zugriff auf ihre eingegebenen Daten zwecks Auswertung!
    Auch P.S. verschließt sich diesem Thema nicht, er macht eigene Untersuchungen in der Lewitz, da er wohl auch gesunde Pferde züchten will.
    Alles in allem, es tut sich was!
    "Quickmarie" (Quicksilber/Pamino ShA) im Alter von 2 Jahren

    www.gestuet-reichshof.de

    Kommentar

    • max-und-moritz
      • 04.06.2006
      • 3441

      #3
      Was mir am meisten Sorgen macht ist die "Haltbarkeit" des neuen Pferdetyps.

      Es stimmt schon, die alten, gröberen Pferde, von denen ich einige in meinem Rentnerstall hatte und habe, sind wesentlich robuster und vor allem in Rücken und Hals meist ohne Probleme. Natürlich kommt jenseits der 20 oft eine Arthrose in den Beinen und sie sind nicht chic, aber lieber das als ein dauerkrankes junges Pferd.

      Und ja, das mit der TÄ Hochschule Hannover läßt einen auch an nichts Gutes denken...!

      Wer neue Wege scheut, muß alte Übel dulden.

      Kommentar

      • Nickelo
        • 16.07.2024
        • 122

        #4
        Hier der Link zur Mediathek.
        Ich glaube inzwischen, dass Dr. Katharina Ros und der TA Dr. Pellmann nicht ernst genug genommen werden, v.a. was Häufigkeit und Schwere von ECVM betrifft. Und es hilft nicht, wenn die Tiermedizin Fortschritte macht und die Versteifung von Halswirbeln per OP vorschlägt.
        Unglaublich, dass die Studie von der Uni Hannover selbst behindert wird, obwohl offensichtlich sogar die Zuchtverbände dafür wären.
        Interessant, dass PS (weiter) leichte, sprungelastische, bewegliche Pferde züchten will, die Freizeitreiter dagegen ihre Stabilos loben und lieben. Bin immer wieder überrascht, dass es genügend Reiter für diese Katapulte gibt. Wie oft höre ich, „irgendwann wird das schon, wenn endlich der Schwung weg ist…“.
        Sehr sympathisch: Janne-Friederike Mayer.
        Mich würde mal interessieren, wie der Mexikaner zu Beginn rechnet, dass die Spring-Stute K. eine gute Investition in die Zukunft ist. Selbst wenn die Stute später international gehen sollte, dann kostet der Unterhalt jährlich im internationalen Springsport sicher jede Menge, und allein der Einkaufspreis von etwa 600000€ (mit Gebühren) amortisiert sich ja nicht so schnell
        Witzig, dass Gerhardt zuletzt von „ackern“ spricht. Mein Vater, der mit Reitsport nichts zu tun hat, sah letztens Teile der Dressurkür in Ising und meinte nur „Na sowas, da hat ja der Begriff Ackergaul eine ganz neue Bedeutung bekommen“. Ich kenne in der Tat etliche Frauen bzw. Bereiterinnen mit Oberarmen, mit denen sie selbst in der Muckibude auffallen würden. (Bevor noch Missverständnisse entstehen: Gemeint war die kraftvolle Art des Zupackens und Reinsetzens, nicht die Körperform)
        Pferde sind Sportpartner, Zuchtobjekte - und längst ein Millionengeschäft. Während Spitzenpferde für enorme Summen den Besitzer wechseln, kämpfen viele Freizeitreiter mit kranken oder gesundheitlich problematischen Tieren. Die zentrale Frage lautet: Was passiert, wenn das Pferd vom Partner zum Produkt wird?
        Zuletzt geändert von Nickelo; 05.10.2026, 13:25.

        Kommentar


        • hufschlag
          hufschlag kommentierte
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          Finde, der Trend geht endlich zu leichtem reiten
          Mit viel Oberarm ist total out

        • Nickelo
          Nickelo kommentierte
          Kommentar bearbeiten
          Bei den jüngeren (Dressur) Reiter/innen ja, im Springen sehe ich noch vieles, was mir nicht zusagt.

        • hufschlag
          hufschlag kommentierte
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          Springen schau ich nicht, das weiß ich nicht
          Du sprachst aber von der kür, das klingt nicht nach Springen
          Ich weiß auch nicht, was junge Damen heißt
          Isabel werth und auch C frey haben ihr reiten total umgestellt

          Siehst du das nicht, oder magst du es nicht anerkennen, dass dem so ist?

          Wenn was schlecht läuft, müssen Missstände klar benannt werden, aber wenn sich was gut entwickelt an einem Gegenbeispiel den Fortschritt nicht anerkennen???

          Dieses geätze kann ich wirklich nicht mehr haben
          Egal, wer was reitet, es finden sich " kenner" die das bemängeln oder bloß platt tierschutz schreien

          Die meisten haben gar keine Ahnung, waren noch nie am Pferd gesessen, die wenigen anderen.... sollten sich lieber mal mit den eigenen Reitvideos auseinandersetzen

          Kenne wirklich keine Sportart, die sich selbst nur dauernd so schlecht macht, wie reiten
      • Titania
        • 22.04.2006
        • 4374

        #5
        Zitat von Titania Beitrag anzeigen
        Großes Thema ECVM, Dr. Pellmann u.a. hatten über 600 Pferde geröntgt und die tä. Hochschule Hannover verwehrt ihnen den Zugriff auf ihre eingegebenen Daten zwecks Auswertung!
        Angeblich sollen nicht alle erforderlichen Genehmigungen (Bürokratie?) bzw. Daten auf nicht rechtskonformer Basis erhoben worden sein - daher wohl die Verweigerung der Herausgabe.
        "Quickmarie" (Quicksilber/Pamino ShA) im Alter von 2 Jahren

        www.gestuet-reichshof.de

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        • Kareen
          PREMIUM-Mitglied
          • 06.01.2001
          • 7473

          #6
          Mir war der ganze Bericht wieder eimal deutlich zu dendenziös und fachlich nicht gut genug. Schon den Titel empfinde ich als reißerische Stimmungsmache. Nicht jeder der vermögend ist, und teure Pferde hat, lässt sie fallen wie eine heiße Kartoffel, wenn sie ein Problem haben. Fachlich gibt es auch einiges auszusetzen. Die heutigen Pferde sind im Hals ja eher deutlich länger und daher weicher als die früheren. Ich wüsste auch gern mal, woran die Aussage festgemacht wird, Paul Schockemöhle sei der erfolgreichste Züchter der Welt. Er kann ja sicher vieles, aber die züchterische Erfolgsquote bleibt proportional doch sehr weit hinter dem zurück, was die Anzahl der ausgeworfenen Nachkommen erwarten ließe. Bei 1300 Fohlen pro Jahr, müsste eigentlich sehr viel mehr in der Spitze herumlaufen zumal man wohl unterstellen kann, dass das Management durchaus erfolgreich arbeitet, sofern man mit dem hohen Anteil an "Entsorgungsfällen" kein Problem hat. Zwei Dinge kann man ihm sicher nicht anlasten: Faulheit und Unaufrichtigkeit. Er stand und steht zu seinen nicht unumstrittenen Ansichten und Zielen. An denen kann man gewiss in vielen Aspekten Anstoß nehmen, aber ausgerechnet die Haltung in der Lewitz ist doch in vielem eher vorbildlich und anderen Haltungen im Hinblick auf Versorgung und Artgemäßheit weit voraus. "Kleine Herden" stellt sich der durchschnittliche Pferdefreund allerdings anders vor, und leider wissen die meisten Halter auch gar nicht, dass eine kleine Gruppe von Pferden gar keine Herde ist.
          Ob man überhaupt so eine KI-generierte, piephackige Illustration verwenden sollte... wenn man als "seriöser Journalismus" wahrgenommen werden will, ich weiß ja nicht.

          Kerstin Gerhardts Standpunkte teile ich weitestgehend, nicht nur weil wir beide bei Werner Schönwald Unterricht hatten. Ihre Kritik empfinde ich im Gegensatz zu vielen anderen Protagonisten in dem Konflikt auch nicht als unsachlich oder überzogen. Der Dressurzirkus ist falsch abgebogen. Den Aspekt der ECVM-Studie kommentiere ich nicht. Da darf man gespannt sein, wie das aussieht. Es mehren sich die Hinweise darauf, dass das Thema dazu missbraucht werden soll, Pferdesport im Speziellen und Tierhaltung im allgemeinen noch unattraktiver zu machen bzw. bis zur Unmöglichkeit zu verteuern. Dafür spricht auch meine eigene Erfahrung, dass zahlreiche Behörden quer durch die verschiedensten Fachbereiche in den letzten Jahren völlig außer Kontrolle geraten zu sein scheinen, und sich in ihrer auffällig willkürlichen In-, Hypo-, und Hyperaktivität bequem hinter der allgegenwärtigen Datenschutzkrake verstecken, die ihren Zweck in etwa so effektiv erfüllt, wie ein Vollwaschmittel aus Kettenfett.



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          • Nickelo
            Nickelo kommentierte
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            Was ist züchterischer Erfolg? Was ist die Spitze?
            Aus meiner Sicht hat Paul Schockemöhle ihn schon. Hier ein Beispiel. Gut Ising - Oktober 2026 - Springpferde 7/8 jährig, 130 cm. Von 60 gestarteten Pferd waren bei 6 als Züchter Gestüt Lewitz angegeben. Ich war an beiden Wochenenden je einen Tag dort und habe gar keine Prüfung gesehen, in der nicht Lewitz-Pferde gestartet wurden. Ich habe außerdem nicht intensiver nachgeschaut, welche Pferde von PS Zuchthengsten abstammen. Gut Ising zählt hier zu den sehr großen Turnieren.

            Insgesamt gesehen, glaube ich, dass mit ECVM die Pferdezucht froh sein kann, wenn sie nicht schon bald wie so manche Hunde- oder Katzenrassen mit dem Titel „Qualzucht“ belegt wird, wenn sich die Beiträge häufen, in denen von magenkranken oder ataktischen Pferden berichtet wird. Und ein hüftkranker Hund kann leichter operiert werden als ein halsinstabiles Pferd!

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