MENNRATHS Versteigerung Pferde aus Tierschutzssache Kreis Havelland/ Brandenburg

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  • juno
    • 26.06.2011
    • 717

    MENNRATHS Versteigerung Pferde aus Tierschutzssache Kreis Havelland/ Brandenburg

    Das scheint kein Ende zu nehmen! Wieder hat ein VetAmt über 30 Pferde beschlagnahmt. Sind auch Trakehner dabei!
    Kennt jemand die Hintergünde?
  • juno
    • 26.06.2011
    • 717

    #2
    Polidarus (ex Polydeukes), Züchterin Elke Spannagel, Österreich. Katalog Nr. 7

    Kommentar

    • Calippo
      • 24.06.2007
      • 581

      #3
      Die sehen aber noch gar nicht gut aus! Dabei sind die bestimmt schon aufgepäppelt worden. Hoffentlich finden auch die Alten noch ein letztes gutes Zuhause. Wird denn jemand vor Ort sein und berichten können?

      Kommentar

      • juno
        • 26.06.2011
        • 717

        #4
        ich fahre einen Tag später in Urlaub, so ein Mist.
        also ich finde nicht, das die gut aussehen. Einige Pferde sind gekörte Hengste, die findet man noch im Netz, z.B. mit Foto auf der Hengsverteilungsplanseite des ZfDP. Oder den einen Rapphengst von Febo, Polidauraus, der ist bei Rimondo mit Foto aus besseren Tagen.

        Kommentar


        • Ramzes
          Ramzes kommentierte
          Kommentar bearbeiten
          Herrje , und leider auch ein paar Englische Vollblüter , u.a. ein Maxios - Sohn .

          Wo doch aktuell Monsun über seine Töchter und Söhne
          Maxios und Gentlewave im NHunt "abräumen ".
      • Blue Train
        • 14.03.2013
        • 126

        #5
        Hoffentlich finden alle ein gutes Zuhause. Da sind einige bekannte Vorfahren in den Papieren.

        Kommentar

        • Kareen
          PREMIUM-Mitglied
          • 06.01.2001
          • 7469

          #6
          Das wird uns wohl die kommenden Jahre unerfreulich häufig begleiten, darauf muss man sich leider einstellen.

          Kommentar

          • Imzadi
            • 03.01.2010
            • 280

            #7
            Was passiert mit denen, die keinen Besitzer finden? Oder ist die Frage naiv?

            Kommentar

            • Schimmeltier
              • 15.01.2019
              • 1103

              #8
              Inobhutnahme von Amtswegen lassen immer Raum für Spekulationen.

              In welchem Zustand die Pferde waren bzw. sind, lassen sich durch die Auktionsfotos im Katalog eher schwer beurteilen: zum einem, weil die Pferde auf den Bildern sehr ungünstig fotografiert worden (verzerrte Perspektive, nachträglich unkenntlich gemachter Hintergrund..), zum anderen, weil fast alle Pferde an einem trüben Wintertag im Winterpelz ohne besonderes "aufhübschen" nun mal schepp ausschauen. So zeigt man kein Verkaufspferd!

              Ein Veterinäramt kennt seinen Job, und Ziel ist ja (wenn andere Maßnahmen gegen den Tierhalter nicht fruchten) durch die Enteignung den Pferden bei neuen Besitzern ein besseres, tierschutzkonformes Leben zu ermöglichen.
              Das hat in der Vergangenheit nicht immer zu 100% geklappt, und so manches Pferd kam vom Regen in die Traufe, und hat seine Rettung nicht lange überlebt.

              Die nun 37(?) Pferde sind überwiegend sehr blütige Pferde, neben 2 wunderbaren Vollblutaraberhengsten finden sich auch Achal Tekkiner, Trakehner zusammen. Ich wünsche allen Beteiligten, den 4 beinigen, und den künftigen Besitzern, aber auch den bisherigen, viel Glück und Kraft.

              Kommentar

              • juno
                • 26.06.2011
                • 717

                #9
                Unter dem Facebook-Post von Mennraths schießen schon wieder die Spekulationen ins Kraut.....den Pferden würde es ja total gutgehen....alles nur Amtswillkür...die Fotos wären alt etc. Dann die Tierschutzuschis..Skandal, dass die pferde versteigert werden! da kann man ja nicht kontrollieren, wo die hinkommen und ob die nicht ein Händler kauft.....manchmal frage ich mich, ob die Leute in einem 24/7 kameraüberwachten Überwachungsstaat leben wollen.

                Kommentar

                • juno
                  • 26.06.2011
                  • 717

                  #10
                  Kann mir jemand erklären, was es bedeutet, wenn ein Pferd im "Anhang" eines Zuchtbuches eingetragen ist? Und was bedeutet Hengstbuch II genau? Viele Pferde dieser Auktion sind Hengstbuch II oder Anhang eingetragen.

                  Kommentar


                  • Elfi
                    Elfi kommentierte
                    Kommentar bearbeiten
                    Anhang bedeutet, dass nicht genug verifizierte Ahnen bekannt sind um ins "richtige" Stutbuch eingetragen werden zu können. Die Fohlen aus diesen Stuten bekommen kein volles Zuchtpapier, sondern nur eine Geburtsbescheinigung und können dann irgend mal wenn sich die Statuten nicht wieder ändern ins Stutbuch II eingetragen werden. Wiederum Fohlen aus Stutbuch II können dann ins Stutbuch I kommen. Ich hab selbst so eine "Anhang"-Stute, leider konnten wir hier nie die Abstammung der Mutter herausfinden. Der Teil im Abstammungsnachweis bleibt also leer. Trotzdem gute Pferde.
                • Kareen
                  PREMIUM-Mitglied
                  • 06.01.2001
                  • 7469

                  #11
                  Das entscheidet das örtliche Vetamt. Erstaunlicherweise finden solche vernachlässigten Pferde im Gegensatz zu nicht vernachlässigten sehr viel öfter einen Käufer und erzielen manchmal erstaunlich hohe Preise. Bei der letzten Versteigerung bei uns um die Ecke wurden für eine vierjährige, rohe Stute mit operierter Rektalfistel 8t Euro bezahlt. Das bezahlt auf dem "ersten Markt" niemand, da kann man froh sein, wenn man ein wie auch immer schon mal operiertes Pferd überhaupt verkauft bekommt.
                  Ich hoffe, die Pferde finden alle einen guten Platz. Traurig ist so etwas immer

                  Kommentar

                  • Kareen
                    PREMIUM-Mitglied
                    • 06.01.2001
                    • 7469

                    #12
                    Das entscheidet das örtliche Vetamt was mit den Pferden weiter passiert, falls sich kein Käufer findet. Erstaunlicherweise finden solche vernachlässigten Pferde im Gegensatz zu nicht vernachlässigten sehr viel öfter einen Käufer und erzielen manchmal erstaunlich hohe Preise. Bei der letzten Versteigerung bei uns um die Ecke wurden für eine vierjährige, rohe Stute mit operierter Rektovaginalfistel 8t Euro bezahlt. Das wird auf dem ersten Markt sehr schwierig ein Pferd, das schon mal wegen irgend etwas operiert wurde überhaupt verkauft zu bekommen.

                    att Juno Wg. Anhang: Die meisten Zuchtbücher haben eine erste Abteilung für die Pferde, die dem Zuchtziel in jeglicher (auch abstammungstechnischer) Hinsicht entsprechen und nachgeordnete Abteilungen für Pferde, die zwar einen Teil, aber nicht alle Voraussetzungen erfüllen. HB II ist üblicherweise für ungekörte Hengste offen, die Rassen angehören, für die im Ursprungszuchtbuch keine Körung im hiesigen Sinne vorgesehen ist. Das betrifft z.B. die gesamten British Native Ponyrassen. Die Decklizenz wird da für Hengste ab 2 Jahren erteilt, sobald der Besitzer das beantragt und eine tierärtzliche Untersuchung nachweisen kann, die das Freisein von zuchtausschliessenden Mängeln bestätigt (Kryptorchismus z.B.)
                    Hier in D kann man solche Rassen jedoch auch zur Körung vorstellen und sobald sie gekört und entsprechend den hiesigen Vorgaben leistungsgeprüft sind, rücken sie dann in HB I (quasi das 'höhere Qualitätssiegel'). das Ganze ist mittlerweile recht komplex geworden, dadurch, dass sich die Zuständigkeiten weg von den Verbänden verlagert haben. Früher durften Verbände z.B. für Pferde ohne oder mit nur teilweisem Abstammungsnachweis 'halbe oder weiße Papiere' ausstellen, oder sogar eine Geburtsbescheinigung, die kein Zuchtpapier darstellte. Das macht heute nur noch die FN oder die jeweilige Landesstelle.

                    Kommentar


                    • Elfi
                      Elfi kommentierte
                      Kommentar bearbeiten
                      Hm, also aus eigener Erfahrung weiß ich dass die Verbände durchaus Geburtsbescheinigungen ausstellen.....Du meinst doch Zuchtverbände? Also DSP respektive der Landesverband bayerischer Pferdezüchter macht das.

                    • Kareen
                      Kareen kommentierte
                      Kommentar bearbeiten
                      Nur für Nachkommen, deren Eltern in ihrem Zuchtbuch geführt werdern. Wenn z.B. ein ungeklärter Hengst irgendwo drauf herumgeturnt ist, und die Mutter im Stutbuch eingetragen ist, dann gibt es eine Geburtsbescheinigung vom Zuchtverband. Sonst nicht,.
                  • Neuzüchter
                    • 09.04.2003
                    • 2149

                    #13
                    Da Mennrath mehrfach im Kleingedruckten darauf hinweist, dass die Pferde gekauft wie gesehen sind, nur live-bieten möglich ist und die Tiere nicht tierärztlich untersucht sind, habe ich heute beim Amt angerufen.

                    Dass das nicht erwünscht ist, merkt man schon daran dass kein Ansprechpartner auf der Homepage bestimmt ist. beim fünften Versuch, sprach ich mit einer desinteressierten Person, die mir erklärte dass man bei alten Immonbielien schließlich auch mit Investitionen zu rechnen hätte. Die Pferde sind nicht entwurmt, nicht geimpft, nicht auf Trächtigkeit untersucht und auf die Frage ob die Pferde ohne Duplikat Originalpapiere haben oder man sich nachträglich um einen Equidenpass kümmern muss, bekam ich keine Antwort.
                    kein gewissenhafter Stallbesitzer wird diese Pferde zwischen andere stellen. Wird es diesen Pferden gut gehen wenn sie erstmal isoliert werden. Ebay schreibt bei jeder Tiervermittlung: kaufe nie ein Tier aus Mitleid. und genau das wird passieren - empathische, wohlmeinende Personen, stehen mit Pferden da, die nicht mit Reitpferden, Schulpferden oder normalen Zuchtpferden vergleichbar sind, und wo Erkrankungen und Mangel nicht auszuschließen sind.

                    Ja die Bilder sind schlecht und im Winterfell, aber fehelende Muskulatur kann man schon erkennen. Es ist kein einziger Wallach in LOT

                    Die Frage nach dem, wenn nicht alle einen Käufer finden habe ich auch gestellt, aber man geht davon aus, dass alle verkauft werden.

                    Meine Erfahrung mit dem Vet-Amt ist so, dass vor allem die Form gewahrt wird, es aber natürlich einen nicht-medialen Chicken-way gibt.

                    Von mir sind es fünf Stunden ein Weg, ich könnte tatsächlich einen stellen, aber er gibt viele traurige Pferde dafür muss ich mich nicht dringend von Beamten verars... und schikanieren lassen
                    Auch Freizeitpferde sin Profis!

                    Kommentar


                    • Calippo
                      Calippo kommentierte
                      Kommentar bearbeiten
                      In den Versteigerungsbedingungen steht ja auch, dass lediglich 12 Pferde ein Duplikat bzw. einen Equidenpass haben. Sehr undurchsichtige Geschichte. Wenn man die Diskussion bei Mennraths auf FB verfolgt, wird man ja aus dem ganzen überhaupt nicht schlau. Angeblich jetzt auf einem '"guten" Hof aufgepäppelt, dann wiederum soll die Besitzerin widerrechtlich "enteignet" worden sein, es widerspricht sich da alles. Ich befürchte, da kommt auf die zukünftigen Besitzer noch einiges zu.

                    • Neuzüchter
                      Neuzüchter kommentierte
                      Kommentar bearbeiten
                      nur auf das Amt, wenn die Vorbesitzer eine guten Anwalt haben. der Verkauf ist rechtssicher für den Käufer, der Landkreis müsste sich wenn dann um eine Entschädigung des Vorbesitzers kümmern. Diese Verfahren dauen aber so lange, dass ich durchaus schon öfter gesehen habe das Pferde vor Ende des prozesses weiterverkauft werden. wenn der Vorbesitzer nicht kann,,muss ansonsten der Staat den Unterhalt bis dahin bezahlen. Das diese Aktion/Auktion so übers Knie gebrochen wird, wird auch mit Geld zu tun haben.

                    • juno
                      juno kommentierte
                      Kommentar bearbeiten
                      der Hof, wo die Pferde jetzt stehen, ist ein sehr grosser Sportstall und auch Zuchthof mit Verkaufspferden Dressur, alles sehr hochwertig. Ist aber glaube ich ein ehemaliges LPG-Gelände und daher sehr weitläufig. Da kann man die Ungeimpften bestimmt gut separieren von den anderen. Ich habe auch schon beschlagnahmte Pferde in einem Bullenstall auf Spaltenboden gesehen, weil die schnell untergebracht werden mussten.
                  • juno
                    • 26.06.2011
                    • 717

                    #14
                    ohne Equidenpass darf doch kein Pferd transportiert werden. Eine Freundin von mir hat mal bei so einer Auktion ein Pefrd ersteigert. Ich war mit dabei, und das zuständige VetAmt hat Ersatzpässe ausgestellt, sodaß wir das Pferd nach der Aution gleich mitnehmen konnten.
                    Bei Facebook liesst man unter der Mennraths-Seite schon die wildesten Geschichten.....

                    Kommentar


                    • Neuzüchter
                      Neuzüchter kommentierte
                      Kommentar bearbeiten
                      ich bin nicht bei Facebook. Ich habe bei vier Anrufen die zuständige Frau weise nicht erreicht und dann eine Nummer bekommen die zur Amtsleiterin gehörte. den Namen habe ich leider nicht verstanden. Ich telefoniere im Auto, weil ich mir ein zusätzliches Pferd überhaupt nur leisten könnte weil ich arbeite. Auch Mennrath hat keine Informationen über Trächtigkeit; Impfungen und Wurmkur - direkte Anfrage bei Mennrath. Und die haben auch kein Interesse daran, solche Informationen geheim zu halten. Ich persönlich halte Verladen, Transportieren und Vergesellschaften bzw. gewöhnen an neue Lebensumstände ohne Tetanusschutz für grob fahrlässig - vielleicht weil ich schon Pferde mit Tetanus gesehen habe.

                      Wie schwer kann es sein, die Pferde beim Aufholen zu Impfen ( muss ja nicht bis West-NIl und Tollwut gehen), Wurmkur rein zu machen und Blut abzunehmen. und wenn das nicht geht - wie fahrlässig ist es dann die Tiere unkontrolliert zu verschleudern/verkaufen. Die sind da alle nicht kündbar und zahlen nichts selber.

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