Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Stahlecker-Seminar Marbach
Furioso-Fan
19.02.2009, 11:40
Am 13. Februar war eine PM-Tagung zum Thema Stahlecker-Methode bei der Jungpferdeausbildung in Marbach, mit Stahlecker und Hess.
War jemand da und kann berichten?
Ich hab erst heute abend mitbekommen, dass die Pferde, die nach der Stahlecker-Methode ausgebildet worden sind, heute mittag in Marbach versteigert wurden.. Leider war ich also nicht auf der Auktion!
War jemand da, der Unterschiede zu "normal"-ausgebildeten gesehen hat?
Wäre toll, ihr könntet was schreiben!
Gruss,
Korney
Lindenhof
08.03.2009, 09:04
Ich war extra auf der Versteigerung, da ich nach der (meiner Ansicht nach entäuschenden Vorstellung) im Febraur der HSH-Pferde sehen wollte, wie sie sich nach gut vier Wochen auf der Auktion präsentieren und wie sie auch von der Käuferschaft angenommen werden. Von den vier HSH-Pferden kosteten zwei Stück den Ausrufpreis von 6000 Euro, eines 7000 Euro und eines wurde um 10.000 Euro vekauft. Ich kann diese Preise nachvollziehen - nach fünfzehn Monaten Ausbildung erwarte ich mir persönlich einfach ein anderes Ergebnis und kein Pferd, das im Gegensatz zu den restlichen Auktionspferden keinen Applaus verträgt, weil es sonst die Flucht durch die Halle antritt. Die "Single"-Pferde wurden in derselben Zeit sehr vielseitig ausgebildet, sahen das Gelände, wurden in der Abteilung und einzeln geritten, machten auch je nach Veranlagung kleinere Sprünge und präsentierten sich schon im Februar m. E. nach wesentlich cooler, als die HSH-Pferde gar nur in Schritt und Trab (2 Stück), fünf Minuten im Schritt (1 Stück) oder gar nur an der Hand (1 Stück) präsentiert wurden und Herr Stahlecker von jedem Pferd betonte, wie schwierig doch dieses Pferd in der Ausbildung war und wie toll es jetzt inzwischen mitarbeiten würde...
Schade - eigentlich habe ich mir die HSH-Methode damals angeschaut, um Ideen für mich nach Hause zu nehmen...
Hallo Lindenhof,
ich habe mir gerade die Ergebnisse der Marbacher Auktion angeschaut und bin echt überrascht über die Preise :huh:
Wurden die "Stahlecker- Pferde" denn gar nicht unter dem Reiter gezeigt ? :confused:
Eine hat ja wohl gar kein Gebot erhalten.....
Vielleicht kannst Du ja noch ein Bisschen was berichten, wäre nett.:rolleyes2:
Lindenhof
08.03.2009, 12:32
Hallo Lindenhof,
ich habe mir gerade die Ergebnisse der Marbacher Auktion angeschaut und bin echt überrascht über die Preise :huh:
Wurden die "Stahlecker- Pferde" denn gar nicht unter dem Reiter gezeigt ? :confused:
Eine hat ja wohl gar kein Gebot erhalten.....
Vielleicht kannst Du ja noch ein Bisschen was berichten, wäre nett.:rolleyes2:
Doch - schon... aber das Ergebnis war halt nicht wirklich das, was den Leuten das Geld aus den Taschen lockt. Für mich völlig nachvollziehbar. Ich muß ehrlich sagen, wenn ich nach 15 Monaten Beritt (oder "Arbeit") bei meinem Pferd so ein Ergebnis präsentiert bekommen würde, wäre ich stinkesauer...
Na dann habe ich ja offenbar nichts verpasst und Zeit gespart.
Danke euch!
Korney
Mich wundert das überhaupt nicht, ich war jahrelang in dem Stall, in dem Herr S. seine Pferde"schult"....Habe da genug gesehen....:sauer:
Manche meinen, sie müssen das Reiten und die Pferdeausbildung neu erfinden.
Schade - eigentlich habe ich mir die HSH-Methode damals angeschaut, um Ideen für mich nach Hause zu nehmen...
Du kannst sicherlich das eine oder andere für die Bodenarbeit übernehmen und daß die Pferde leichter lernen, kann ich mir gut vorstellen. Ich werde auf jeden Fall beides kombinieren.
Womit ich persönlich große Probleme habe, ist der alleinige Anspruch, den "richtigen" Ausbildungsweg gefunden zu haben. Den gibt es nicht, sondern ist von jedem einzelnen Pferd speziell abhängig.
Ich vermute auch, daß einige der Pferde für die HSH-Methode ungeeignet waren, es sind ja nicht alle zur Auktion gekommen.
Lindenhof
09.03.2009, 12:15
Natürlich kann man vom Boden aus bei jungen (und auch bei weiter ausgebildeten) Pferden einiges vorbereiten und arbeiten. Ich bin ein Freund der Doppellongenarbeit und werde auch das PM-Seminar von Herr Gehrmann in Wertach oder Marbach besuchen. Da ich grundsätzlich auch anderen Ausbildungsmethoden gegenüber offen bin, hatte ich mir (gerade nach dem Brimborium, das Herr Stahlecker über seine tolle Ausbildung macht) einiges auch von der HSH-Methode erwartet - und bin leider echt maßlos enttäuscht worden und eine Erfahrung reicher (nämlich die, das man auch ohne HSH gut und gerne zurecht kommt). Mir stellt es nämlich z. B. die Nackenhaare auf, wenn ein Herr Stahlecker dafür ist, daß bereits mit eineinhalbjährige Pferde so "gespielt" (er mag das Wort Arbeit nicht) werden soll. Da stehen meine Youngster noch zottelig mit ihren Kumpels auf der Koppel und müssen außer brav beim Führen, Anbinden und Hufemachen sein gar nix anderes können. Das reicht dann dreijährig allemal aus, wenn man anfängt zu arbeiten...
Interessant ist auch der Beitrag von Holger Schulze zu der HSH-Methode auf seiner Homepage www.holger-schulze.de unter Aktuell.
Ich bin ein Freund der Doppellongenarbeit und werde auch das PM-Seminar von Herr Gehrmann in Wertach oder Marbach besuchen.
hab ich auch vor...
Du hast sicherlich recht mit Deiner Meinung, ich sehe das genauso. Nachdem ich mich vor einiger Zeit mit dem Buch des Herrn S. beschäftigt hatte, war für mich ganz klar, daß das für mich in der Form keine reelle Ausbildungsmöglichkeit ist.
@ Britta & Lindenhof
Ich will da auch hin....
Lindenhof
09.03.2009, 14:16
@ Britta & Lindenhof
Ich will da auch hin....
Dann müssen wir uns UNBEDINGT treffen!!! Ich finde das toll, wenn man zu den Forumnamen auch die Gesichter kenn!!! Zu welchem geht ihr? Ich schwanke ja noch - Wertach ist Freitag abends (wäre mir ganz lieb), Marbach ja am Sonntag...
Wertach ist Freitag abends (wäre mir ganz lieb), Marbach ja am Sonntag...
wo ist Wertach? :confused:
wo ist Wertach? :confused:
DAS Wertach im Allgäu, kurz vor dem Bodensee? Ist für Euch beide wahrscheinlich besser von der Entfernung, ich fahre aus meiner Richtung schon fast 2 h nach Marbach. :scared:
Bei mir wird's wohl Marbach werden.
Lindenhof
09.03.2009, 15:02
DAS Wertach im Allgäu, kurz vor dem Bodensee? Ist für Euch beide wahrscheinlich besser von der Entfernung, ich fahre aus meiner Richtung schon fast 2 h nach Marbach. :scared:
Bei mir wird's wohl Marbach werden.
Ja - Wertach ist im Allgäu...
Britta, warst Du gestern in Marbach ?
Aus welcher Ecke von BW bist Du denn ?
Ich dachte Du kommst aus Oberschwaben.
Man fährt auf der A 7 Richtung Füssen, und dann ist es vllt. 10 Min bis zum Peter Mayr auf die Anlage.
Da in der Nähe hatte ich meine Jungen auf der Alm.
Ich brauche nach Marbach so lange wie nach Wertach.
nein, ich war gestern leider nicht in Marbach.
Wir wohnen im Dreiländereck AA/SHA/WN zwischen Schwäbisch Gmünd und Schwäbisch Hall - ganz andere Richtung als Oberschwaben. Als wir noch bei Ehingen gewohnt haben, war das anders...
Hallo,
der Bericht von Holger Schulze zur "Stahlecker- Methode" ist sehr lesenswert und ich bin ganz seiner Meinung.
Ich glaube, die Ergebnisse der Marbacher Auktion bestätigen, daß viele diese Ansicht teilen....
Liebe Grüße
waltdisney1992
09.03.2009, 22:41
Vielleicht wollt Ihr auch wissen, was Herr Stahlecker selbst zu der Auktion und dem Ergebnis sagt?
„Die Hand-Sattel-Hand-Methode ist keine ideale Art, Pferde auf eine Auktion vorzubereiten und sie dort zu verkaufen. Das habe ich heute erleben müssen", bekannte Fritz Stahlecker danach. Er hatte sich schon im Vorhinein gegen einen Verkauf der im Rahmen eines wissenschaftlichen Projektes ausgebildeten Pferde über eine Auktion ausgesprochen."
Die Auktion, so wie sie heute praktiziert wird,– kann nicht der Maßstab der Grundausbildung sein. Den Käufern geht es darum, die züchterische Qualität, besonders das Bewegungspotential eines Pferdes zu erkennen. Es soll zeigen, wie groß es traben kann, dass alle drei Grundgangarten überdurchschnittlich sind. Bezahlt wird die Überdurchschnittlichkeit. Dass die Verkäufer alles tun, diese zu demonstrieren, ist nur verständlich. Leider geht dabei die Pferdegerechtigkeit leicht verloren.
Manche Pferde zeigen in der Aufgewühltheit der Auktion den Trab ihres Lebens. Mir geht dies „gegen den Strich“. Ich habe daher von Anfang an dafür plädiert, die HS-Pferde nicht über die Auktion zu verkaufen – leider vergeblich.
Zitatende.
Diejenigen von Euch, die ihr Halbwissen zu der Philosophie und Ausbildungsmethode von Herrn Stahlecker vertiefen wollen, können sich hier schlauer machen:
http://www.hsh-fritz-stahlecker.de/Aktuelles.46.0.html
Nichts für ungut - ich finde auch nicht alles ideal, was er sich vorstellt, aber die (Presse)Bilder, die ich mit den von den Marbacher Gestütern ausgebildeten Pferden gesehen habe, hauen mich auch nicht um - Pferde zu eng, auf VH, festgehalten über dem Sprung, Pferde auf dem Boden???
Liebe Grüße
Herr Schulze hat voll und ganz recht.
Hatte zeimlich lange mein Pferd in dem Stall stehen, in dem Herr Stahlecker
mit seinen Pferden "spielt"....finde diese Ausbildungsmethode nicht ok.
Habs tagtäglich ansehen müssen - Oh Schreck!!!
Viele Pferde bleiben mental und gesundheitlich auf der Strecke !!!!:sauer:
Diejenigen von Euch, die ihr Halbwissen zu der Philosophie und Ausbildungsmethode von Herrn Stahlecker vertiefen wollen, können sich hier schlauer machen...
was möchtest Du uns mit Deinem Beitrag in Bezug auf "Halbwissen" sagen? Gehst Du davon aus, daß einfach jeder seinen Senf dazu gibt? Ich hab sein Buch von vorne bis hinten gelesen, einige Passagen doppelt, weil ich ganz sicher sein wollte... und ich hab für mich persönlich gute Ansätze gefunden, teilweise haben sich meine Nackenhaare geträubt.
Wie ich schon mehrfach geschrieben habe, ist es der alleinige Anspruch auf den "richtigen" Ausbildungsweg, der mich sehr stört. Nicht jedes Pferd ist der Ausbildung nach der HSH-Methode psychisch und physisch gewachsen.
Lindenhof
10.03.2009, 08:06
@ Britta
Das sehe ich genauso
Übrigens: Mein persönlicher Liebling von der Vorstellung der Versuchs-Pferde im Februar wurde auf der Auktion als erstes versteigert. Es war die Katalog-Nr. 16 (Lavinius), ein von den Marbachern ausgebildetes Pferd. Er glänzte schon bei der Vorstellung im Februar durch sein Coolness - kurz: Ein Pferd, auf das man sich sehr gerne draufsetzt und sicher fühlt. Er hatte eine sehr schöne Galoppade, aber (noch) keinen Trab, der die Leute von den Stühlen reißt. Trotzdem hat er 21.000 Euro gebracht.
Natürlich ist es so, daß vor allem ein spektakulärer Trab von den Käufern teuer bezahlt wird (das sah man an dem erst 2006 geborenen Damiano mit 45.000 Euro)... aber auch ein qualitätsvoller Nachwuchs mit "normalen" Trab kann gutes Geld bringen - auch wenn er noch keinen Mitteltrab zeigt.
waltdisney1992
10.03.2009, 11:42
Wie schon mal gesagt - nichts für ungut und ich wollte hier niemand angreifen - ich hab nur was gegen unsachliche Kritik.
Denn das Argument physisch und vor allem psychisch überfordert gilt genauso für viele Pferde in der normal üblichen Auktionsvorbereitung!
Ich finde auch, man kann nicht einerseits sagen, Herr Stahlecker überfordert die Pferde, die armen haben viel zu viele Leinen und Ausbinder am Körper und werden ohne Ende getriezt - und dann gleichzeitig zu kritisieren, dass die von ihm vorgestellten Pferde zu wenig bemuskelt sind (am Hals!!!) und noch nicht genug weit gefordert!
Und eins ist ganz klar - ich habe auch Probleme mit jeglichem apodiktischen Ansatz in der Pferdeausbildung!
Denn jedes (junge) Pferd ist anders und das ist ja gerade die Herausforderung bei der Ausbildung, herauszufinden, auf welchem Weg die besten Ergebnisse zu erreichen sind. Aber warum nicht mal etwas Neues ausprobieren wie die HSH Methode oder zumindest Elemente daraus - die Handarbeit ist ja unbestritten die beste Möglichkeit, einem Pferd etwas zu lernen - z.B. die Hinterhand mehr zu belasten - ohne dass es das Reitergewicht noch zusätzlich dabei ausbalancieren muss.
Llewella
10.03.2009, 11:45
Ich habe mir auch mal das Buch von Herrn Stahlecker gekauft und finde manches auch interessant.
Und sicher ist es beeindruckend, wenn seine Enkeltochter so erfolgreich reitet.
Aber mir persönlich fehlen bei den von ihm ausgebildeten Pferden Ausdruck und Schmelz, das "gewisse etwas". Die spulen mir ihre Lektionen zu mechanisch ab. Fehlerfrei, meinetwegen. Aber trotzdem mechanisch..
Bevor man sich ein Urteil erlaubt, sollte man sich die HSH-Ausbildungsmethode mal über eine längere Zeit in der Realität ansehen...
Schematisierung der Pferde und der Ausbildungsmethode ohne Berücksichtigung der Eigenarten eines Individuums finde ich nicht in Ordnung.
waltdisney1992
10.03.2009, 13:50
Da stimme ich Dir voll zu - und wie gesagt, ich mag es auch nicht, wenn jemand nichts anderes außer seiner Ausbildungsmethode gelten lässt.
Deswegen werde ich mir auch in Kürze mal 2 Tage nehmen und den Stahleckers bei der Arbeit über die Schulter schauen. Eingeladen dazu haben sie mich schon.
Und wenn das stimmt, was Du sagst, dass dort mit jungen Pferde so restriktiv und unflexibel umgegangen wird, dann fände ich das sehr schade, denn die Idee ist gut und die Arbeit nach seinem Trainingsplan bringt enorm viel für die Beweglichkeit, Kraft und Aktivität der HH. Ich habs jetzt ca. 4 Wochen ausprobiert (bei meiner 16jährigen Stute, die junge ist noch nicht soweit - und nur mit der Hälfte der vorgeschriebenen "Verschnallungen") und es ist wirklich toll, was mein "altes" weit ausgebildetes Pferd noch lernen und verbessern kann!
2 Tage ist meiner Meinung nach zu kurz.
In einem Stall, der keine 500 Meter weit von dem Stall, in dem Herr S. wirkt, bildet Herr Emil Scheid ohne Strapse und Strippen und Verschnallen hier und da Pferde an der Hand aus. Alle Achtung. Geh dann doch auch mal bei ihm vorbei - sehr interessant. ( Hat auch eigene Homepage)
Warscheinlich ist das Problem hier wieder einmal das >>Schubladendenken<<.
Eine individuelle Mischung verschiedener Ausbildungsmethoden, auf das jeweilige Pferd und seinen Zweck zugeschnitten wäre m.M. nach das Optimum.
Ich glaube auch, daß ein Pferd mit der Stahlecker Methode viel lernen kann, wenn man das mit dem nötigen Gefühl durchführt.
die sache ist halt die, das arbeiten nach stahlecker versammlung heisst. versammlung steht aber nicht am anfang, sondern am ende der ausbildungsskala.
meiner meinung nach muss man eine remonte mit so etwas nicht konfrontieren. wenn takt, losgelassenheit, anlehnung, schwung, geraderichten und durchlässigkeit gegeben sind, dann kann ich auch nach stahlecker arbeiten.
allerdings ist das nur was für erfahrene ausbilder, sich ein buch kaufen und dann zu hause alleine nachmachen, endet garantiert im chaos.
allerdings ist das nur was für erfahrene ausbilder, sich ein buch kaufen und dann zu hause alleine nachmachen, endet garantiert im chaos.
:D war letztes Jahr beim Vortrag von Herrn Stahlecker in Münsingen. Seiner Meinung nach ist das alles kinderleicht und von JEDEM problemlos durchzuführen. :cool:
Ich denke da aber auch anders drüber.
ich finde handarbeit generell schwierig. das muss man lernen wie das reiten auch. unsere pferde werden auch nach der methode die karin hess müller im letzten reiter- journal beschreibt gearbeitet. aber bis sie mal wissen was man von ihnen will, macht das die reitlehrerin meiner frau.
Alles ist leicht, wenn man es kann. :)
In sofern hat Herr Stahlecker schon Recht.
Ich glaube, dass er u.U. schon etwas weit weg ist von der Basis, und den Bedürfnissen, die da herrschen.
Es spricht mM nach nichts dagegen, in der Grundausbildung eines Pferdes immer wieder mal vom Boden aus zu arbeiten und dadurch die HH zu mehr Lastaufnahme zu animieren. Ohne dass dabei das Gewicht des Reiters stört.
Das Gefährliche daran sehe ich in der Nachahmung durch Leute die zu wenig Gefühl und Erfahrung haben.
Aber da haben wir das Problem wesentlich öfter und intensiver beim Mißbrauch aller Arten von Hilfszügeln, besonders von Schlaufzügeln.
Vom Boden aus kann man viele Dinge dem Pferd nahe bringen. Man denke nur ans Freispringen. Das ist im Grunde genommen auch nichts andees als Bodenarbeit. Meine Jungen lernen das Springen von Gräben oder Stufen immer erst an der Hand, bzw Longe. Da zieht niemand, da quetscht niemand und da plumst ihnen niemand in den Rücken. ;)
Bei Herrn Stahlecker werden auch alle Pferde auf Kandarre gezäumt.
Egal, ob der Reiter damit umgehen kann oder nicht.:sauer:
@Britta
Von Aalen bis Wertach sind es ca. 1 3/4 Stunden.Ist sogar besser zu fahren als nach Marbach. Du fährst einfach auf die A7 und in Oy-Mittelberg wieder runter. Wertach ist ausgeschildert. In Wertach fährst Du ganz grob 2 x links und bist da.
Der Besitzer der Anlage ist ein guter Bekannter von uns.
Vielleicht überlegst Du es Dir doch.
Ich hatte vergangenes Jahr das Glück Herrn Stahlecker persönlich kennenzulernen.
Wir haben uns sehr gut unterhalten, er ist ein Mann mit einem imensen Pferdewissen.
Seine Arbeit an der Hand versteht er als Vorbereitung auf die Aufgaben unter dem Reiter, nicht mehr und nicht weniger. Die Pferde werden für bestimmte Bewegungsabläufe konditioniert und es fällt Ihnen anschließend unter dem Reiter leichter, die Hilfen zu verstehen. Die Verschnallungen betrachte ich mittlerweile durchaus als sinnvoll und den Pferden fällt es leicht,wenn sie verstanden haben, was man von ihnen will. Ein sehr angenehmer Nebeneffekt ist, dass sich zwischen dem "Lehrer und dem Schüler" ein sehr großes Vertrauensverhältnis herausbildet, wenn der Lehrer in der Lage ist seine Körpersprache eindeutig einzusetzen.
Ich selbst praktiziere es zusätzlich zum Reiten und meinen Pferden macht es großen Spaß.
gestern war ich in Marbach beim Vortrag und praktischen Vorführungen zum Thema "Ausbildung mit Doppellonge" :detective: mit Wilfried Gehrmann.
Es war sehr interessant, allerdings in einigen Punkten sehr konträr zur HSH-Methode. Auch wenn nicht alles reibungslos geklappt hat, so entspricht diese Art der Ausbildung viel eher meinen Vorstellungen.
@Britta
...das sehe ich genauso wie Du...mit weniger Strippen gehts auch...:)
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