Dressur: Sport oder Lotto

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  • awellina
    antwortet
    Ich bin seit mehr als 8 Jahren auch "nur zu Hause-Reiter", einfach weil ich keinen Bock mehr auf Turniere habe. Davor hab ich mich bis M-Dressur hochgekämpft und da auch etliche Plazierungen. Ist meine reiterliche Ausbildung nun auf einmal futsch und ich reite automatisch schlechter????

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  • Donna Jutta
    antwortet
    Ach so, ja. Tschuldigung, war auch von mir nicht so griffig gemeint, wie es schliesslich geschrieben wurde. Den Satz mit den "nur-Zuhause-Reiter" unterschreibe ich jedenfalls...

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  • Cherie
    antwortet
    Zitat von Donna Jutta Beitrag anzeigen
    Oh mein Gott, da ist sie wieder, die elende Diskussion. Was, bitte, ist denn ein Freizeitreiter? Sind Deiner Auffassung nach Leute, die Chancen auf M-Platzierung haben, dann Profis, und die, die M GEHEN, Freizeitreiter? Mal ehrlich, letzten Endes sind doch fast die meisten derjenigen, die dieses Forum bevölkern, Menschen, die IN IHRER FREIZEIT REITEN, jede Menge Kohle in möglichst guten Unterricht investieren und einen Aufwand betreiebn, der dem eines Profis in kaum etwas nachsteht. Die Kategorisierungen in Wendys/ Freizeitreiter/ schlecht Reiter versus Profis hängen mir, gelinde gesagt, zum Hals raus.
    Alle Reiter in einen Topf zu werfen halte ich nicht für den richtigen Weg. Dabei wird man keiner Seite gerecht. Übrigens ist es mir erst einmal egal, ob jemand nur zu Hause oder eben auch auf Tunieren reitet. Ich aus meiner Erfahrung kann jedoch sagen, dass die wenigsten "Nur-Zuhause-Reiter" von der reiterlichen Ausbildung mit den Tunierreitern mithalten können. Wenn du andere Erfahrungen machen konntest, umso besser.

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  • ohle
    Ein Gast antwortete
    Hallo Neuzüchter,
    4,8 bedeutet nicht "nicht gezeigt", sondern einfach "nicht platzierungswürdig".

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  • Oppenheim
    antwortet
    Wo Menschen richten...

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  • Donna Jutta
    antwortet
    [QUOTE=Cherie;921108]Ich finde so eine Aussage eher "schwierig". Du suggerierst, dass Freizeitreiter öfters besser reiten, als Tunierreiter. Diese Aussage ist doch sehr subjektiv. Ich kann sie z.B. nicht ansatzweise bestätigen. Es gibt sicherlich gute/solide Freizeitreiter. Die meisten jedoch (zumindest die ich kenne) könnten KEINE M-Dressur-Platzierung erreiten. Der Freizeitreiter der eine super L gehen kann ist auch schon eine absolute Seltenheit. Zwischen L-/M- gehen und L-M- platziert sein können, ist m.E. noch einmal ein großer Unterschied.

    Oh mein Gott, da ist sie wieder, die elende Diskussion. Was, bitte, ist denn ein Freizeitreiter? Sind Deiner Auffassung nach Leute, die Chancen auf M-Platzierung haben, dann Profis, und die, die M GEHEN, Freizeitreiter? Mal ehrlich, letzten Endes sind doch fast die meisten derjenigen, die dieses Forum bevölkern, Menschen, die IN IHRER FREIZEIT REITEN, jede Menge Kohle in möglichst guten Unterricht investieren und einen Aufwand betreiebn, der dem eines Profis in kaum etwas nachsteht. Die Kategorisierungen in Wendys/ Freizeitreiter/ schlecht Reiter versus Profis hängen mir, gelinde gesagt, zum Hals raus.

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  • Allenig
    Ein Gast antwortete
    also ich kann´s ja ruhig gestehen, das meine 4jährige in der letzten prüfung auch ne 4,5 kassiert hat. auch ne A-dressur.
    aber mein gott - die ist 4 jahre alt und schliesslich keine maschine.
    es war die zweite prüfung am tag und dazwischen hatte sie ca. 3 std. wartezeit auf dem hänger. sie hatte wohl einfach keinen bock mehr.
    so what?!

    diese note kam aber nicht wegen taktunreinheiten ect. zustande, sondern weil das pferd einen eindeutigen Ungehorsam beim angaloppieren zeigte.

    ich habe noch gehofft, die reiterin hebt nach der prüfung die hand, damit diese wertnote an uns vorrüber geht. sie hat aber leider nicht schnell genug geschalten um lieber auf die wertnote zu verzichten.

    ausser vielleicht wegen ungehorsam hab ich allgemein noch nicht erlebt, das die richter bei irgendjemandem eine note unter 5 ziehen.
    Zuletzt geändert von Gast; 06.09.2011, 22:31.

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  • daylight66
    antwortet
    @Nadine: Stimmt genau... am Ende der Saison sollten sich zu hohe und zu tiefe Noten die Waage halten.... und natürlich tun die gefühlten zu tiefen Noten manchmal weh...... während die zu hohen Noten meistens wirklich nur zu einem inneren Schmunzeln führen......

    Das Problem bei wiederholten Taktfehlern in einer Gangart ist, dass die Richter dann eigentlich gar nicht mehr hoch geben sollten....... war mal bei ner Richterschulung...... meine auf keinen Fall über 5,0.....

    Wir machen es immer so, dass wenn das gleich Problem bei verschiedenen Richtern im Protokoll steht... wir uns der Sache auch mal "selbstkritisch" annehmen.....

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  • Nadine75
    antwortet
    @Neuzüchter

    Ich möchte weder Deine Qualifikation noch Dein Empfinden angreifen aber ein Pferd, welches aus welchem Grund auch immer nicht losgelassen durch eine Prüfung läuft und somit auch nicht im Takt ist, kann keine gute Note erwarten. Hätten die Richter den Verdacht gehabt, dass Dein Pferd aus Lahmheitsgründen Taktet, so hätten sie Dich abläuten und raus schicken müssen.
    Nichts desto trotz klaffen das eigene Empfinden und die Benotung bei jedem irgendwann mal auseinander. Bei der Dressur muss am Ende der Saison plus minus null rauskommen. Mehr kann ich dazu nicht wirklich sagen, denn ich habe den Ritt nicht gesehen.
    Ärgere Dich nicht.

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  • Neuzüchter
    antwortet
    also ich habe einen Trainer und ein Physiotherapeutin und natürlich sitze ich nicht so hundert Prozent gerade ich habe mich nicht filmen lassen aber Serienfotos von einem Turnierauftritt.

    Wie gesagt ich wußte das wir die Prüfung nicht gewinnen würden, aber eine 4,8 ist für mich wie nicht gezeigt und das stimmt einfach nicht. Mein Eindruck ist auch Tage später nich der das er den Mitteltrab nicht gezeigt hat dort einen Taktfehler machte und ab da nicht mehr angeguckt wurde.

    Dafür spricht auch das ich auf Anfrage den Kommentar bekam das ich mehr vörwärts reiten sollte und mehr geradeaus was ja nunmal definitiv nicht ging weil das Pony vor mir nicht aus dem Quark kam. Auch er Kommentar brave Prüfung ist nicht angemessen - das ist so wie "schöne Farbe hat er" , wenn dann hätte es heißen müssen "in der zweiten Hälfte der Prüfung wurde er ganz brav"

    Als Richter müsste man meiner Meinung nach erkennen können ob ein Pferd kurz geht aus Losgelassenheitsgründen oder Lahmheitsverdächtige Taktfehler macht.

    Wie gesagt ich habe ien gewisse Vorbildung auf dem Gebiet und mag mich da nicht anpatzen lassen.

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  • Jian
    antwortet
    Das ganz bestimmt!! Sich den Spiegel vor die eigene Nase halten und den Realitäten ins Blau-Auge schauen ist ein Zeichen von Charakterstärke und Pragmatik.....hat noch nie geschadet, kann auch nicht jede(r)!

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  • lupicor
    antwortet
    Zitat von Jian Beitrag anzeigen
    *lachenmuss*....Thema Selbsterkenntnis! Das hast Du schön beschrieben, und es wäre noch schöner, wenn mehr ambitionierte Turnierreiter diesen schwierigen Weg zu wandern wagen würden...
    Leicht ist anders! Aber es ist so schön bequem, die Schuld bei anderen zu suchen...

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  • Jian
    antwortet
    *lachenmuss*....Thema Selbsterkenntnis! Das hast Du schön beschrieben, und es wäre noch schöner, wenn mehr ambitionierte Turnierreiter diesen schwierigen Weg zu wandern wagen würden...

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  • lupicor
    antwortet
    Zurück zum Thema: Selbstwahrnehmung schulen - entweder durch ehrliche Freunde/Zuschauer oder (besser) Videoaufnahmen.

    Anfang der Saison bin ich eine Dressurpferde-A geritten. Beim Abreiten konnte ich wegen der Nähe zum Prüfungsviereck dieses beobachten und malte mir im Vorfeld sehr guten Chancen auf eine Schleife aus.
    Nach dem zweiten Grüßen kam das böse Erwachen: 6,4! Ich war völlig enttäuscht und wütend auf die Richter, weil sie die Qualität des Pferdes scheinbar nicht erkannt hatten. Meine Selbstwahrnehmung hatte mir etwas ganz anderes prophezeit.

    Mit Zorn im Bauch sind wir dann nach hause gefahren. Meine Freundin, die die Prüfung gefilmt hatte, hatte auch eine andere Wertnote erwartet. Wir haben uns dann zuhause (mit einigem Abstand zum Geschehen) das Video angesehen und uns das Protokoll dazugenommen. Ich weiß ja nicht, was bei den anderen Teilnehmern in den Protokollen stand; aber meins passte doch (leider) ziemlich gut auf das von mir und meinem Stütchen gezeigte. Und je öfter ich das Video angesehen habe, desto korrekter finde ich die Bewertung.

    Das war kein schönes Gefühl! Aber es hat mir unheimlich geholfen...

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  • lupicor
    antwortet
    Zitat von Korney Beitrag anzeigen
    Hab erst kürzlich mal wieder geschrieben - Drreiter-A und A-Dressur! So schwammig manchmal Richterurteile auch sind, letztenendes wird feines harmonisches Reiten definitiv belohnt.
    Was jedoch den Richterinnen direkt auffiel, war die Tatsache, dass die heutzutage qualitativ sehr hochwertigen Pferde von Jugendlichen nur schwer zu bedienen sind.
    Vor diesem Hintergrund bekommt ein Jugendlicher/eine Jugendliche keine schlechte Note, wenn man sieht, dass er/sie sich bemüht, anstrengt und harmonisch auf das Pferd einwirkt, aber nicht viel dabei rumkommt.
    Ich habe auch vor vier Wochen Protokoll geschrieben und die Richter haben das gleiche Resümee gezogen! Entweder waren es die gleichen Richter oder es gibt doch noch so etwas wie Einheitlichkeit!!!

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  • Korney
    antwortet
    Zitat von leeloo Beitrag anzeigen
    Und was ist, wenn ich die Prüfung als Reiter katastrophal fand, aber die Richter fandens toll? Auch schon gehabt....
    Das kann man doch mit ein bisschen Selbstironie locker leicht als Glückstag abhacken.

    Hab erst kürzlich mal wieder geschrieben - Drreiter-A und A-Dressur! So schwammig manchmal Richterurteile auch sind, letztenendes wird feines harmonisches Reiten definitiv belohnt.
    Was jedoch den Richterinnen direkt auffiel, war die Tatsache, dass die heutzutage qualitativ sehr hochwertigen Pferde von Jugendlichen nur schwer zu bedienen sind.
    Vor diesem Hintergrund bekommt ein Jugendlicher/eine Jugendliche keine schlechte Note, wenn man sieht, dass er/sie sich bemüht, anstrengt und harmonisch auf das Pferd einwirkt, aber nicht viel dabei rumkommt.

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  • zuckerschnute
    antwortet
    Ich bin vor ca. 12 Jahren mal eine A-Dressur geritten und es ist fast alles schief gelaufen. Angaloppieren mit Spannung, Taktfehler im Mitteltrab und Spannung im Schritt. Kommentar der Richter: "Heute leider nur 7,6." Ich war zweite und wäre in der Platzierung gerne im Boden versunken.

    Wenn ich heute auf den Turnierplatz fahre muss ich noch schmunzeln...

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  • Cherie
    antwortet
    Zitat von Annemarie Beitrag anzeigen
    Deren Pferde müssen nicht schlechter gehen, wie die Pferde der Leute die jede Woche auf den Turnieren unterwegs sind, ganz im Gegenteil. Einige haben kein Verlangen danach, sich ständig mit Anderen messen zu wollen, und das auch noch von zweifelhaften Richtern beurteilen zu lassen.

    .

    Ich finde so eine Aussage eher "schwierig". Du suggerierst, dass Freizeitreiter öfters besser reiten, als Tunierreiter. Diese Aussage ist doch sehr subjektiv. Ich kann sie z.B. nicht ansatzweise bestätigen. Es gibt sicherlich gute/solide Freizeitreiter. Die meisten jedoch (zumindest die ich kenne) könnten KEINE M-Dressur-Platzierung erreiten. Der Freizeitreiter der eine super L gehen kann ist auch schon eine absolute Seltenheit. Zwischen L-/M- gehen und L-M- platziert sein können, ist m.E. noch einmal ein großer Unterschied.

    Generell: Ist die Dressur nun einmal ungerecht. Aber Entscheidungen gleichen sich ja auch aus.

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  • Annemarie
    Ein Gast antwortete
    Ein paarmal hatte ich erlebt, daß ein Pferd wegen Taktfehlern niedrig benotet wurde. Wir stellten fest, daß es wohl offensichtlich an seinen unregelmäßig hoch weißen Vorderfüßen lag. Es war ein siebenjähriger Rappschimmel, wir weissten und schwärzten die Vorderfüße gleichmäßig,die angeblich die Taktfehler machten, dann bekam er Noten um 2 besser. Geht aber leider nur bei Schimmeln.

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  • Annemarie
    Ein Gast antwortete
    Viele Leute reiten aus genau diesen Gründen nicht in diesem Turnierzirkus. Sie treffen gelegentlich mal beste Trainer, sie beobachten die "Reitmeister", machen sich ihr eigenes Bild, und sind zufrieden. Nicht alle Reiter haben die Lust, ständig in einen Wettbewerb, eine Rivalität treten zu wollen. Deren Pferde müssen nicht schlechter gehen, wie die Pferde der Leute die jede Woche auf den Turnieren unterwegs sind, ganz im Gegenteil. Einige haben kein Verlangen danach, sich ständig mit Anderen messen zu wollen, und das auch noch von zweifelhaften Richtern beurteilen zu lassen.

    Mein Pferd ging eine (fast)perfekte L-M Dressur, da war oft ein Richter im Häuschen, der selbst wie ein Klammeraffe geritten ist, wie ein Affe auf dem Schleifstein, auch so unterrichtet hatte und auch so benotet hatte, da hatte ich wirklich absolut kein Interesse bei diesen "Prüfungen" mitzureiten.

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