DAS Pferd

Einklappen
X
 
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • Laska
    antwortet
    Ich denken auch dass es DAS Pferd öfter mal im Leben gibt. Meine erste Stute die ich als DAS Pferd bezeichnen würde war Winnie v. Windesi xx aus einer Dilettant-Mutter. Dunkelbraun mit weissem Stern und einem weissen Ballen. Ich war 11 als ich sie bekam, sie war 3. Sie jung und gerade angeritten ich noch Reitanfänger. Keine gute Kombination wenn man es genau betrachtet und doch hat es funktioniert. Sie war sehr sehr misstrauisch als ich sie bekam und ich habe mehr Stunden in ihrer Box sitzend verbracht als Stunden die ich sie geritten habe. Wir sind aber zusammengewachsen...über Jugendreiterprüfung, Reitabzeichen, A-Dressur und Springen bis hin zum Springen Klasse M. Sie hat mich durch alles getragen, lange Ausritte, Turniere, ohne Sattel auf der Wiese....sie ging in Rente mit 17, wegen eines Sehnenschadens und eines erst spät bekannt gewordenen Herzfehlers. Im Alter von 31 Jahren ging sie über die Regenbogenbrücke...und doch hängen immer noch ihre Bilder in meinem Haus und sie wird immer in meinem Herzen bleiben. Das Einzige was sie mir nicht geben konnte war ein Fohlen, obwohl ich es mir so gewünscht hatte. Leider ist sie trotz mehrerer Versuche nicht tragend geworden....aber man kann ja nicht alles haben. Sie war ein wunderbares Pferd und ich bin froh dass sie fast ihr ganzes Leben bei mir bzw. später bei meinen Eltern verbringen durfte.

    Mein zweites Pferd was ich als DAS Pferd bezeichnen würde war Phaedra, eine kleine (157 cm) Dunkelbraune von ParadoxII – Don Juan. Ich fand sie als sie 2 war und nicht zu verkaufen (ihre Halbschwester war inseriert). Der Züchter aber gab sie trotzdem her – nicht zuletzt weil mein damaliger Ehemann eine mehr oder weniger horrende Summe für sie bot. Sie war 5 als ich sie anritt und nie zeigte sie sich anders als lernwillig, gutmütig, brav. Sie hatte nicht Winnie’s Klasse und Vermögen, aber da ich auf Grund meines ersten Kindes meine Turnierbesuche eh aufgegeben hatte störte das nicht wirklich. Sie ging mit nach Irland als ich aus Deutschland wegging – und musste dort bleiben als meine Ehe zerbrach, ich nach
    Deutschland zurückkehrte und ich mir nicht leisten konnte neben 3 kleinen Kindern noch ein Pferd mit durchzubringen. Ich hoffe sie hat/hatte ein schönes Leben.

    Mein derzeitiges „DAS Pferd“ ist eine 4-jaehrige Vollblüterin, die mich auf den ersten Blick fesselte als ich sie im Internet fand. Auf einer privaten Tierschutzseite hier in UK war sie inseriert, mehr tot als lebendig, gerade vom Händler aufgekauft, der sie nach einer erfolglosen Rennkarriere und Niederbruch auf der Bahn im Winter geschoren auf der Koppel lies und nicht fütterte. 22. Februar letzten Jahres kam sie zu mir, konnte nicht allein aufstehen wenn sie sich niedergelegt hatte, war zu schwach um zu laufen. Sie hatte als knapp dreijährige ein Gewicht von 340 Kilo...alle Rippen und Rückenwirbel waren sichtbar, die Tierärzte gaben ihr keine Chance. Annia aka Precious aber strafte alle Personen die nicht an sie glaubten Lügen. Nachdem wir sie 5x hochheben mussten (vom 22. Februar bis eine Woche vor Ostern 2010) kam sie am Karfreitag letzten Jahres zum ersten Mal allein auf die Füsse – und ich stand vor ihrer Box und heulte (so wie auch jetzt gerade als ich niederschreibe wie es ihr ging). Sie ist wieder gesund – die eine oder andere kleine Baustelle hat Precious schon noch, aber verglichen mit dem was sie durchgemacht hat ist sie nun pumperlgesund. Warum ist sie DAS Pferd für mich? Ich liebe sie, vielleicht mehr als ich je ein Pferd geliebt habe. Was macht sie so besonders? Sie ist eine Kämpferin. Sie ist ein ein-Mann (bzw ein-Frau) Pferd. Willig, sensibel, verrückt, verschmust, zickig, bemüht zu gefallen und sie hat so viel Charme – und sie ist bildschön (ich muss mal Bilder hochladen, auch wie sie ausgesehen hat als ich sie fand). Vor ein paar Wochen habe ich mit ihrem Training begonnen und sie macht sich sehr gut. Muss noch viel lernen aber das kriegen wir schon, sie ist ja noch jung. Ich hoffe dass ich irgendwann ein Stutfohlen aus ihr haben kann – und dass dieses Stutfohlen ihr nicht nur äusserlich, sondern auch charakterlich gleichkommt.

    Schöner Thread – danke für’s Einstellen und für die Idee

    Einen Kommentar schreiben:


  • Gast
    Ein Gast antwortete
    Ich habe und hatte mein DAS Pferd.

    Mona war überhaupt DAS Pferd für mich... Im Jahr 2000 hatte ich meine erste RB durch einen schlimmen Unfall verloren, 2 Jahre später waren wir auf der Suche nach einem "neuen" Pferd... Und da stand sie da, diese kleine braune unglaublich nervöse Stute, dünn und mit kurz geschorener Mähne, sie stand da und scharrte aufgeregt mit den Hufen. Als ich sie antrabte war es sofort um mich geschehen, ich wusste DIE oder keine... war sie doch meiner Lady so ähnlich. Leider musste ich sie im Februar 2010 wie ihre Vorgängerin ganz plötzlich gehen lassen, durch einen Glatteis Sturz brach sie sich das Bein und ich musste sie schweren Herzens einschläfern. Wir hatten wunderschöne Jahre, wir haben uns blind vertraut und allerhand quatsch veranstaltet. Mit ihr konnte ich wirklich alles machen, mit Halfter und langem Strick über endlos grüne Wiesen galoppieren, auf Turnieren gewinnen, einfach alles...dieses Vertrauen war unendlich
    Sie machte mir das größte Geschenk das sie mir hätte machen können - sie schenkte mir 2008 mein lang ersehntes Wunschfohlen - Chalira, ihre lebendige Erinnerung und seit ihrer Geburt natürlich DAS Pferd überhaupt. Es waren so unglaublich schöne Monate mit den beiden zusammen und Chalira diese Verbindung zwischen uns ist wirklich etwas ganz besonderers! Chalira hat bei mir den absoluten Sonderstatus und ich würde für sie mein letztes Hemd geben.

    Einen Kommentar schreiben:


  • Amasia
    antwortet
    mensch sind das alles schöne geschichten die ihr mit eurem DAS Pferd erlebt habe, da kommen einem echt tränen :-(, aber ich finde es erstaunlich, wieviele doch IHR pferd haben, irgendwie beneide ich euch, das viele von euch auch wieder bei einem anderen Pferd sagen könnt, DAS ist DAS Pferd, ich kann das irgendwie bei carina nicht, ich hänge noch zu sehr an meiner Amasia und kann auch jetzt nach fast drei jahren noch kein anders pferd richtig in mein herz lassen.......sie fehlt mir so sehr, aber auf der anderen seite kann ja carina auch nichts dafür, das sie so anders ist wie ihre oma...... *traurigbin*

    Einen Kommentar schreiben:


  • Terk
    antwortet
    Das Pferd gibt es mehrmals, da bin ich mir sicher.

    Mein Erster war DAS Pferd, mein Großer, mein Lehrmeister, mein Held, soviel Freundscahft wie da gewacshen war, so viel Vertrauen das war Wahnsinn. Dabei war er durchaus teilweise schwierig, sehr selbstbewußt und wußte immer wieviel Kraft er hatte. Aber so mit einem soclhen Pferd zusammen zu wachsen, das es alles für einen tut. ER war meinerstes Pferd und für mich der Beste, ihn 2009 gehen zu lassen mit nur 14 Jahren tat so weh.

    Tja und dann ging man trotzdem suchen, aber viele fühlten sich komisch an, beim Anzeige schauen, bei allem kein Klick, es waren halt Pferde. Man verglich und es wären nur Lückenfüller gewesen, allerdings hätten sie die Lücke nie füllen können.

    doch dann fand mein Mann das Pferd, ich wollte ihn erst nicht mal ansehen, 1. Besichtigung auf der Koppel, nettes Pferd, okay nächster Termin reiten. ER kam dort an schaute eine Woche später forne aus der Hängertür und da war das BAMM! Da wußte ich der ist es, der wo ich zu dem Zeitpunkt nicht dachte ist es der Richtige, nee es war als würde der Große sagen, der ist mein Nachfolger der braucht Dich.

    Tja also kam Junior und viele verstanden nicht was ich mit ihm möchte, warum ich kein sofort Losreitpferd gekauft habe. Weil es sich bei ihm halt richtig anfühlte. Es gab lange Zeiten und viele Phasen wo ich dachte ich schaffe es nicht, wo ich mich für zu schlecht hielt ihn auszubilden, wo mir dese blinde Verbundenheit wie zum Großen fehlte. Tja heute 1,5 Jahre später weiß ich alles ist richtig, wir musste natürliche zusammen wacshen, aber das Vertrauen was ich mir bis jetzt langsam von ihm verdient und erarbeitet habe dankt er mir 1000 Mal.
    Also war er wohl von Anfang an auch wieder DAS PFERD, nur manchmal konnte ich es nicht sehen.

    Einen Kommentar schreiben:


  • angel36
    antwortet
    Ich habe DAS PFERD selbst gezogen... um mich war es damals geschehen, als ich nach dem Anruf aus dem Stall "das Fohlen ist da!" hinraste, in die Box ging und der kleine Mann auf mich zuwackelte...

    Ich hab zu ihm ein Verhältnis und ein Vertrauen wie zu keinem anderen Pferd (auch nicht zu seiner Mutter, die ich immerhin jetzt auch bald 16Jahre habe). Auch beim Reiten ist er mein DAS PFERD. Im Umgang sowieso ein Schatz.

    Er ist jetzt sieben Jahre alt und ich hoffe auf viele schöne Jahre.

    Einen Kommentar schreiben:


  • Aimee
    antwortet
    Ich habe Gott-sei-Dank noch DAS Pferd. Als ich ihre tragende Mutter kennengelernt habe wußte ich das Fohlen wird mein Pferd. Und jeden morgen bin ich an der Abfohlbox vorbei wenn ich zur Arbeit gekommen bin und eines Tages war sie morgens da. Eine kunterbunte Fuchsstute schob ihr Näschen durch die Gitterstäbe und sagte mir HALLO....Mittlerweile ist sie 14 und manchmal habe ich auf der Grund der anderen Pferde etwas wenig Zeit für sie und das ist für sie auch manchmal sehr furchtbar. Sie kann schon so manchesmal richtig eifersüchtig dreinschauen oder benehmen...

    Einen Kommentar schreiben:


  • Llewella
    antwortet
    Meine Trakehner Füchsin - die ist für mich DAS Pferd. So was passiert einem einmal im Leben, denk ich mir immer.. Aber vielleicht kommt ihr ja mal ein Fohlen gleich...

    Einen Kommentar schreiben:


  • newbie
    antwortet
    Mein erstes DAS PFERD besitze ich nun seit genau 17 Jahren. Ich war 9 Jahre alt (in wenigen Monaten sollte ich 10 werden) und als ich 5 Jahre alt war versprachen mir meine Eltern (endlich), dass ich mit 10 ein Pferd bekommen würde. Mit 4 durfte ich endlich mit dem Voltigieren beginnen und immer mal wieder durfte ich an geführten Ausritten oder auch 2 Mal an Reiterferien teilnehmen.
    Dann habe ich mit der Pferdesuche natürlich rechtzeitig begonnen - ich wollte das Pferd ja pünktlich zum Geburtstag bekommen.
    Also durchblätterte ich jede Woche die Sperrmüll, als dann ein Stallbesitzer und Hobbyhändler von Pferden aus Tschechien 2 sich gut anhörende Pferde (nicht zu jung, brav und nicht zu teuer) anbot der außerdem noch nur 10km entfernt war. Meine Mutter rief an und am nächsten Tag besichtigten wir.
    Und der kräftige, 155cm große Fuchs ohne Papiere, geschätzt auf 10 Jahre begeisterte mich sofort.
    Ich hatte ja überhaupt keine Pferdeerfahrung und wie schön die Gänge mancher Pferde sein konnten wusste ich nicht, von Anlehnung etc. hatte ich keine Ahnung. Aber einfach nur sein Blick und wie toll es war auf ihm nur mit Trense, ohne Sattel in der kleinen Halle Schritt zu reiten und einfach wie er war, machte mich süchtig.
    Dem anderen ausgeschriebenen Pferd würdigte ich keinen Blick mehr. Und auch dazu sich am nächsten Tag noch woanders eine brave Haffistute anzuschauen musste ich schwer überredet werden.

    Für mich stand noch am nächsten Tag fest: Den knubbeligen Fuchs mit der großen, breiten Blesse und der gewellten Mähne oder keinen.
    Wir einigten uns darauf, dass er bis zu meinem Geburtstag dort stehen bleiben würde und ich jeden 2. Tag Reitunterricht von einer Reitlehrerin vor Ort auf ihm bekam, so dass ich dann ein paar Monate später ohne dass meine Eltern Angst haben müssen mit ihm ins Gelände kann.

    ... ein wenig anders kam es aber, mir machte der Unterricht so viel Spaß, dass die Reitlehrerin auch später noch mir auf einer Wiese auf dem Bauernhof unterricht gab und ich 1 Jahr später meine ersten Reiterwettbewerbe, dann Spring-Reiter-Wettbewerbe startete und dann sogar mein kleines Reitabzeichen machte.
    Mein Fuchs konnte eigentlich nichts Dressurmäßiges, war in der Tschechei nur im Gelände geritten worden und gefahren worden.

    Aber er lernte das alles ganz willig mit mir zusammen ... und natürlich mit meiner Reitlehrerin.

    Er ist einfach etwas ganz Besonderes. Er war nie ein begabtes Pferd und hat aber durch seinen guten Charakter vieles wett gemacht. Er ist immer über alles gesprungen, obwohl er das nie mit jemanden der richtig reiten konnte gelernt hatte.
    Er hat so perfekt auf meine Stimme gehört, ich habe ihn als Handpferd mitgenommen in jeder Gangart. Und manchmal war er richtig frech, so dass er einmal im Frühjahr beim alleine aus dem Hänger rückwärts laufen bevor ich seinen Strick greifen konnte auf die nächste grüne Koppel lief ... und jedes Mal bevor ich ihn fassen konnte trabte er wieder ein paar Meter weiter ... er wurde nicht hektisch, galloppierte nicht davon, zeigte mir einfach, dass er doch am längeren Hebel sitzt und nur aus reiner Güte mir immer alles recht macht.

    Er steht schon sein ganzes Leben lang im gleichen Stall und im Sommer auf von uns gepachteten Wiesen ganz nah an unserem Haus.
    Und auch wenn er in den Sprunggelenken Spat hat, so dass man ihn seit 5 Jahren überhaupt nicht mehr reiten kann, so sieht man ihm die Lebensfreude noch an, er spielt und steigt noch mit den anderen, galoppiert und bockt und freut sich immer, wenn er doch mal wieder mit in die Reithalle darf um sich dort zu wälzen und herumzutoben.


    Weil ich aber einmal auch ein unverbrauchtes Pferd haben wollte, bei dem nichts versäumt wurde und dem von Anfang an nur das Beste geboten wurde, kaufte ich im Januar vor 8 Jahren mein jetziges DAS PFERD - er war Absetzer und ich kenne ihn seit der Geburt.
    Im ersten Jahr war ich doch etwas skeptisch, ob er vom "zwischen-mensch-pferdlichen" ein Ersatz für mein Füchschen sein kann, aber nach und nach hat sich unsere Beziehung immer mehr verstärkt, so dass ich ihn problemlos einreiten konnte, er immer vertrauensvoll überall hinläuft wo ich möchte (auch wenn er fast vor Anst zittert und sein kleines Herzchen tief in die Hose gerutscht ist) und er einfach immer super anständig ist und mir alles nur recht machen möchte.
    Er ist vom Charakter her ganz ganz anders - mein Fuchs ist der Fels in der Brandung und mein "Kleiner" ein "nervöser Duckmäuserich".
    Aber ebenso liebenswert wie mein Alter und auf eine ganz andere Weise lustig und frech. Eben auf eine feinere und zartere Art.

    Einen Kommentar schreiben:


  • perigeux
    antwortet
    Ich besitze DAS Pferd jetzt gerade
    Ich hatte vorher schon 2 Pferde, die auch auch wirklich gerne hatte. Aber mit diesem ist es einfach anders...
    Als ich sie kaufte, sagten alle: oh, ein Fuchs, und mit großem Kopf, naja
    Heute sagen die Leute: ach, so eins hätte ich auch gern
    Beim ausprobieren war es schon irgendwie anders als mit anderen Pferden
    Das ist jetzt 13 Jahre her, und ich würde sie immer wieder kaufen

    Einen Kommentar schreiben:


  • Mondnacht
    antwortet
    Ich suche gerade wieder DAS Pferd.

    Bei meinem ersten Pferd habe ich es in dem Moment gewusst, als ich den Stall betrat und er aus der Box guckte. Das andere Pferde rittiger waren war mir dann egal.

    Man merkt es einfach, ob es DAS Pferd ist oder nicht.

    Einen Kommentar schreiben:


  • Sentano S
    antwortet
    Ich hatte DAS PFERD: SENTANO, meine Liebe!

    Einen Kommentar schreiben:


  • Tambo
    antwortet
    Mein erstes Pferd, von dem ich sagen würde, das ist DAS Pferd war selbstgezogen. Der Nachkomme eines Dressurhengstes und einer ziemlich steifen älteren Stute stellte sich als Springkracher heraus, der mich Springschisser sicher über jeden Sprung, auch im Gelände getragen hat. Dressur mochte er nicht besonders, wenn er vorher einen Hüpfer machen durfte war er besser gelaunt dabei.

    Inzwischen ist er auf der großen Weide und ich dachte, so wird das nie wieder. Dann bin ich zum Reiturlaub nach Portugal gefahren, nicht das erste mal und ein kleiner brauner Hengst, der auch noch zufällig zum Verkauf dort stand, hat mir sehr gut gefallen. Jetzt steht er in Deutschland und ist immer noch DAS Pferd.....

    Rittig, cool, lieb, kein bisschen hengstig, deshalb bleibt er auch komplett. Und toll sieht er auch noch aus. Mein Traumpferd und es gehört auch noch mir.

    Einen Kommentar schreiben:


  • Bantu
    antwortet
    Schöner Thread.

    Zitat von Suomi Beitrag anzeigen
    Ich habe in meinem Leben bis jetzt 3 Pferde besessen. Und alle waren DAS Pferd.
    Genauso ist es bei mir.

    Mein erstes DAS PFERD war mein Pflegepferd aus Teenie-Zeiten, den ich im Alter von 25 Jahren übernommen habe, als er in die Wurst sollte. Das war ein brauner Wallach vom alten Schlag, Abstammung dubios, entweder Holländer (Papiere, die nicht zu ihm passten) oder DDR-Zucht (Vor-vor-Besitzer hatte DDR-Papiere zu diesem Pferd, die dann aber verschwunden sind). Ich hab ihn dann aus Boxenhaltung in Offenstallhaltung umgestellt und er ist nochmal aufgeblüht. Mit 27einhalb musste ich ihn leider wegen Darmverschlingung einschläfern lassen.

    Mein zweites DAS PFERD ist mein inzwischen 19jähriger Traberwallach, mit dem man alles machen kann, aber nichts richtig Er ist schwierig, heißblütig, vermischt tausend Gangarten, ist aber grundehrlich. Bei ihm denke ich auch, ich kann seine Gedanken lesen und er meine. Ich hoffe, ich werde ihn noch viele Jahre haben.

    Mein drittes DAS PFERD ist meine dreijährige Oldenburgerstute, das erste Pferd, das ich nach konkreten Vorgaben ausgesucht habe (dunkel, ohne Abzeichen, Dressurveranlagung, rittig). Gekauft habe ich sie allerdings weil sie so schöne Augen hat und selbstsicher und aufgeweckt ist. Sie soll ein "gehobenes Freizeitpferd" werden. Ich bin mir sicher, das wird sie werden
    Zuletzt geändert von Bantu; 11.04.2011, 21:11.

    Einen Kommentar schreiben:


  • Tanja22
    antwortet
    Oh man Leute, bei der Einen und Anderen Geschichte habe ich nun echt Pipi in den Augen (und die Nase läuft).....
    Kompliment, sehr schön geschrieben und ich finde, man liest dieses bestimmte Gefühl aus Euren Geschichten heraus.

    Mein DAS PFERD, hatte ich erst als Reitbeteiligung, gerade mit der Ausbildung in HH fertig, vom Kollegen.
    Er war 11, Friesenmix, gerade mit Sehne lahm.
    Sylvester im Aufenthaltsraum (Bereitschaftspolizei) fragte er:" Willst ihn haben? 1000,-DM."
    Obwohl nicht der absolute Funke übergesprungen war, und auch nicht mein Traumpferd, dazu lahm habe ich ihn gekauft.
    Letztendlich habe ich ihn fast 5 Jahre in HH gehabt, was ein teures Pflaster für die Pferdehaltung ist (hat mich fast finanziell ruiniert), mich mit meinen Eltern angelegt, die TA Rechnungen abgestottert und eine wunderschöne Zeit mit ihm gehabt.
    Besonders toll war es, wenn er mich im Wald "geparkt" hatte, weil er lieber mit den kleinen vorbeikommenden Shettys mitgehen wollte, der schwarze Riese mit dem ängstlichen Herzen...
    Hier zu Hause hat er unseren kleinen Pensionsstall begründet und er war länger an meiner Seite als jeder Freund und noch auch bis jetzt mein Mann.
    Nach 15 Jahren (fast 26 Jahre alt) lag er auf der Weide und kam nicht mehr hoch.
    Ich habe ihm seine Äpfel und Bananen gegeben und mein Mann hat ihn in meinem Beisein auf die immer grüne Wiese geschickt. Er hatte keine Angst und ich fand es trotz aller Trauer, dass das für uns Beide ein Geschenk war.

    Ich habe mir bewußt, als Gastou Anfang 20 war, einen Jährling gekauft. Mir war klar, ist er ersteinmal weg finde ich dieses Zusammengehören, dieses Hinsetzen in den Sattel und PAßT!! nicht so schnell.
    Dadurch konnte ich mit dem Kleinen auch wachsen und langsam kommen wir jetzt auf die Ebene, die ich mit meinem Alten hatte.

    Einen Kommentar schreiben:


  • Calippo
    antwortet
    Mein DAS PFERD hat mich schon als Fohlen gefunden! Als völlig unbeteiligte Zuschauerin (Hilfsheinzi für meine Bekannte, die ebenfalls ein Fohlen vorstellen wollte) stand ich am Ring, als eine weitere Stute mit Fohlen heringeführt wurde. Und der kleine Sohn tänzelte mit herein und blieb genau vor mir stehen und schaute mich an, so nach dem Motto: Na wie wär's mit uns? In dem Moment hatte ich auch so eine Art Vision und sah ihn als erwachsenes Pferd vor mir.
    Langer Rede, kurzer Sinn - das Fohlen ging mir nicht aus dem Sinn, obwohl ich nie, nie, nie ein Fohlen haben wollte. Ich hatte weder Ahnung von Fohlen noch konnte ich eine optimale Aufzucht bieten. Mit 5 Monaten wechselte er zu mir in den Stall und wir haben uns noch nie gestritten (er ist jetzt 16 Jahre alt). Ich hatte schon mehrere Pferde (darunter auch ein paar Mal den GRIFF INS KLO, vielleicht auch ein schönes Thema), aber so eine Harmonie hatte ich mit noch keinem Pony. Für andere ist er bloß ein dickes Wald- und Wiesen-Mixpferd mit jeder Menge Mängeln, aber ich habe mir geschworen, dass zumindest er bei mir bleibt, bis es Zeit ist zu gehen, und sollte ich dafür auch noch 2 Nebenjobs annehmen müssen.

    Manchmal habe ich sogar das Gefühl, als könnte ich seine "Gedanken" lesen bzw. umgekehrt. Ich bin schon nachts wach geworden mit dem Gefühl, dass irgend etwas mit ihm ist und tatsächlich waren die Pferde aus ihrer Koppel ausgebrochen und waren im Begriff auf die Straße zu laufen. Das fand ich dann schon fast wieder gruselig!

    Einen Kommentar schreiben:


  • Suomi
    antwortet
    Ich habe in meinem Leben bis jetzt 3 Pferde besessen. Und alle waren DAS Pferd. Obwohl völlig verschieden. Nummer eins war ein Bosiaken Wallach - als wir ihn kauften, da war ich knappe 11 Jahre alt. Und eigentlich hab' ich ihn nur genommen weil ich Angst hatte, dass es sich meine Eltern doch noch anders überlegen und ich kein Pferd bekomme wenn wir jetzt keins kaufen. Aber es war ein guter Kauf, wie sich rausstellte... ein gutmütiges Pferdchen, beim reiten zwar temperamentvoll, aber im Umgang ein Lamm. Er hat nie geschnappt, nie getreten und es machte ihm nichts aus, wenn meine Schwester und 3 Cousins um ihn rumturnten, während ich ihn putzte. Papiere hatte er keine - aber er war sicher 35 Jahre alt als ich ihn vor ein paar Jahren einschläfern lassen musste.

    In Pferd Nummer 2 habe ich mich vom Fleck weg verliebt. Eigentlich war ich schon fast überzeugt ein Pferd gefunden zu haben, das ich kaufen wollte...weiss der Teufel, was mich geritten hat auf die Verkaufsannonce hin anzurufen und noch ein Pferd anzusehen. Dazu noch einen gerade angerittenen 3-Jährigen, wo ich doch ein mindestens 5-Jähriges Pferd suchte. Ich kann mich noch genau an das Gefühl erinnern, als ich beim Züchter im grossen Paddock stand, das Pferd blickte mich vorsichtig abwartend an und kam dann langsam auf mich zu und schnüffelte an meinem Pulli.

    Pferd Nummer 3 hab ich auf einem grossen Gestüt entdeckt, bei einem Sonntagsausflug. Eigentlich wollte ich nur ein bisschen wandern und nebenher Pferde gucken. Ich streichelte ihn durchs Boxengitter, und er konnte nicht genug davon bekommen. Paar Wochen später....wieder dasselbe Spiel. Das Pedigree und das ganze Pferd fand ich absolut ansprechend. Aber ich wollte eigentlich erst in 2 oder 3 Jahren ein junges Pferd kaufen, denn ich hatte noch ein Pferd das voll reitbar war. Als er im Lot für die Frühjahrsauktion war, wusste ich: entweder - oder. Es kostete mich 4 Wochen lang schlaflose Nächte - und erst am Tag vor der Auktion wusste ich, dass ich hingehen würde. Und bekam glücklicherweise den Zuschlag.

    3 Pferde - 3 verschiedene Geschichte. Und jedes Pferd ist für mich DAS Pferd - auf seine Weise. Man kann die Pferde nicht miteinander vergleichen, so verschieden wie sie alle sind. Ich bin froh, dass ich immer DAS Pferd gefunden habe, bevor ich das vorherige gehen lassen musste. Mit der Erinnerung an das vorherige Pferd im Hinterkopf stelle ich es mir viel schwieriger vor ein neues Traumpferd zu finden. Jedes meiner Pferde hatte seine ganz persönlichen Macken und Vorzüge, das ist es, was sie so einzigartig macht. Achja... und verkaufen würde ich nie eins von meinen Pferden, das könnte ich nicht...sie gehören zur Familie, zu meinem Leben dazu. Ich denke, das ist der Vorteil, wenn man kein Turnierreiter ist, der unbedingt eine bestimmte Leistung anstrebt. Wenn ich irgendwann einmal mit meinem Jungpferd Turniere reite, dann nur zum Spass und weil ich stolz auf mein Pferd bin. Nicht weil ich den Ehrgeiz habe, unbedingt etwas erreichen zu müssen.

    Einen Kommentar schreiben:


  • Sportschecke
    antwortet
    Ich hatte auch das Glück, DAS PFERD (MEIN PFERD) finden zu dürfen. Es war Liebe auf den ersten Blick. Ein sehr außergewöhnlich gezeichnetes, nervenstarkes und dazu noch reinerbiges Braunscheckstutfohlen mit breiter Blesse und Springgenen der Extraklasse. Es war wirklich "Liebe auf den ersten Blick" - und ist es heute noch. Ich habe noch nie ein innigeres Vertrauensverhältnis zu einem Pferd gehabt. Das Stütchen lebt seither in meiner bunten Herde, ich hab sie selbst angeritten - ein Traum. It´s Nanook ist inzwischen 7 Jahre alt, hat letztes Jahr ihr 2. Fohlen bekommen. Sie bringt mich immer wieder zum Schwärmen, gibt mir Trost und scheint jedes Wort zu verstehen. Ich glaube, sowas gibt es nur einmal im Leben. Ihre 1. Tochter (vom Gesicht her die Mama nochmal) habe ich behalten. Sie ist mein "Glücksfohlen" und erinnert mich von Tag zu Tag mehr an ihre Mutter.

    LG Sportschecke
    www.sportschecken.de

    Einen Kommentar schreiben:


  • dissens
    antwortet
    Jupp, hatte ich auch.
    Hab den Buben kennengelernt, als ich einen Vereinskollegen nach fünf Jahren Reitpause Ende der 80er gefragt hab, ob er nicht ein Pflegepferd für mich hat. Hatte er.
    Ein Riesenross (1,74 oder so) wo ich doch vormals an zierliche Araber gewöhnt war, ein stangengeiler S-Springer, wo ich doch alles über Kavaletti-Höhe sorgsam umreite , ein echtes Männerpferd, auf Kraft geritten, das im Gelände ordentlich gepullt hat, wo ich doch eher schmales Weib bin und war ...
    ... aber das ehrlichste, zuverlässigste, freundlichste und gutmütigste Pferd, das ich je kennenlernen durfte.

    Nach wenigen Jahren kam er ganz zu mir (statt in die Wurst - Verletzung) und blieb da auch, bis wir ihn Ende des letzten Sommers 30jährig einschläfern lassen mussten.

    (Und er bleibt auch weiterhin im Avatar - auch wenn er auf dem Bild schon sehr alt und viel zu dünn war.)

    Einen Kommentar schreiben:


  • Amasia
    antwortet
    oh ja diese gefühl kenn ich zu gut, ich hatte DAS Pferd bis 2008 und dann musste ich sie leider im alter von 29 jahren gehen lassen, seit her habe ich probleme, andere pferde richtig an mich ran zulassen, ihre enkelin z.b. ist so ganz anders als sie, ab und an seh ich sie in ihr, aber dann ist sie weider so zickig und schwer zu reiten, das ich oft denke ich höre ganz auf so wie mit meiner amasia wird es eh nie wieder werden. wir waren fast 25 jahre zusammen ich bin mit ihr aufgewachsen, sie war wie meine freundin und ich habe ihr alles erzählt, ich musst nur dran denken das wir galoppieren wollen und schon hat sie angaloppiert, sie kam sofort auf zuruf und schmuste stundenlang mir einem. bei kinder oder kleinen babytieren war sie immer sehr vorsichtig, hat nie ausgeschlagen und war eine ganz tolle mutter.....
    oft vergleiche ich carina mit ihr und leider kommt carina dabei nicht gut weg, ich kann mich einfach nicht auf sie einlassen, ich vermisse das ausreiten am langen zügel und nichts dabei zu denken, keine angst zu haben, wenn sie mal einen satz gelassen hat, sie war immer kontrollierbar und nie so ungstüm und anstrengend zu reiten wie ihre enkelin......

    ich habe eine geflochtene mähnensträhne bei mir in einem buch wo die ganzen aufzeichnungen über die pferde sind, die mich mein ganze leben schon begleitet haben, aber so ein pferd wie sie hatte ich noch nie und werde es auch nie wieder haben, an sie kam nur ihre tochter anastasia ran, die nach langem kampf auch sehr anhänglich war, aber doch nie so wie meine geliebte amasia.

    Einen Kommentar schreiben:


  • Simonne
    Ein Gast antwortete
    Ich kann mich meine Vorrednern voll und ganz anschliessen. Ich habe auch DAS Pferd im Stall seit nunmehr 6 Jahren. 3 jährig gesehen, raufgestiegen, 3 Tritte Schritt geritten und zum Verkäufer gesagt, DIE oder keine. Ich habe es noch nie bereut, auch wenn wir in der Ausbildung ab und zu auch geteilter Meinung sind, eine wahre Freundschaft eben, da muss man nicht immer einig sein. Für mich fühlt sich diese Beziehung an wie eine tiefe Freundschaft, die ohne grosse Worte funktioniert. Wir passen gegenseitig auf uns auf. Es herrscht auf beiden Seiten grosses Vertrauen. Wenn ich beruflich reisen muss und für einige Tage nicht da bin, frisst sie nicht, da ist nichts zu machen. Wenn ich dann zurück komme, stürmt sie wiehernd über die Wiese und fängt sofort an zu mampfen. Ich bin für jeden Tag dankbar, den ich mit diesem wunderbaren Geschöpf verbringen kann. Ich glaube nicht, dass ich so ein Glück nochmals erleben darf und ich hoffe inbrünstig, dass diese wunderbare Stute mindestens 30 Jahre alt wird und wir zusammen unser Renterdasein unter den Obstbäumen geniessen dürfen.

    Ich reite auch noch andere Pferde aus unserer Zucht. Am Anfang hatte ich sehr viel Mühe, nicht jeden mit meiner Stute zu vergleichen. Nun bin ich aber soweit, dass ich bei jedem das Positive sehen kann. Es ist nicht fair, ein Pferd mit einem solch perfekt passenden zu vergleichen. Alle anderen haben dann keine reele Chance und haben aber doch eine verdient.

    Einen Kommentar schreiben:

Andere Threads aus dieser Foren-Kategorie:

Einklappen

Themen Statistiken Letzter Beitrag
Erstellt von max-und-moritz, 04.07.2026, 19:04
16 Antworten
777 Hits
0 Likes
Letzter Beitrag Nickelo
von Nickelo
 
Erstellt von juno, 11.04.2020, 11:46
19 Antworten
8.404 Hits
0 Likes
Letzter Beitrag Nickelo
von Nickelo
 
Erstellt von Peanut, 28.09.2026, 20:21
14 Antworten
586 Hits
0 Likes
Letzter Beitrag Suomi
von Suomi
 
Erstellt von Firebird, 14.04.2020, 16:27
26 Antworten
1.415 Hits
0 Likes
Letzter Beitrag Rigoletto
von Rigoletto
 
Erstellt von Paradox4life, 07.01.2020, 19:17
61 Antworten
8.702 Hits
0 Likes
Letzter Beitrag Nickelo
von Nickelo
 
Lädt...