DAS Pferd

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  • KK1
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    So, ich würd ja gern ein Foto von meinem Helden hochladen, ich hoff doch, das es jetzt funktioniert hat

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  • Aragon5
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    Hallöchen was für schöne Geschichten- sagt mal kennt ihr auch Männer mit solchen Wendy Geschichten? Wobei mein Trainer sagt "sein" Pferd (im übrigen verwandt mit meinem kleinen Racker) hätte auch ihn ausgesucht, wäre nie auf der Koppel geblieben alleine sondern übern Zaun gehüpft, um dann in der Stallgasse zu stehen und nach ihm zu suchen. Und er hat sich nie wirklich gut von wem anders reiten lassen, Udo Lange soll wohl mal über das Pferd gesagt haben "Mr 100.000 Volt- da kannste wieder haben" :-) er sagt , er hätte dem Pferd sehr viel zu verdanken.Ach und dann gibt es das Lotte Buch von einem Kinderautor der die Lotte gerettet hat vorm Pferdemetzger obwohl ernicht reitet bis heute nicht. Das ist so eine schöne geschichte, mir ist is heute in Erinnerung geblieben " Decke runter von der Lotte, Lotte musste weg und Decke drauf aufs Neue Pferd- da frgate ich mich ob die arme lotte so rasiert wie sie war nicht friert beim Händler?!" Und genau so isses ja ne Gebrauchsgegenstände.
    Und wie ist es jetzt mit dem Eric Lamaze? Der hatte seinen Hickstead wohl auch echt gerne.
    Ja und "mein" Pferd - tja ich glaube da gibt es mehrere im Leben. Angefangen hat es eben mit einem Schulpferd "Achat", den mochte irgendwie keiner weil der so schwierig war. Was habe ich meinem Vater in den Ohren gelegen dass er mir dieses Pferd kauft, alles Taschengeld wurde in "Achi" gesteckt genau wie bei Laetitia, stundenlanges Putzen und Grasen natürlich inklusive. Wir hatten damls einen sehr netten Reitlehrer der sich sehr um seine Pferdchen bemüht hat. Leider musste der dann damals gehen und es kam eine Reitlehrerin , die die Pferde in null komma nix runtergewirtschaftet hat. Reitstunden um 13.00 Uhr mittags bei 30 Grad im Schatten, vorsichtige Anfragen von besorgten Eltern wg der armen Pferde "Ich bin hier nicht für das Wohl der Pferde verantwortlich sondern dass die Kasse stimmt!" Ich habe das nie vergessen und hasse diese Frau, ja hasse sie, bis zum heutigen Tag. Der arme Achi fristete da ewig sein Schulpferde dasein, und zu meinem Dad hat sie gesagt als er ihn mir endlich kaufen wollte "den lasse ich laufen bis er umfällt und dann können Sie ihn ausgestopft in den Garten stellen". Der war darüber so sauer, dass er sich geweigert hat da irgendwas zu kaufen. Jahre später habe ich eine Freundin gehabt, die versucht hat das Pferd rauszukaufen für ihren Stall und auch da hat sich die Reitlehrerin geweigert. Letzendlich hat ihn Gott sei Dank dann alt und krank eine Reitschülerin bekommen, die hat ihn wieder aufgepäppelt. ich habe ihn nach jahren wieder gesehen und er war schon ganz grau ums Maul und ist wohl happy geworden.Lsutigerweise hat aber ansonsten die Schulpferdemafia fast alle ihre Pferde gerettet, den einen Schimmel vom Schlachttransport von der Rampe runter weil sie zusammengelegt haben. Diese dumme Ziege von Reitlehrerin hat dann noch einige zeit ihr Unwesen betrieben und gott sei dank das handtuch irgendwann geworfen. Und die ausgleichende Gerechtigkeit- Ihren ersten Mann hat ihr ne Stewardess weggeschnappt und ihren zweiten Mann eine Reitschülerin :-)
    Das zweite "PFERD" war dann meine Stute, die auch ein sehr taruriges Dasein fristete als Boxenpferd und ausrangiertes Kinderspielzeug. Als erstes haben sich alle "Profis" im näheren Umkreis unseres reiterlichen Niemandsland dran versucht und das Pferd versucht "an größere Aufgaben heranzuführen". Hat natürlich nicht geklappt mit vorne ziehen hinten hauen und Schlauzügel druff. Viel zu blütig. Bildschön wie sie war und sehr gut als junges Pferd für BuCHa qualifiziert, wurde sie an ein Kind reicher Eltern verkauft die sie einfach irgendwann im Stall vergessen hat. dieser Stall war noch nichtmal ein Stall mit Koppeln, könnt ihr euch sowas vorstellen? Die hat 5 Jahre lang nur Boxenwände gesehen, zT wochenlang die Box nicht verlassen oder nur laufen gelassen., nix zu fressen bekommen weil sonst zu fett, Chips geschlagen an den Wänden. Ich habe über 60 Pferde angeschaut, war 10.000 km gefahren um daheim bei meinen Eltern sie laufen zu sehen mit Löchern an der Seite von den Sporen , lauter Striemen im Fell. Der damalige Züchter hatte die Stute "errettet" und wollte sie wieder ins Laufen bringen, nur war der schon etwas älter und konnte sich nur mit den Sporen festhalten. Und ich wusste "die oder keine" (so heisst ihre Tochter übrigens ;-)) Als sie das erste Mal auf der Koppel wieder stand , wusste sie nicht was sie machen sollte und hat sich immer wieder umgeschaut "was soll ich denn jetzt machen?!", war völlig verstört das arme Tier. Da war sogar der echt abgehärtete Stallbesitzer mit Pipi in den Augen dagestanden und hat sich gefragt wie man so ein liebes und schönes Tier so schlagen konnte.
    Diese Stute hat sich immer für mich den "a.." abgesprungen, war immer ein Hinkucker, sobald sie die Klingel gehört hat , hat die sich tiefer gelegt und grad das kein Feuer aus den Nüstern kam und los gings, festhalten und steuern und je höher desto gut und dabei eine Manier wie aus dem Bilderbuch- wie eine Boing sag ich euch. Da war regelmäßig Stille bei den Zuschauern, wenn die da war.
    Joah und jetzt bekommt sie schöne Kinderchen und ist happy ;-) und ich vergnüge mich mit den anderen Tierchen von uns, von denen jeder für sich was besonderes ist. Und die Reitlehrerin von damals hasse ich bis heute!!
    LG

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  • KK1
    antwortet
    Mäuschens und meine gemeinsame Geschischte könnte so anfangen: Mein Traumpferd sah ganz anders aus :-)

    Mein erstes DAS Pferd war vollkommen ungeplant. Da ich noch zur Schule ging und mein Dad, wann immer die Frage nach einem eigenen Pferd aufkam, stehts dazu nur zu sagen hatte : "Nö, wenn Du ein eigenes willst, dann mach das auch selbst", von daher kam ein eigenes Pferd absolut nicht in Frage.
    Dann kam mein Mäuschen zu uns in den Stall. Ein bunter Fuchswallach, eigentlich wollte ich niemals einen Fuchs haben :-), alter Schlag mit Fesselbehang, der sonst nur bei einem Friesen zu bestaunen ist, Stock ca 1,73 und gute 650 kg, ein richtiger Mausi halt:-) Ich kam in den Stall, sah mein Mäuschen und es war um mich geschehen. Meinen Sebastian Mausezahn wollte ich unbedingt und unter allen Umständen haben, koste es was wolle.
    So kam es dazu, dass ich in die Abendschule wechselte, unter Tags in der Fabrik schichten ging und mein Mäuschen quasi leaste.
    Mitunter musste ich mir öfter selbst in den Hintern treten, denn arbeiten, Schule und ein eigenes Pferd waren oft schon ein bisschen viel.
    Und doch würde ich es heute ganz genau gleich machen, denn ich möchte keine einzige Sekunde mit meinem großartigen Freund vermissen.
    Meinem Mäuschchen konnte ich einfach blind vertrauen, er nahm so manchen Blödsinn in Kauf, den ich mit ihm anstellte und schüttelte über meine Unwissenheit nur wohlwollend den Kopf. Mit ihm konnte ich nur mit Stallhalfter und Strick ausgerüstet, ausreiten gehen, Kreuzchen springen oder fliegende reiten. In 14 wunderschönen gemeinsamen Jahren hat er mich nur zweimal verloren und das war meine eigene Schuld.
    Vor vier Jahren wurde es dann an der Zeit, das er wirklich nur mehr gelegentlich spazieren reiten wollte. Um ihm eine Pferdegerechte Pension zu ermöglichen besichtigte ich mehrere Offenställe und entschloß mich dann für einen, mir in allen Punkten entsprechenden Offenstall. Der Besitzerin kündigte ich mein Mäuschen als liebes Lämmchen an, der wirklich keinen Blödsinn mehr anstellte.
    Was soll ich sagen, bei unserer Ankunft schepperte Mausi erstmal so gegen den Hänger, das dieser beinahe auseinanderbrach, schleifte mich aus dem Hänger und über den Hof, schüttelte mich ab und galoppierte wie ein Wilder kreuz und quer über die Wiesen. Hach sah er wunderschön aus!!!!!!!! Die Stallbesitzerin lachte nur und meinte, für 20 hat der aber noch ordentlich Pfeffer im A... Ich lachte mit und freute mich über mein pfefferiges Mäuschen. Er ließ sich auch brav einsammeln und benahm sich dann vorbildlich.
    Hatte er mich mal wieder an der Nase herumgeführt und mir deutlich gezeigt, ich hab hier die Hosen an :-)
    Das Kapitel Offenstall beendeten wir ganz schnell wieder, den meinem Bub behagte es nicht, in einer Herde zu wohnen, keinen eigenen Trog zu haben und ständig laufen zu müssen.
    Also zog er wieder in seine gewohnte Box mit täglichem Auslauf und blieb da, bis zum letzten Sommer, in dem unser gemeinsamer Weg endete. Ich vermisse ihn sehr und bin dankbar für die vielen schönen Jahre, die wir gemeinsam hatten. Er hat mir viel beigebracht und mir noch mehr verziehen. Mein großartiger und liebster Freund, er wird für immer in meinem Herzen bleiben.

    Vor zwei Jahren kam ich zu meinem neuen DAS Pferd. Wieder vollkommen anders als geplant :-)
    Als abzusehen war, das mein Mäuschen nicht mehr ewig bei mir bleiben konnte, machte ich mich auf die Suche nach einem zweiten Pferd, um einfach noch ein bisschen was zum liebhaben an meiner Seite zu haben. Denn ich fürchtete mich sehr vor dem Tag, an dem mein Mäuschen nicht mehr sein würde. Über ein halbes Jahr zog ich durch die Lande und fand einfach kein passendes Pferd. Dann hatten meine Freundinnen im Stall die Idee, verursacht durch unseren Dressurtrainer, doch die Münchner Hengsttage zu besuchen. Wir fuhren also am Donnerstag, bei Eis und Schneechaos nach München. Ich sah Alvaro und für mich stand sofort fest, der oder keiner. Da meine Freundin auch den Fuchs Ihrer Träume dort enteckt hatte, wurde einstimmig beschloßen, das wir am Samstag zur Auktion wieder nach München aufbrechen würden, um unser Glück zumindest zu versuchen. Der Körsieger ging dann um unfassbar viel Geld weg und ich sah meine Chancen schwinden, als dann meine Freundin Ihren Favoriten ersteigern konnte, wollte ich schon fast nachhause fahren, weil ich mir dachte, soviel Glück kann ich einfach nicht haben. Als dann mein hübscher Bub herein schwebte, nahm ich meine Umwelt eigentlich gar nicht mehr wahr. Als das Hämmerchen zum dritten Mal fiel, rauschte mir das Blut in den Ohren und man musste beinah einen Arzt rufen, um mich zu beatmen. Als mein normaler Herzschlag wieder einsetzte, begriff ich erst, das ich es wirklich und wahrhaftig geschafft hatte. Da stand ich nun mit meinem 3 Jährigen Hengst und war bis über beide Ohren verliebt :-) Ungeplant auch deshalb, weil ich bei der langen Suche nach meinem DAS Pferd eigentlich nach einem 5 bis 6 jährigen gesucht hatte, der schon ein bisschen was konnte. Monate lang predigte ich, das ich niemals und unter keinen Umständen ein Pferd kaufen würde, das ich nicht nur mehrmals geritten hatte, sondern auch im Umgang getestet hätte. Nun ja, oft kommt es eben ganz anders als man denkt :-)
    Mein Kleiner wird nun bald fünf und wir haben uns wunderbar zusammen gerauft, keinen Tag habe ich es bereut einen rohen Hengst ersteigert zu haben.
    Mit meinen beiden Lotto 6er hatte und hab ich riesen großes Glück

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  • Telmalein
    antwortet
    Hallo was für ein schöner Thread,

    ich kannte auch einst mein Pferd, das war ein Iren Wallach- der leider nicht mein Pferd geworden ist.
    Dieses Pferd war unglaublich dominant und wir haben ganz schön gekämpft, aber nach einiger Zeit hat er alles für mich getan. Er hat mich nie im Stich gelassen und ich hatte das Gefühl, wenn ich über eine Brücke springen will dann macht er das für mich. Er hat Lektionen im Handumdrehen gelernt. Unterm Reiter war er fast schön.
    Leider konnte ich ihn damals nciht übernehmen aber dieses blinde Vertrauen, dieses Eins Sein mit dem Pferd, dieses Seelenpferd wie ich es mal nennen würde, das hab ich nie wieder so gehabt.
    LG

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  • Annemarie
    Ein Gast antwortete
    Meinem "Das Pferd" trauere ich seit etlichen Jahren hinterher. Es war meine Festivana, die Tochter meiner geliebten Farina. In ihren letzten Stunden habe ich sie den Ärzten und Pflegern in der Klinik überlassen, bereue jetzt noch nicht bei ihr gewesen zu sein.

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  • Tiger
    antwortet
    Laetitia habe ich mit Copine begleitet auf ihrem letzten Wege, zusammen mit ihrer Gefährtin, es war Angelina, einer ebenso alten braunen Stute, es war schlimm!
    DAS Pferd habe ich nun wieder in meiner Emma nach 12 Jahren, sie kam zu mir, ich habe sie nicht gesucht...
    Zuletzt geändert von Tiger; 24.01.2012, 23:39.

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  • bonnie1993
    antwortet
    Ich hab DAS Pferd Sonntag kennengelernt, aber sie bleibt wohl DAS Pferd und nicht DAS MEIN Pferd... =/
    Aber falls jemand das absolute Traumpferd sucht, ich bin ernsthaft verliebt. Die Stute spukt seit Sonntag in meinem Kopf rum, gegen ihr wirken alle Pferde die ich je geliebt habe auf einmal ganz anders. Ich hab sie ganz zufällig gesehen, sie hat mich sofort um den Finger gewickelt und das obwohl ich eigentlich bekennender Wallach-Fan bin. Sie ist total verschmust, 4 Jahre alt und wunderschön. Am liebsten würde ich sofort zu ihr fahren und jede freie Sekunde mit ihr verbringen. Ich glaube sie hat direkt gespürt wie sehr ich sie mag, sie kam direkt auf mich zu, hat ihren Kopf auf meine Schulter gelegt und mit mir geschmust. Nach so einem Pferd hab ich mich immer gesehnt...

    Naja, meine Eltern würden mich schon für den Gedanken enterben und mal ehrlich, ich kann ihr nichts bieten. Sie steht schon seit einem Jahr zum Verkauf und niemand will sie haben, weil sie für einen reinrassigen Oldenburger zu klein ist und deshalb nicht zum Springen auf höherem Niveau geeignet. Und die Freizeitreiter die sie gesehen haben sind der Meinung, das sei Verschwendung sie zu einem Buschpferd zu missbrauchen. Die steht jetzt schon seit einem Jahr fast nur im Stall, nur eine Bekannte vom momentanen Besitzer reitet die hin und wieder. Auch wenn ich sie dann wohl nie wiedersehen würde und die Hoffnung, dass sie immernoch für mich zur Verfügung steht wenn ich sie mir leisten könnte damit platzen würde, hoffe ich, dass sie bald einen tollen Besitzer findet, denn sonst landet sie wohl früher oder später beim Schlachter oder verkommt total... =(

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  • Balou
    antwortet
    Auch ich finde dieses Thema sehr schön c:

    Und ich denke auch, dass ich schon das Glück hatte mein *DAS Pferd* gefunden zu haben.
    Vor ca. 3 Jahren war es endlich soweit -ich durfte endlich mein langersehntes erstes Pferd haben! Die Auswahl welches war nun natürlich doch recht schwer. Geprägt von meiner RB wollte ich unbedingt einen Schimmel haben, der 5-8 Jahre alt sein sollte und eine Stute musste es sein. Also los ging's -auf zu den ersten Pferden. Aber auch nach dem 5. Pferd war das Richtige einfach noch nicht dabei. Dann bekam meine Reitlehrerin einen Anruf von einem alten Freund, der ihr riet doch mal bei einem bestimmten Hof anzurufen, weil es da einen Wallach gäbe, der *wie Butter* in der Hand ist und sonst auch ganz toll. Also rief sie da an und es stellte sich heraus, dass auch noch eine Stute zum Verkauf angeboten wurde. Diese Stute sollte *Balou* heißen, 5 Jahre alt sein und ca. 1,70m groß. Also fuhren wir hin und verfuhren uns natürlich gleich erstmal, trotz Navi ;D
    Dort angekommen war es wirklich ein toller Hof, aber irgendwie stand ich vor der falschen Box, denn ich stand vor einer 3-jährigen *Ballerina*, die nicht so sonderlich groß war.^^ Und dann auch noch im Winterfell -ein absoluter Teddy also! c: Aber sie war soooo verschmust, da konnte man einfach nur stundenlang davor stehen und knuddeln Nachdem ich sie dann beim Freispringen gesehen hatte, wusste ich eigentlich schon, dass sie es ist wenn sie jetzt nicht noch irgendeine Macke hat. Und obwohl sie unter dem Reiter noch nicht wirklich galloppieren wollte, wusste ich -DAS ist meine!
    Und ich bereue nichts bis jetzt, auch wenn Madame sehr eigenwillig ist und wir noch so das ein oder andere Problem haben, bzw. eigentlich nur eins -ein Verladeproblem -.- , ist mir eigentlich jetzt schon klar, dass sie irgendwann mal in meinem Garten steht mit grauen Ohren und ich meinen Kindern erzählen kann, dass ich jetzt doch noch meinen Schimmel statt meinen Rappen bekomme, weil Balouchen grau wird ;p

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  • Bobbala
    antwortet
    Oja ... das Gefühl kenn ich
    und auch ich habe DAS Pferd nicht gesucht ... es hat mich gefunden

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  • Suomi
    antwortet
    Weiter vorne in diesem Thread habe ich geschrieben, daß ich drei Mal DAS Pferd habe, bzw. hatte. Allerdings hatten Pferde 1 & 2 jeweils ihre kleinen Eigenheiten/ Macken - die sie liebenswert machen und nicht weiter schlimm sind.

    Denn eigentlich gibt es das perfekte Pferd nicht. Oder vielleicht doch? Pferd Nr 3 habe ich seit etwas über 1,5 Jahren. Gekauft habe ich ihn, weil er einfach DAS Pferd war. Klar, ein junges Pferd braucht Erziehung, muß lernen, man kann nicht erwarten daß immer alles sofort klappt.

    Mittlerweile ist er erwachsener und selbstsicherer und souveräner geworden, die jugendlichen Aufmüpfigkeiten verschwinden langsam, und immer mehr gewinne ich den Eindruck, daß er in ein, zwei Jahren einfach PERFEKT sein wird. Ich kann an diesem Pferd einfach keinen Makel entdecken.

    Er ist im Umgang sanftmütig, ehrlich bis auf die Knochen, intelligent, hat ein ausgeglichenes Temperament ist aber trotzdem gehfreudig, will alles recht machen, starke Nerven, keinerlei Unarten, überdurchschnittliche, schwungvolle GGA, schöner Körperbau, nettes Köpfchen... ich wüßte nicht, was an ihm noch besser sein könnte.

    Pferd Nr 1 & 2 waren beide DAS Pferd. Aber ich glaube, Nr 3 ist einfach ein Traumpferd. Fast zu schön um wahr zu sein. Und ich glaube so ein Pferd, das hat man nur ein Mal im Leben! Und ich freue mich jeden Tag aufs Neue auf ihn.

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  • Terk
    antwortet
    Die Geschichte ist schön geschrieben, emotional auch gut nachvollziehbar.

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  • CarminaBurana
    Ein Gast antwortete
    Ich besitze momentan mein DAS Pferd.
    Mit 17 verließ ich schweren Herzens meine alte Reitbeteiligung und suchte
    eine neue.
    Fündig wurde ich in einem kleineren Stall etwas außerhalb unserer Stadt.
    Meine Reitbeteiligung stand mit einer kleinen Stute mit Ponykopf auf dem Paddock, und ich weiß
    noch, dass ich dachte "So eine willst du auch mal haben".
    Circa 1 Jahr später, ich ritt immernoch den großen Brauen, rief mich die Besitzerin der Stute an und sagte :"Ich muss mein Pferd aus privaten Gründen verkaufen, ich glaube, du könntest gut zur ihr passen".
    Natürlich hatte ich schon seit Ewigkeiten versucht meine Eltern zu überreden, mir ein eigenes Pferd zu kaufen, jedoch immer ohne Erfolg.
    An dem Tag des Anrufes aber, war der Gedanke dieses Pferd zu besitzen nicht mehr aus meinem Kopf zu bekommen.
    Ich rechnete, machte Finanzpläne, listete Vor und Nachteile auf, machte eine Power Point Präsentation und meine Eltern konnten mir nicht mehr widerstehen und willigten ein. Meine geliebte Oma kaufte mir als vorzeitiges Geburtstagsgeschenk meine Carmina.
    Am Tag der Ankaufsuntersuchung, wurde kleinere Mängel festgestellt, jedoch hätte ich das Pferd auch gekauft, wenn es 5 Beine und 3 Ohren gehabt hätte.
    Erst im Nachhinein stellte sich heraus, dass wir beide doch ziemliche Anfänger waren und nicht wirklich wussten, wie der eine dem anderen etwas beibringen sollte.

    3 Monate nach dem Kauf kam es zu unserem ersteb bitteren Erlebnis. Meine Stute lahmte während der Aufwärmphase. Ihr Fohlen war gerade abgesetzt worden, sie noch nicht im Training und mein großer Ehrgeiz überforderte Sie und mich.
    In der Klinik die Diagnose: Gleichbeinveränderungen, höchtens Gelände keine Turniere.
    Für mich brach eine Welt zusammen, ich habe nur geweint, war ich doch in dem Zwiespalt ziwschen meinem Turnierreiterlichen Ehrgeiz und der Liebe zu meinem Pferd.
    Mein Vater war es schließlich ,der mich dazu überredete, erst mal abzuwarten und dann eine Entscheidung zu treffen.
    Dank meiner Reitlehrerin und langjährigen Freundin und Ratgeberin, konnte ich meinen übermäßigen Ehrgeiz in den Griff bekommen und wir erarbeiteten uns ein solides E/A Niveau.

    Dann stand das erste Turnier an, für sie das erste und für uns das erste in dieser Kombination.
    Es war eine E-Dressur, die wir mit 7,5 für uns entscheiden konnten.
    Ich war noch nie so glücklich in meinem Leben.

    Leider hielt diese Phase nicht lange an, durch Ehrgeiz getrieben trainierte ich weiter und härter, auch zum Leiden meiner Stute.
    Irgendwann ging dann gar nichts mehr, ich sass nur noch heulend auf meiner Stute und wollte sie verkaufen.
    Als ich jedoch merkte, dass Interessenten anriefen, entschloss ich ein für alle Male : Nein, ich verkaufe sie nicht und arbeite mit ganzen Herzblut an uns.

    Es war ein schwieriger Weg, langsam mussten wir uns wieder annähern, ich meine Wutanfälle in den Griff bekommen, die reiterlichen Fehler ausbügeln- Ganz von Vorne beginnnen.
    Aber es wurde. Wir waren erfolgreich in A und L Dressuren.
    Im Gelände trägt sie mich über Stock und Stein, am langen Zügel im vollen Galopp über die Wiesen.

    Ich glaube sie versteht mich, und auch wenn sie es nicht immer so zeigt, ich weiß ,dass sie mich gerne hat.
    Sie ist ein tolles Pferd geworden, und ihre Zusammengehörigkeit zu mir zeigt sie immer wieder, wenn eine Freundin als Urlaubsvertretung reitet und nichts funktioniert. Doch wir sind eins. Wir kennen unsere Knöpfchen.

    Dieses Jahr sind wir zum Hengst gefahren. Als ich sie nach 4 Wochen abholte, erkannte sie mich sofort. Sie wieherte zum ersten Mal in ihrem Leben nach mir.
    Ich hoffe, dasss sie mir 2012 den Wunsch nach einem Fohlen erfüllt, damit irgendwann der Gedanke erträglicher sein wird, dass auch ihr Leben leider ein Ende hat.

    Wenn ich an meine Stute denke, denke ich an mein Leben, denn Sie ist neben meiner Familie der einnehmenste Teil davon.

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  • gata
    antwortet
    Zu diesem Wendy-Thema kann ich auch was beitragen:
    Mein erstes DAS PFERD lernte ich zu einem Zeitpunkt kennen, als ich eigentlich überhaupt kein weiteres Pferd brauchte. Ein junger Hengst ungeritten, direkt vom Gestüt. Es war der unvernünftigste Pferdekauf meines Lebens und der beste. Ihm zuliebe bin ich von Westernreiten (was ihm nicht lag) auf Dressurreiten umgestiegen und habe mich mit ihm zusammen bis auf M Niveau hochgearbeitet. Nun ist er 22 und immer noch bei mir. Dressurmäßig lassen wirs inzwischen etwas ruhiger angehen. Aber im Gelände ist er immer noch frisch und munter und gelegentlich eine Lektion zu reiten hält ihn im Hallentraining bei Laune.

    Mein 2. DAS Pferd ist selbst gezogen und mittlerweile 5. Als ich das erste Mal drauf saß, wars wie zu Hause angekommen sein. Da wusste ich: Sie und keine andere wird die Nachfolgerin für meinen Alten. Obwohl ich meine anderen Zuchtprodukte auch mag, ist es bei kenem so wie bei ihr - eben dieses DAS Pferd -Gefühl.

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  • lula
    antwortet
    Was ein Wendy-Thread

    DAS Pferd tauchte auf, als ich gerade mein erstes Pferd gekauft hatte. DIe gekaufte Stute war ein Vernunftpferd. Sie war artig, hat eine ordentliche SLP mit 2x einer 10 im Springen,.. artig, angenehmes Gefühl am Sprung,... halt ein Vernunftpferd. ER war alles andere: griffig, klapperdürre, immer gnadenlos vorwärts, öfter mal gestiegen,... schon S gegangen, enorm Vornehme Abstammung,...rießig,...auch noch ein Schimmel,..alles gräßlich soweit. Er sollte trotz seines schlcheten Zustandes für viel Geld verkafut werden,... Der Bereiter meinte spaßeshalber, der wäre was für mich. Er selber wollte das PFerd nicht mehr reiten, da es ihn steigenderweise an der Hausmauer abgescheurt hatte. Das war übrigens seine Spezialität: Reiter an Hausmauern und LKWs oder Bäumen abzuscheuern.

    Die doofe kleine Lula wusste davon nix, sie hatte ja gerade erst wieder angefangen zu reiten. (als Kind heimlich in den Ferien geritten und Abzeichen gemacht, also herrlich doof und unerfahren). Um die ganze Wendygeschichte nicht allzu sehr in die Länge zu ziehen: Das "wertvolle" Tier wurde von mehreren Regional- und einer Nationalgröße ausprobiert. Wirklich niemand wollte dieses Viech,... Ausser der dummen Kuh die keine Ahnung hatte. Merkwürdigerweise lief der Schimmel unter ihr einigermaßen kulitviert, er versuchte zumindest nie sie irgendwo abzuscheuern,...

    Der große Schimmel wurde für 1 € an die große Blonde verkauft. Die päppelte ihn, lernte auf ihm etwas reiten und ging Springen bis L damit. Der Schimmel wurde seitdem öfter mal "Parcoursgott" genannt. Es war offensichtlich, dass die Blondine da oben drauf nur Beifahrer war. Leider gab es einen Befund, den ich nicht wegzaubern konnte, deshalb steht der Parocursgott auf der Rentnerwiese und zeigt sich charmant wie eh und je,....

    Mittlerweile reite ich meistens unsere Dressurstute. Auch ein etwas spezielles Pferd. Wir waren schon des Öfteren Zeitschnellste in der Dressur, oder wurden aufgefordert das Viereck doch bitte wieder zu verlassen.Sie wurde nie richtig im Springen ausgebildet. Meisterte bei einem Lehrgang bei Karsten Huck immerhin kleine E und A Parcoure, trotz mir im Sattel. Vielleicht wird das Fohlen ja ein Parcoursgott?

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  • cleopatras magic
    antwortet
    Zitat von copine001 Beitrag anzeigen
    Eure tollen Geschichten machen froh und auch ein wenig traurig und inspirieren! Ich krame ein wenig in Erinnerungen.. und da ist sie wieder vor meinem geistigen Auge, meine Schöne, erst gefürchtet, fast verabscheut und später heiss geliebt!

    Am Anfang meiner Geschichte steht die Aussage "Och, braune Stuten sind doch langweilig, braune Stuten gibt's wie Sand am Meer. Niemals will ich eine braune Stute haben!"

    Doch .. sie fanden mich, insgesamt 2 braune Stuten wurden für mich zu DEM Pferd!

    Die erste, Laetitia, habe ich nie besessen, denn sie war ein Lehrpferd im Reitverein. Allerdings mußte sie selber erst einmal etwas lernen, denn sie konnte -4jährig aus Polen nach der Osterweiterung Europas billig eingekauft- nichts ausser einen Sattel und eine Trense und evtl. noch ein Fahrgeschirr tragen. Mit reiterlichen Hilfen war sie völlig überfordert und so setzte sie regelmäßig ihre Reitschüler in den Sand, war nervös, schreckhaft und konnte richtig gut bocken. Vom Wesen her war sie aber eher sanft, hatte braune, ruhige Augen und im Umgang machte sie ihrem Namen Laetitia = die Fröhlichkeit wieder Ehre. Nur im Unterricht... naja, siehe oben.

    Als ich einmal Laetitia zugeteilt bekam... es waren Osterferien, ich war 14 und durfte ausnahmsweise täglich zum Verein , schmiss sie mich achtkantig in den Dreck, nachdem sie mich vorher beim Satteln zärtlich beknabbert hat und mich bereitwillig aufsitzen ließ (sie war sehr groß für mich Gartenzwerg mit 1,75m Stck.) und ich fühlte mich wohl auf ihr, bis zur Rodeoeinlage. Nunja, ich hatte lediglich versucht, anzugaloppieren, da flippte sie aus. Meinen geprellten Hintern massierend, stieg ich nach ein paar Minuten wieder auf und ließ sie für den Rest der Stunde einfach nur Schritt gehen. Das kannte sie, da blieb sie ruhig.
    Am nächsten Tag fragte ich den RL, ob ich sie als Pflegepferd haben durfte. Er nickte "sei aber vorsichtig mit ihr, sie ist ja noch jung!" Niemand sonst kümmerte sich um sie, außerhalb des "Pflicht-Putzens" vor den Reitstunden und Ausmisten vom Stallmeister. Da viele sie nicht reiten wollten, blieb sie öfter mal im Stall stehen und war natürlich am Tag drauf noch ungestümer, warf wieder jemanden ab und wurde noch unbeliebter . Dies sollte nun erstmal anders werden. Ich adoptierte also Laetitia, ließ mir von Privatpferdebesitzern das korrekte Longieren beibringen und bat um die Erlaubnis, während der Ferien morgens die "neue Braune, die immer alle abwirft", mal an die Longe nehmen zu dürfen. Ich bekam grünes Licht (zwar mit Stirnrunzeln vom Vorstand "was soll das denn bringen? Ist doch nur ein Schulpferd! ) und legte los. Morgens um sieben, weil da die Halle noch frei war.
    Oh, die Longe kannte sie schon. Polnische Pferde werden oft zuerst eingefahren, diese Ausbildung beginnt auch mit Longenarbeit. Wenn auch im Schnellverfahren. Aber immerhin.
    Mir fiel auf, dass sie ängstlich wurde, wenn sie galoppieren sollte, auch an der Longe, man war wohl nicht zimperlich mit ihr umgegangen. Die Peitsche fürchtete sie, sobald sie angehoben wurde. Ich ließ sie eine Weile nur behutsam traben und benutzte Schnalzen als treibende Hilfe, und siehe da, sie beruhigte sich und ließ sogar nach den Ferien mal den Hals fallen.
    Meine Leidenschaft für Pferdeausbildungs-Lehrbücher kannte keine Grenzen mehr. Mangels Internet verschlang ich Bücher, die sich mit dem Thema beschäftigten. Fragte dem RL Löcher in den Bauch. Der Schulstall-interne Wettbewerb um das gepflegeste Schulpferd mit der ordentlichsten Box war im vollen Gange, wir Schulpferdepfleger wurden eine regelrechte Lobby im Verein, die immer ernster zu nehmen wurde. Taschengeld wurde in schicke Schabracken, schöne Stirnbänder, gute und bequeme Gamaschen und perfektes Putzzeug investiert. Reitschüler, die "unsere Pferde" zugeteilt bekamen, wurden genauestens instruiert, was sie damit machen durften und was nicht. Laetitia hatte panische Angst vor der Gerte, also nahm ich so manchem seine "Bewaffnung" vor der Stunde mit mißbilligendem Blick ab. "Brauchst du nicht, die geht genug vorwärts".
    Durch unser Engagement für die Schulpferde durften wir auch mal umsonst im Unterricht mitreiten, wenn die Pferde nicht benötigt wurden. Mittlerweile waren es Sommerferien - wo sonst war ich zu finden, wenn nicht bei Laetitia? Mittlerweile galoppierte sie brav an der Longe auf Doppelschnalzen an und dies übertrug ich auch in den Sattel. Sie begriff, dass Reiten nichts Böses bedeutete und wurde auch durch die regelmäßige Bewegung sicherer in allem und das Buckeln kam nur noch selten vor. Sie bestach durch butterweiche Gänge, baute Muskeln an den richtigen Stellen auf und wurde auch immer beliebter bei den Schülern, weil sie auch ohne Hilfszügel gut ging. Jedoch bestand ich meist auf die Verwendung eines Martingals.
    Auf die Frage meiner Familie, was ich mir zu Weihnachten/zum Geburtstag/sonstwie wünschte, gab es von mir immer nur dieselbe Antwort "Nichts... außer Laetitia." Und immer bekam ich zu hören "aber das geht nicht. Wir können uns kein Pferd leisten. Was das alles kostet! Die Reitstunden sind ja schon so teuer! Das ist eben nur ein Sport für reiche Leute!"
    Und jedesmal ging ich der aufkommenden Diskussion um diese Dinge aus dem Weg, indem ich mich aufs Rad schwang und den restlichen Tag bei Laetitia verbrachte: Sie grasen lassen, putzen, fragen, ob sie schon Stunde gegangen war und ggf. longieren.
    In punkto Aussehen stand sie und auch die anderen Lehrpferde den Privatpferden in nichts mehr nach. Die Schulpferdepflegerclique setzte im Vorstand eine eigene Koppel für unsere Schützlinge durch, die mit Feuereifer eingezäunt wurde (es gab nur begrenzte Weideflächen und man kam uns immer mit der Unfallgefahr). Wir bewachten "unser" Stück Weideland, dass nur keiner sein Privatpferd dort hinstellte. So ging die Zeit ins Land, wir revolutionierten die Schulpferdehaltung im Verein und fanden sogar Nachahmer in den Nachbarställen mit Schulbetrieb.
    Im weiteren Verlauf von Laetitia's Schulpferdedasein entdeckte man ihre ausgesprochene Leidenschaft fürs Springen. Außer den Wochenenden gab es für sie kaum noch einen Tag, wo sie nicht im Unterricht eingesetzt wurde. Samstags waren immer die Springstunden, wo sie vermehrt Anhänger fand und immer mehr gefordert wurde. Meine Longe verstaubte langsam im Spind, auch ich traute mich auf ihrem Rücken über ein paar kleine Sprünge bis hin zum DRA IV.
    Leider kam es, wie es kommen musste: Sie ging immer mehr Stunden am Tag, quasi riss man sich darum, Laetitia reiten zu dürfen! Diese Entwicklung ging über mehrere Jahre, aber konstant, inzwischen war sie 9 Jahre alt und hatte ein Pensum über drei Stunden Unterricht am Tag, samstags 1-2 Springstunden und sonntags im Sommer noch ins Gelände (dort war sie die Ruhe selbst). Mit Sorge beobachtete ich ihr linkes Vorderbein, wo sie öfter ein wenig "tickte". Es schwoll nichts an, es wurde nichts heiss, aber sie lahmte. Dann blieb sie drei Tage aus dem Unterricht raus, bekam eine Spritze vom TA und Pulver (EQUI). Mit der Zeit immer öfter und der TA beschloss, sie zu röntgen.
    Der Schulbetrieb boomte zu der Zeit, alle Pferde waren ständig im Einsatz. Wir kämpften für Neuzugänge, um die älteren Pferde zu entlasten und den Einsatz auf 2 Stunden täglich zu begrenzen. Ein weiteres Pferd wurde also angeschafft, leider wuchs auch die Zahl der Reitschüler, so dass es bei den 3 Stunden blieb, manchmal auch vier.
    Dann kam das Ergebnis der Röntgenuntersuchung:
    Hufrolle.
    Das Todesurteil für Laetitia.
    Ich weinte und flehte und brüllte zuhause meine Leute an, nichts half. Nach harten Verhandlungen mit dem Vorstand durfte sie noch einen Sommer auf der Weide verbringen und im Herbst geschah das für mich Unfassbare...
    Ich begleitete sie zum Schlachter und übergab ihm mit ihren Dienst versagenden Knien den Strick. Ihr letzter Blick vor dem Knall begleitet mich bis heute.
    Nie werde ich dich vergessen, meine Schöne - Laetitia, der Name, der "die Freude, die Fröhlichkeit" bedeutet.
    traurig deine geschichte - nur der gedanke daran das DU es ihr "leichter" gemacht hast kann dich trösten...

    unsere tochter hat auch so eine " überbleibsel " vom RV, aber mit positiven ausgang, er steht daheim und erfreut sich seines lebens, geht kleine tunriere und hat eine entwicklung durchgemacht da wackeln einen die ohren... nur die ehmen. besitzer vom RV sehen dieses gaaanz aaanders...

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  • merlino
    antwortet
    Ich möchte zu diesem Thema auch kurz was schreiben da ich gerade auf Pferdesuche bin.

    Bei meinem ersten Pferd hatte ich inkl. ihm 3 Pferde angesehen, ich kam beim Probereiten nicht unbedingt sehr gut mit ihm zurecht, aber ich hab mich total in ihn verguckt und ihn dann mitgenommen.
    Ich habe es nie bereut, egal wie schwierig es phasenweise mit ihm war. Er ist halt wirklich MEIN Pferd den ich um nix in der Welt hergeben könnte.

    Momentan suche ich ein zweites Pferd für mich, mein Mann übernimmt dann die Ausritte mit meinem "Oldie", derzeit müssen wir ihn uns quasi teilen.

    Ich habe mittlerweile sowas zwischen 20 und 30 Pferde angesehen, und ich hatte bisher bei keinem dieses Gefühl DAS ist MEIN Pferd.
    Mittlerweile hab ich mich selber schon so unter Druck gesetzt dass das ja nicht sein kann, gut gemeinte Ratgeber sagen dann auch wieder "jetzt kauf halt endlich einen, kannst ja sowieso nie wissen wie sich das ganze entwickelt, ist ja viel Glück dabei...".

    Unter den Pferden waren ganz nette dabei, mit ausreichend Potential für das was ich reiten will, aber kein einziges bei dem es KLICK gemacht hat.

    Zwischenzeitlich habe ich das ganze auch wieder mal aufgegeben, nicht weitergesucht, weil ich einfach keine Lust mehr hatte, aber ein paar Wochen später gucke ich dann doch immer wieder mal weiter...

    Jetzt steh ich letztens bei einer Züchterin vor dieser Box und komme von dem hübschesten Pferd das ich jemals gesehen habe einfach nicht weg - ein richtiger Charmeur, eine Schmusebacke sondergleichen....

    Ich war eigentlich wegen anderer Pferde dort.
    Zuhause meinte mein Mann ich soll doch nochmal fragen ob der nicht doch verkäuflich sei (wenn er wieder angearbeitet ist - er sollte eigentlich zur Herbstauktion, hatte aber Probleme mit einem Hengstzahn so dass das ins Wasser fiel), obwohl für mich ja klar war dass der nicht in mein Budget passt.

    Soweit so gut, wir waren dann nochmal dort und mein Mann fragt tatsächlich wegen dieses Pferdes.
    Tja, er wäre tatsächlich verkäuflich und liegt aber um einiges über meinem Budget.
    Soviel wollte ich wirklich nicht ausgeben.

    Was jetzt wenn ich ihn mir noch unterm Sattel ansehe und er wär tatsächlich mein Traumpferd?
    Dann steck ich erst in dem Dilemma, ich wollte wirklich nicht soviel für einen 4jährigen ausgeben... die Pferdehaltung ist ja doch ein großes Risiko.

    Wenn der tatsächlich so rittig und unkompliziert ist wie mir geschildert wurde ist der vermutlich trotz des Preises 1-2-3 weg wenn er erstmal angeboten wird... hmm...

    Wieso steck ich immer in solchen Zwickmühlen...

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  • copine001
    antwortet
    In memoriam Laetitia - eine Schulpferdegeschichte

    Eure tollen Geschichten machen froh und auch ein wenig traurig und inspirieren! Ich krame ein wenig in Erinnerungen.. und da ist sie wieder vor meinem geistigen Auge, meine Schöne, erst gefürchtet, fast verabscheut und später heiss geliebt!

    Am Anfang meiner Geschichte steht die Aussage "Och, braune Stuten sind doch langweilig, braune Stuten gibt's wie Sand am Meer. Niemals will ich eine braune Stute haben!"

    Doch .. sie fanden mich, insgesamt 2 braune Stuten wurden für mich zu DEM Pferd!

    Die erste, Laetitia, habe ich nie besessen, denn sie war ein Lehrpferd im Reitverein. Allerdings mußte sie selber erst einmal etwas lernen, denn sie konnte -4jährig aus Polen nach der Osterweiterung Europas billig eingekauft- nichts ausser einen Sattel und eine Trense und evtl. noch ein Fahrgeschirr tragen. Mit reiterlichen Hilfen war sie völlig überfordert und so setzte sie regelmäßig ihre Reitschüler in den Sand, war nervös, schreckhaft und konnte richtig gut bocken. Vom Wesen her war sie aber eher sanft, hatte braune, ruhige Augen und im Umgang machte sie ihrem Namen Laetitia = die Fröhlichkeit wieder Ehre. Nur im Unterricht... naja, siehe oben.

    Als ich einmal Laetitia zugeteilt bekam... es waren Osterferien, ich war 14 und durfte ausnahmsweise täglich zum Verein , schmiss sie mich achtkantig in den Dreck, nachdem sie mich vorher beim Satteln zärtlich beknabbert hat und mich bereitwillig aufsitzen ließ (sie war sehr groß für mich Gartenzwerg mit 1,75m Stck.) und ich fühlte mich wohl auf ihr, bis zur Rodeoeinlage. Nunja, ich hatte lediglich versucht, anzugaloppieren, da flippte sie aus. Meinen geprellten Hintern massierend, stieg ich nach ein paar Minuten wieder auf und ließ sie für den Rest der Stunde einfach nur Schritt gehen. Das kannte sie, da blieb sie ruhig.
    Am nächsten Tag fragte ich den RL, ob ich sie als Pflegepferd haben durfte. Er nickte "sei aber vorsichtig mit ihr, sie ist ja noch jung!" Niemand sonst kümmerte sich um sie, außerhalb des "Pflicht-Putzens" vor den Reitstunden und Ausmisten vom Stallmeister. Da viele sie nicht reiten wollten, blieb sie öfter mal im Stall stehen und war natürlich am Tag drauf noch ungestümer, warf wieder jemanden ab und wurde noch unbeliebter . Dies sollte nun erstmal anders werden. Ich adoptierte also Laetitia, ließ mir von Privatpferdebesitzern das korrekte Longieren beibringen und bat um die Erlaubnis, während der Ferien morgens die "neue Braune, die immer alle abwirft", mal an die Longe nehmen zu dürfen. Ich bekam grünes Licht (zwar mit Stirnrunzeln vom Vorstand "was soll das denn bringen? Ist doch nur ein Schulpferd! ) und legte los. Morgens um sieben, weil da die Halle noch frei war.
    Oh, die Longe kannte sie schon. Polnische Pferde werden oft zuerst eingefahren, diese Ausbildung beginnt auch mit Longenarbeit. Wenn auch im Schnellverfahren. Aber immerhin.
    Mir fiel auf, dass sie ängstlich wurde, wenn sie galoppieren sollte, auch an der Longe, man war wohl nicht zimperlich mit ihr umgegangen. Die Peitsche fürchtete sie, sobald sie angehoben wurde. Ich ließ sie eine Weile nur behutsam traben und benutzte Schnalzen als treibende Hilfe, und siehe da, sie beruhigte sich und ließ sogar nach den Ferien mal den Hals fallen.
    Meine Leidenschaft für Pferdeausbildungs-Lehrbücher kannte keine Grenzen mehr. Mangels Internet verschlang ich Bücher, die sich mit dem Thema beschäftigten. Fragte dem RL Löcher in den Bauch. Der Schulstall-interne Wettbewerb um das gepflegeste Schulpferd mit der ordentlichsten Box war im vollen Gange, wir Schulpferdepfleger wurden eine regelrechte Lobby im Verein, die immer ernster zu nehmen wurde. Taschengeld wurde in schicke Schabracken, schöne Stirnbänder, gute und bequeme Gamaschen und perfektes Putzzeug investiert. Reitschüler, die "unsere Pferde" zugeteilt bekamen, wurden genauestens instruiert, was sie damit machen durften und was nicht. Laetitia hatte panische Angst vor der Gerte, also nahm ich so manchem seine "Bewaffnung" vor der Stunde mit mißbilligendem Blick ab. "Brauchst du nicht, die geht genug vorwärts".
    Durch unser Engagement für die Schulpferde durften wir auch mal umsonst im Unterricht mitreiten, wenn die Pferde nicht benötigt wurden. Mittlerweile waren es Sommerferien - wo sonst war ich zu finden, wenn nicht bei Laetitia? Mittlerweile galoppierte sie brav an der Longe auf Doppelschnalzen an und dies übertrug ich auch in den Sattel. Sie begriff, dass Reiten nichts Böses bedeutete und wurde auch durch die regelmäßige Bewegung sicherer in allem und das Buckeln kam nur noch selten vor. Sie bestach durch butterweiche Gänge, baute Muskeln an den richtigen Stellen auf und wurde auch immer beliebter bei den Schülern, weil sie auch ohne Hilfszügel gut ging. Jedoch bestand ich meist auf die Verwendung eines Martingals.
    Auf die Frage meiner Familie, was ich mir zu Weihnachten/zum Geburtstag/sonstwie wünschte, gab es von mir immer nur dieselbe Antwort "Nichts... außer Laetitia." Und immer bekam ich zu hören "aber das geht nicht. Wir können uns kein Pferd leisten. Was das alles kostet! Die Reitstunden sind ja schon so teuer! Das ist eben nur ein Sport für reiche Leute!"
    Und jedesmal ging ich der aufkommenden Diskussion um diese Dinge aus dem Weg, indem ich mich aufs Rad schwang und den restlichen Tag bei Laetitia verbrachte: Sie grasen lassen, putzen, fragen, ob sie schon Stunde gegangen war und ggf. longieren.
    In punkto Aussehen stand sie und auch die anderen Lehrpferde den Privatpferden in nichts mehr nach. Die Schulpferdepflegerclique setzte im Vorstand eine eigene Koppel für unsere Schützlinge durch, die mit Feuereifer eingezäunt wurde (es gab nur begrenzte Weideflächen und man kam uns immer mit der Unfallgefahr). Wir bewachten "unser" Stück Weideland, dass nur keiner sein Privatpferd dort hinstellte. So ging die Zeit ins Land, wir revolutionierten die Schulpferdehaltung im Verein und fanden sogar Nachahmer in den Nachbarställen mit Schulbetrieb.
    Im weiteren Verlauf von Laetitia's Schulpferdedasein entdeckte man ihre ausgesprochene Leidenschaft fürs Springen. Außer den Wochenenden gab es für sie kaum noch einen Tag, wo sie nicht im Unterricht eingesetzt wurde. Samstags waren immer die Springstunden, wo sie vermehrt Anhänger fand und immer mehr gefordert wurde. Meine Longe verstaubte langsam im Spind, auch ich traute mich auf ihrem Rücken über ein paar kleine Sprünge bis hin zum DRA IV.
    Leider kam es, wie es kommen musste: Sie ging immer mehr Stunden am Tag, quasi riss man sich darum, Laetitia reiten zu dürfen! Diese Entwicklung ging über mehrere Jahre, aber konstant, inzwischen war sie 9 Jahre alt und hatte ein Pensum über drei Stunden Unterricht am Tag, samstags 1-2 Springstunden und sonntags im Sommer noch ins Gelände (dort war sie die Ruhe selbst). Mit Sorge beobachtete ich ihr linkes Vorderbein, wo sie öfter ein wenig "tickte". Es schwoll nichts an, es wurde nichts heiss, aber sie lahmte. Dann blieb sie drei Tage aus dem Unterricht raus, bekam eine Spritze vom TA und Pulver (EQUI). Mit der Zeit immer öfter und der TA beschloss, sie zu röntgen.
    Der Schulbetrieb boomte zu der Zeit, alle Pferde waren ständig im Einsatz. Wir kämpften für Neuzugänge, um die älteren Pferde zu entlasten und den Einsatz auf 2 Stunden täglich zu begrenzen. Ein weiteres Pferd wurde also angeschafft, leider wuchs auch die Zahl der Reitschüler, so dass es bei den 3 Stunden blieb, manchmal auch vier.
    Dann kam das Ergebnis der Röntgenuntersuchung:
    Hufrolle.
    Das Todesurteil für Laetitia.
    Ich weinte und flehte und brüllte zuhause meine Leute an, nichts half. Nach harten Verhandlungen mit dem Vorstand durfte sie noch einen Sommer auf der Weide verbringen und im Herbst geschah das für mich Unfassbare...
    Ich begleitete sie zum Schlachter und übergab ihm mit ihren Dienst versagenden Knien den Strick. Ihr letzter Blick vor dem Knall begleitet mich bis heute.
    Nie werde ich dich vergessen, meine Schöne - Laetitia, der Name, der "die Freude, die Fröhlichkeit" bedeutet.
    Zuletzt geändert von copine001; 24.04.2011, 10:39.

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  • Paradox4life
    antwortet
    So ein Tierchen habe ich auch, sehe das vielleicht nicht ganz so "romantisch", aber es hilft nichts, die verflixten viecher haben ja auch das gewisse etwas...
    Mit ca. 14 Jahren, bereits 170 cm groß und durchaus kräftig im Konochengerüst beschlossen meine Eltern, dass es Zeit sei für mich ein Großpferd zu suchen(Wie Recht sie hatten, armes Pony). Ich wollte: Springpferd > 170 cm > 5 Jahre und am liebsten dunke. Geworden ist es eine gerade angerittene Fuchsstute mit Dressurabstammung und Dackelbeinen, die in ihrem Lebenm die 159 nie geknackt hat. Zum Springen hatte sie keine Lust, aber Dressur das war ihr Ding.... Nur nicht meins... Störte sie aber nicht, meine Eltern auch nicht, also musste das Kind da durch. Durch sie habe ich Spaß an der Dressur gefunden und sie ohne Fremdberitt von E - zu MB Erfolgen geritten. Dann durfte sie in die Zucht, drei Ihrer Töchter habe ich bereits geritten, sind alle genau so wie sie. Und im nächsten Jahr bekomme ich ein Ponyfohlen aus ihr, hoffentlich, die nächste Generation.
    Genial ist immer noch, wenn man am Halfter und zwei Stricken auf der Wiese mit dem alten Hängebauchpferd eine astreine M6 durchreiten kann, und die Tante dabei rumprotzt als wäre sie Totilas. Und das nach 4 Jahren Reitpause...
    Auch wenn wir inzwischen eine ganze Horde Pferde haben, die sicherlich auch mehr Grundqualität haben, die Einstellung habe ich noch nicht wieder erlebt, so etwas als Springer, ich würde glaub ich sonst was geben. Und ich schwörs euch, die Tante wird bei mir alt und grau, schrumpft noch weiter, verhaut weiterhin alle anderen Pferde, bis der dicke Bauch mal auf dem Boden hängt...

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  • Rowi
    antwortet
    Annemarie, schöne Geschichte !

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  • Annemarie
    Ein Gast antwortete
    Dieses Thema sollten wir nicht vergessen! Es ist viel zu interessant!
    Hatte mir 1985 ein Stutfohlen gekauft,aufgezogen,selbst angeritten. Dann hatte ich einige Probleme mit ihr, es lag ganz sicher an mir,weil ich vorher leider nur das wirklich falsche Reiten gelernt hatte, mit Festhalten,Ziehen usw.Irgendwann als sie fünf war,wollte ich sie nicht mehr haben, weil sie nicht "richtig"ging. Ich gab sie damals für 2 Monate zu einem Profireiter, und zum eventuellen Verkauf ,monatlich 1000 DM. Sonntags war dort Stehtag,ausser die Besitzer kamen selbst um das Pferd zu bewegen. Ich also hin, es war Februar,ich wollte nur spazieren reiten.Das war am Inn bei Neuötting,der Inn führte ein "klein" wenig Hochwasser, es gab auch viele Eisplacken,wir also dadurch.
    Als ich dann von meinem Pferd abstieg zitterten mir die Knie. "Du bist so ein wahnsinnig zuverlässiges Pferd,Dich werde ich nicht verkaufen",verscherbeln.
    Dann ein paar Jahre später bot mir jemand einen überdurchschnittlichen Preis für sie,er wollte sie mitnehmen auf die größere Tour im Springen. Nix da. Ich hab die Stute jetzt immer noch, sie ist inzwischen 26 Jahre alt.
    Und wir sind ein Herz und eine Seele, ich hatte ihr das damals am Innufer versprochen,in dem Hochwasserspazierritt,wo wir fast versunken wären.

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