Wie behandelt ihr euer Pferd?

Einklappen
X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge
  • Kat
    • 12.05.2004
    • 3533

    Wie behandelt ihr euer Pferd?

    Nachdem ich von meinem Freund irgendwie öfter in die Wendyecke gestellt werde, zumindestens, wenn es um meine Stute geht, interessiert mich dochmal, wie ihr so mit euren Pferden umgeht.
    Sind sie für euch Nutztiere, evt. auch leicht austauschbar, wnen es nicht funktioniert, oder habt ihr schon eher eine partnerschaftliche Beziehung zueinander?
    Wieviel würdet ihr in einem Notfall fürs Pferd opfern, damit es eine teure Untersuchung oder eine OP bekommt? Oder kommt für euch in so einem Falle dann direkt der Entschluss zum einschläfern?
    Seid ihr schneller mal unterwegs zum Schlachter, wenn ein altes Pferd zu teuer wird? Oder bekommt es bei euch das Gnadenbrot, bis es gesundheitlich nicht mehr geht? Inkl. all der, teilweise doch teureren Behandlungen, Medikamenten etc. die so ein Oldie durchaus brauchen könnte?
    Hat die Entscheidung zum Pferd euren Lebensstil beeinflusst? (Geld wird in Sattler, Schmied, TA, THP, Chiro, Futtermittelhändler etc gebracht, statt es für "Luxus" auszugeben?)
    Seid ihr bereit in teure Diagnostik zu investieren, auch wenn die Möglichkeit besteht, dass es danach erst Recht in die Kategorie chron. krank rutscht und nicht mehr so belastbar sein wird, wie vorher? Oder spart ihr euch das direkt und investiert lieber in ein Nachwuchspferd?
    Was sogar eine Katze nicht weiß, ist es nicht wert gewußt zu werden!
  • pathieV
    • 15.09.2007
    • 539

    #2
    Na ja, also ich würde sagen, ich behandel mein Pferd gut.
    Ich mag ihn sehr gern und "zeig" ihm das auch, in Form von Lob, streicheln, knuddeln, mal ein Leckerlie, trotzdem muss er sich natürlich benehmen, da bin ich konsequent.

    Natürlich würde ich ihn behandeln und untersuchen lassen, wenn die Sache unklar ist, und er bekommt auch sein Gnadenbrot bei mir, so denn er mir jetzt noch ein paar Jahre als Reittier "dient".

    In erster Linie hab ich mir ein Pferd nunmal gekauft weil ich reiten will, weil ich Pferde natürlich mag, den Umgang mit ihnen.
    Einen ewigen Beisteller will ich nicht haben, sollte er also jetzt, mit 9, so erkranken das er nie mehr reitbar wird, na ja, dann glaube ich nicht, dass ich ihn bis ans ende seiner Tage durchfüttern werde.
    Ich mag ihn, keine Frage, aber betüddeln kann ich auch meine Hunde, ebenso mit ihnen gassi gehen, dafür brauch ich kein Pferd.

    Sollte aber die Chance auf Heilung bestehen, bekommt er die auch.

    Ich investiere viel in ihn, klar.
    Mir ist die passende Ausrüstung, guter Beschlag wenn nötig, gutes Futter usw. sehr wichtig, da gibts keine Kompromisse.

    Aber ich würde für ein Pferd nicht alles aufgeben, wenn ich selbst nicht mehr leben kann, dann gehts nicht.
    Und ich lebe kein Luxus Leben, ich rauche nicht, trinke nicht, gehe selten mal "feiern".
    Aber mal nen Kaffee trinken mit Freunden, oder mal ein Urlaub, das sollte schon sein.

    Kommentar

    • Pani
      • 22.07.2008
      • 1367

      #3
      Ich habe erst vor ein paar Tagen meine Stute einschläfern lassen müssen.
      Ich denke das ich diesen letzten Gang doch zu lange hinausgezögert habe,weil ich bis zum Schluß versucht habe dem Pferd zu helfen.

      Für das Tier wäre eine kürzere Lebenszeit mit weniger Schmerzen und mehr Lebensqualität sicher die bessere Lösung gewesen.

      Ob jetzt jede Operation oder Behandlung auch etwas positives dem Tier gebracht hat und nicht nur dem Tierarzt,stellt sich immer erst hinterher heraus,leider.
      www.pferdevonTroestlberg.at

      Kommentar

      • mietz
        • 22.04.2004
        • 978

        #4
        meine pferde sind familienmitglieder aber kein kinderersatz
        who needs reality?
        render your own!

        Kommentar

        • Sabine2005
          • 17.06.2005
          • 7750

          #5
          Der Eine kann 4000 Euro Tierarztkosten in sein Pferd stecken - ein Anderer im selben Krankheitsverlauf eben "nur" 2500 Euro.

          Ist deswegen letzterer als schlechterer Mensch anzusehen ? Liebt dieser sein Pferd weniger ?

          Ich glaube nicht und Pauschalurteile sind so auch nicht möglich.


          So Herzlos es auch klingen mag, aber ich würde für mein Pferd kein Kleinkredit aufnehmen - und ja, ich liebe mein Pferd.

          Kommentar

          • Furioso-Fan
            • 12.08.2004
            • 10940

            #6
            Alles mein Geld, inklusive zweier Bausparverträge und Erbe, steckt in meinen Pferden. Und ja, um einen Kliniksaufenthalt würde ich einen Kleinkredit aufnehmen. Vielleicht nicht mehr für jedes meiner Pferde, da gibt es ein Ranking, aber das hat (auch) mit dem Alter zu tun. Meine 24jährige Stute würde ich wohl nicht mehr Kolik-operieren lassen.
            Da ich nie Kinder wollte und auch keinen besonderen Bezug dazu zu der Spezies als Ganzes habe, sind meine Pferde nie Kinderersatz. Sie sind gleichwohl Teil meiner selbst, Teil meiner Familie, und ich sage immer, wir sind eine Herde. Jedes Pferd hat einen Sinn in meinem Leben, ist Teil meiner Persönlichkeit und spiegelt meine Seele, im Guten wie im Bösen. So versuche ich auch mit ihnen umzugehen.
            Mein Lebensstil sind die Pferde. Alles dreht sich um sie, abgesehen von meinem berufen und meinem persönlichen Umfeld. Meine Dienstreisen waren meist der Urlaub, wobei ich ganz, ganz selten mal wirklich einen Urlaubswunsch hatte, denn was gibt es schöneres, als bei 0 Grad in der Schneematsche zu stehen, Sch...e zu schippen und gottlästerlich über kaputte Zäune und verrottete Zaunpfosten zu fluchen?
            Nein, Spaß beiseite, manchmal wünsch ich mir das schon, gerade würde ich wahnsinnig gerne mal eine Woche ans Meer fahren. Aber da dann vermutlich nach 3 Tagen furchtbar langweilen und den Strand abäppeln...
            Zu der Frage der Diagnostik: ich stand vor 3 Jahren vor der Frage, was ich mit meinem alten Fuchs mache. Die beiden Herdenchefs hatten sich um die Führung geprügelt, es gab massive probleme mit der Hüfte und irgendwann konnte das Pferd nicht mehr aufstehen. Schulmedizinisch austherapiert, wollte ich ihn noch szintigraphieren lassen, um zu wissen, ob doch irgendwo eine Fissur war. Endziel: Einschläfern oder ein Leben als Weidepferd. Ich habs dann gelassen, nicht wegen der Kosten, sondern dem tagelangen einsperren in einer Isolationsbox, was für dieses Pferd vermutlich das Ende gebracht hätte mit seiner Platz- und Einsperrangst. Meine supertolle TA hat ihn mit Nadeln und guten Tips übers Jahr wieder hinbekommen, und wir sind inzwischen auch wieder unter dem Sattel unterwegs.
            Ich bin ich und das durch und mit meinen Pferden. Das ist mein Leben.

            Kommentar

            • Auntie Little
              • 02.09.2009
              • 484

              #7
              Die Pferde sind ein Teil der Familie. Unser meistes Geld wird in sie gesteckt. Urlaub gibt es nur MIT Pferden und Hunden.
              Zur Diagnostik... schwierig. Meine 8-jährige Knabstrupperin lief die letzten beiden Jahre im Sommer lahm. Sie war beide Jahre in der Klinik. Vorletztes Jahr: Hufgelenkentzündung beidseitig + Fesselgelenk links. Letztes Jahr: Hufrollensyndrom beidseitig. Tierklinik rät bei der nächsten Lahmheit zum MRT. Nachdem ich nun mittlerweile weiß, wie umfangreich das Hufrollensyndrom ist und wie schlecht die Heilungschancen sind, habe ich mich dazu entschieden, die Süße soweit wie möglich zu "schonen". Reite sie maximal ein über den anderen Tag. Mit in Urlaub darf sie auch nicht mehr. Hufrollenbeschlag hat sie bekommen, Ingwer, Gluco + MSM werden zugefüttert. Ich bin nicht bereit für das beidseitige MRT ca. 2400 Euro zu zahlen, weil ich der Meinung bin, dass es nichts bringt, ob ich nun genau weiß wo das Problem liegt. Es ist eh nicht "reparabel". Würde sie vermutlich einschläfern lassen, wenn sie wieder lahmen sollte, weil sie dazu neigt, ein wenig moppelig zu werden. Das kann ich ohne Bewegung nicht auffangen und somit wäre ein Reheschub vorprogrammiert.
              Ebenso würden wir keines unserer Pferde an einer Kolik operieren lassen. Risiko ist uns zu hoch.
              Ja, wir lieben unserer Pferde und es mangelt ihnen an nichts. Trotzdem wägen wir ab.

              Kommentar

              • Amasia
                • 06.10.2009
                • 1582

                #8
                ich bin da eigentlich so in etwa gleich wie furioso-fan. als kinderersatz würde ich sie nicht sehen da ich eigentlich auch keine kinder wollte. für mich sind aber meine pferde (und hunde) meine familie und ich würde alles für sie tun, damit es ihnen gut geht und wenn es eine op ist, dann auch das, aufjedenfall würde ich alles was man tun kann tun, jedes unserer pferde hat eine op-versicherung, geht zwar ins geld aber das ist es mir wert, so kann ich sagen ich habe alles versucht. sicher wenn es nicht mehr geht, dann würde ich sie ruhig hinüberbegleiten, zum schlachter kommen sie nicht, ich bin dabei wenn sie einschlafen ohne streß.....
                unser ganze geld geht in unsere pferde, wir fahren nicht mehr in urlaub und unser jahresurlaub wird am stall verbracht und gewerkelt...
                selbst wenn ich eins meiner pferde nicht mehr reiten könnte, würden sie bis zum schluß bei mir bleiben, das bin ich ihnen schuldig, schliesslich haben sie mich ja jahrelang durch die gegend getragen und ausserdem sind sie mir ans herz gewachsen, warum sollte ich sie abschieben wenn sie nicht mehr funktionieren? selbst wenn sich durch irgendwas herausstellen würde, das ich unser diesjähriges fohlen, die kleine amy nie reiten könnte, würde ich sie nie hergeben.
                manche denken vielleicht wir spinnen, weil wir jetzt auch eine lebensversicherung gekündigt haben, um eine box anzubauen, einen hänger zu kaufen und noch ein spielkamerad für amy, da sie zur aufzucht bei uns bleibt, aber mir ist das egal, pferde bzw. tiere sind mein leben und dafür würde ich alles machen.
                wir arbeiten beide, haben keine kinder, gehen kaum aus (ab und an mal essen gehen oder ein tagesausflug) aber das ist es mir wert, es gibt nichts schöneres als bei den pferden zu sein, das entgegenwiehern der pferde zu hören wenn wir an den stall kommen und wenn die hunde entspannt vorm stall liegen.....ja das ist mein leben und nie und nimmer würde ich es ändern wollen......und meine pferde bleiben bei mir bis zum letzten tag, das habe ich ihnen versprochen.....
                Zuletzt geändert von Amasia; 08.08.2012, 08:38.
                Mein Pferd ist ein Freizeitpferd - das heisst es hat viel Freizeit!

                Kommentar

                • max-und-moritz
                  • 04.06.2006
                  • 3433

                  #9
                  Guten Morgen,

                  @ Kat: explosives Thema...!!!

                  Ich behandle meine Pferde wie gute, bewährte und treue Mitarbeiter. Sie haben einen nicht all zu schweren Job zu machen und sich mir gegenüber ordentlich zu benehmen.

                  Sollte eins von beidem nicht klappen sag ich es ihnen - wenn es sein muß auch mit Nachdruck. Das kommt vor, wie in jedem "Arbeitsverhältnis" und ist für mich keine große Sache.

                  Gute Mitarbeiter möchte ich natürlich so lange wie möglich behalten, Wechsel bringt meist mehr Ärger als Nutzen, daher wird einiges in die Gesundheit investiert.

                  Zudem haben sie ein angenehmes Leben mit ausreichend Futter, viel Freizeit mit ihren Kumpels und wie gesagt medizinische Versorgung.

                  Wenn es gar nicht hin haut muß man sich leider trennen. Man tut sich und seinem Gegenüber keinen Gefallen wenn man ein ungutes Zusammensein bis zum St.-Nimmerleins-Tag auf Gedeih und Verderb durchzieht.

                  Vielleicht ist der Mitarbeiter ja mit einem anderen Job (und ich mit einem anderen Mitarbeiter) glücklicher?

                  Ehrlich gesagt verstehe ich nicht, warum man so verteufelt wird wenn man ein Pferd verkauft! Jeder von Euch hat eins oder auch mehrere, waren das lauter schlechte, böse Menschen, die Euch diese(s) Pferd(e) verkauft haben?

                  Oder war es in Eurem Fall etwas grundsätzlich anderes?

                  Und sind diese Pferde jetzt um so vieles Schlechter dran als beim vorherigen Besitzer? Hätten sie es da besser gehabt, mehr Versosrgung in jeder Art, wären sie dort mehr geliebt worden als von Euch?

                  ...ich spüre direkt die empörten "Neins" über die Interneteitung...!

                  Viele Grüße, max-und-moritz

                  PS: Ja, ne ordentliche Altersruhe wird ihnen natürlich auch geboten.
                  Wer neue Wege scheut, muß alte Übel dulden.

                  Kommentar

                  • Furioso-Fan
                    • 12.08.2004
                    • 10940

                    #10
                    Das ist eine interessante Frage, ob die Pferde es beim Vorbesitzer besser gehabt hätten, mehr "geliebt" worden wären. Mein erster hat es mit seiner Züchterin sehr gut getroffen. Ich denke, wenn er hätte dort bleiben können - sie hat aus Altersgründen aufgehört - hätte er sicher ein genauso gutes Leben gehabt. Seine Kindheit war vorbildlich. Meine Schimmeline hat sie auch gehabt, aber da Züchter, war es klar, daß sie verkauft wird. Also stellt sich die Frage eigentlich nicht, was wäre wenn... Meine zwei jungen hatten keine Vorbesitzer, die sind bei mir zur Welt gekommen. Ich weiß nicht, ob man mehr Liebe hat erfahren können im Leben, gelegentlich schimpfe ich mal durch die Lande, daß sie zuviel Liebe und zu wenig Konsequenz hatten, aber das ist mein problem, zuviel "Liebe" gebe zu wollen. Das einzige Pferd, von dem ich weiß, daß es es so gut wie es es jetzt hat, nie gahbt hat, ist meine alte Stute, die mit der wilden und hier im Forum ja bekannten Vorgeschichte. Die hätte ich gerne 3jährig unverdorben gehabt.
                    Insofern hab ich das ganz leicht, diese Frage zu beantworten.

                    Kommentar

                    • Amasia
                      • 06.10.2009
                      • 1582

                      #11
                      also ich verteufle niemand, der sein pferd verkauft, ich denke das muss jeder selber wissen, aber für mich persönlich kommt es eben nicht in frage, weil meine tiere eben familienmitglieder sind und die verkauft man nicht....wenn man natürlich die pferde anders betrachtet wie du max und moritz und sie als mitarbeiter sieht ist das natürlich anders und für dich eben dann deine passende entscheidung wenn du ein pferd verkaufst aus was für gründen auch immer, ein böser mensch bist du deshalb auf keinen fall......böse menschen sind für mich solche, die ihre pferde in schlechter haltung stehen haben oder eben schlagen und als sportgerät benutzen und so auch mit ihnen umgehen.....aber verurteilen würde ich niemand, wenn er sein pferd verkauft, genauso möchte ich nicht belächelt werden, wenn ich sage, ich behalte meine tiere bis zum schluß, auch wenn sie mich nur geld kosten und ich nicht mehr reiten kann....wie gesagt da hat jeder eine eigene sichtweise....
                      Mein Pferd ist ein Freizeitpferd - das heisst es hat viel Freizeit!

                      Kommentar

                      • Finy
                        • 14.02.2006
                        • 1974

                        #12
                        Ich seh das ähnlich wie M&M, medizinisch wird erst mal gemacht was geht (sofern es gute Chancen auf Heilung gibt) Ich stecke eigentlich auch meinen ganzen Verdienst ins Pferd..naja zum essen reichts dann schon noch
                        Auf Urlaub kann ich gut verzichten...der geht sowieso viel zu schnell rum und alles was man davon hat sind ein paar schöne Bilder und Erinnerungen. Mein erstes eigenes Pferd hatte ich mit 19, vom Ausbildungsgehalt finanziert. Den hätte ich glaube ich auch nie und nimmer freiwillig wieder verkauft. Es passte einfach perfekt. Leider waren uns nur knapp 2 Jahre vergönnt. Er verletzte sich , brach sich ein Stück aus der "Hüftpfanne" durch einen kleinen Ausrutscher beim Führen auf die Koppel. Die Klinik meinte...naja, wenns ne tolle Stute wäre....könnte man versuchen, als Weidepferd, später Zuchtstute... allerdings würde sich mit Sicherheit ne schwere Arthrose bilden...vermutlich nie schmerzfrei. Er hatte sich in den 4 Tagen in der Klinik schon blutig gelegen. Die Entscheidung war schwer, aber Schmerzen auf Dauer wollte ich einem 7jährigen Halbblüter nicht antun. Kurz darauf bekam ich eine junge Stute zum reiten, sollte erst mal nur zur "Ablenkung" sein... aber nach 2 Monaten wollte ich sie dann doch nicht mehr hergeben. Es passte nicht zu 100%, aber ich bin nicht der Typ der so schnell aufgibt. Ich bekam oft zu hören...Mensch, verkauf die doch, mit einem anderen wärst du schon viel weiter. Aber es gab immer kleine Fortschritte. Sie war A-Springen platziert, L-Dressur gewonnen und M immerhin ab und an Reserve. Lektionen konnte sie alle, daheim das totale Angeber-Pferd...Einerwechsler auf gebogener Linie, Pirouetten, auch schöne kurze Tritte und spanischer Schritt unterm Sattel etc. Aaaaber man mußte das alles IMMER mit Nachdruck fordern. Die Tage an denen ich abstieg und sagen konnte "Heut war sie richtig gut" konnte ich an einer Hand abzählen. Fürs Turnier hatte sie ab M einfach zu wenig Qualität. Das allein hätte mir nichts ausgemacht, wenn sie wenigsten richtig Spaß gemacht hätte beim zuhause reiten. Ich habe dann nach 8 Jahren beschlossen mich zu trennen. Sie war inzwischen 12...ich dachte entweder jetzt, oder sie bleibt für immer. Ich hatte Glück und habe eine wunderbare neue Besitzerin gefunden, sie berichtet mir heute noch wie toll alles geklappt und ich weiß, dass es so richtig war! Darauf folgte wieder eine junge Stute...hier hatte ich dann ständig Pech...3 Monate Ausfall durch vernageln beim Hufschmied, kaum wieder in Gang verletzte sie sich in der Box die Sehne. Keine Frage, ich hab in Stammzellen, Zusatzfutter, ja sogar Matrix-Therapie investiert. Sie bekam 10 Monate Schrittpause. Alles sah super aus, wir trainierten ganz vorsichtig wieder an, nach mehren Wochen (wir grademal bei 10min Trab) wieder ein kleines Loch...Sehne wohl nicht mehr elastisch genug. TA riet 2 Jahre Weide. Nun hab ich keinen eigenen Stall...umstellen hätte ich sie dafür sowieso müssen und danach noch die Ungewissheit ob die Sehne dann überhaupt wieder hält??? Ich möchte ein Reitpferd, meine Stute war zu der Zeit 6jährig..die Vernunft siegte... ich habe sie mehr oder weniger als Zuchtstute verschenkt. Auch hier hab ich tolle neue Besitzer gefunden, mit eigenem Stall am Haus...dort darf sie nun erstmal eine Fohlen bekommen (sie hatte zum Glück eine gute SLP und interessante Abstammung). Jetzt hab ich mir geschworen...es gibt nun noch EINEN weiteren Versuch und ich glaube, nein...ich bin mir sicher ich habe erneut DAS Pferd gefunden...er ist OP versichert und es wird alles getan was nötig ist im Fall der Fälle...

                        ach ja...bevor ich eine neue Hose kaufe bekommt natürlich mein Pferd erstmal seine Extras!!!

                        Kommentar

                        • Hundeschnautze
                          • 07.09.2009
                          • 560

                          #13
                          Es kommt auch darauf an, zu welchen Zeitpunkt man verkauft. Wenn man nach ein paar Monaten, oder auch Jahren merkt, dass man nicht zusammen passt, finde ich es ok, zu verkaufen, solange das Pferd voll einsatzfähig ist. Aber es kommt für mich nicht in Frage meine Senioren abzuschieben. Mein erstes Pferd habe ich 3 jährig bekommen, es ist jetzt 21 und bleibt bis es stirbt. Den anderen habe ich als "Beisteller" geschenkt bekommen ( von Bekannte, die haben ihn nicht leichtsinnig in fremde Hände gegeben), da war er 15 und voll reitbar, bis S ausgebildet. Der ist jetzt 19 und für mich war klar, dass ich seine letzte Station sein werde. Ich hätte auch einen unreitbaren 3 jährigen als Beisteller nehmen können, da war mir das Risiko dann aber doch zu groß, dass ich ihn noch 20 Jahre durchfüttern muss. Für beide Pferde werde ich aber keine große Diagnostik betreiben und auch keine Kolik-OP mehr bezahlen. Dazu habe ich das Geld nicht. Bei einem jüngeren Pferd würde ich das Geld auftreiben (habe da schon jemanden in der Familie, der mir da auf jeden Fall unter die Arme greift).
                          Die beiden leben gut bei mir, bekommen auch die nötigen Medikamente und falls es irgendwann mit den Zähnen nicht mehr klappt, bekommen sie auch Breichen. Aber wenn etwas schlimmeres passieren sollte, wird nicht rumexperimentiert, sondern die finale Spritze aufgezogen.
                          Ich gehöre auch zu denjenigen, die nicht in den Urlaub fahren und lieber jeden Pfennig in die Pferde stecken. Mir macht Stallarbeit viel Spaß auch wenn ich nicht reiten kann.

                          Kommentar

                          • Finy
                            • 14.02.2006
                            • 1974

                            #14
                            ja...das ist für mich auch selbstverständlich...ein Pferd im hohen Alter schiebt man nicht einfach ab, die haben es dann einfach verdient, dass man sich weiter drum kümmert...zumal sie sich mit einem Stall und Besitzer- Wechsel dann auch schwerer tun als die jungen.

                            Früher hab ich mich auch immer gefragt, wie Leute ihre Pferde nur wieder verkaufen können. Seit ich es selber hinter mir habe weiß ich... es geht... es tut weh, aber es geht. Und schließlich kann man sich die Besitzer ja raussuchen.

                            Nur "Hauptsache weg Mentalität" das geht wirklich gar nicht, schließlich hat man Verantwortung übernommen.
                            Zuletzt geändert von Finy; 08.08.2012, 09:54.

                            Kommentar

                            • Mondnacht
                              • 01.12.2009
                              • 2459

                              #15
                              Ich bin da auch eher wie pathieV, M+M und Sabine 2005.

                              Mein Pferd ist mir wahnsinnig wichtig, selbstverständlich bekommt er die bestmögliche medizinsche Versorgung, es ist und bleibt aber ein Tier und kein Mensch. Meine Kinder kommen vor dem Pferd! Sehen sie manchmal anders, wenn sie immer mit müssen oder ich ständig reiten gehen, aber sie sollten nie auf einen Urlaub wegen des PFerdes verzichten müssen.

                              Kolik Op würde ich schon wegen des Pferdes nicht machen lassen, ich kenne KEIN Pferd, dass hinterher wieder wurde wie vorher, dafür unzählige, die trotzdem gestorben sind. Überhaupt finde ich OPs für Pferde nicht ideal, aber das habe ich jetzt trotzdem hinter mir.

                              Haben Pferde es woanders schlechter? Glaube ich auch nicht, sonst dürfte ja kein Züchter seinen Nachwuchs verkaufen. Ja, viele behandeln PFerde anders als man selbst, aber dafür muss man eben auch Toleranz entwickeln.

                              Trotzdem finde ich natürlich, dass ich es am besten kann!

                              Kommentar

                              • dissens
                                • 01.11.2010
                                • 4060

                                #16
                                Statt moralphilosophischer Tiraden ein paar Antworten zu den konkreten Fragen.

                                Zitat von Kat Beitrag anzeigen
                                Sind sie für euch Nutztiere, evt. auch leicht austauschbar, wnen es nicht funktioniert, oder habt ihr schon eher eine partnerschaftliche Beziehung zueinander?
                                Irgendwo dazwischen. Die Beziehung zu unseren Pferden ist bei weitem nicht so eng wie zum Hund (oder gar zum Kind), aber ich gucke zum Beispiel schon "wie ist der Bub drauf? Hat der heute überhaupt LUST zu arbeiten?" und wenn nicht, gibt's schon auch mal ein leichtes Kurz-bzw. Bodenprogramm oder reine Tüdelei. Weder ich noch meine Pferde MÜSSEN in unserem Zusammensein Leistung bringen (wohl aber müssen die Zossen sich benehmen!).
                                Ich habe aber auch schon ein Pferd verkauft (MIT entsprechender Info!), mit dem wir verhaltensmäßig absolut nicht klarkamen, das wir als schlichtweg gefährlich einstuften.

                                Zitat von Kat Beitrag anzeigen
                                Wieviel würdet ihr in einem Notfall fürs Pferd opfern, damit es eine teure Untersuchung oder eine OP bekommt? Oder kommt für euch in so einem Falle dann direkt der Entschluss zum einschläfern?
                                Seid ihr schneller mal unterwegs zum Schlachter, wenn ein altes Pferd zu teuer wird? Oder bekommt es bei euch das Gnadenbrot, bis es gesundheitlich nicht mehr geht? Inkl. all der, teilweise doch teureren Behandlungen, Medikamenten etc. die so ein Oldie durchaus brauchen könnte?
                                Stutchen haben wir dreijährig für "vernünftiges" Geld gekauft. Als sie fünf war, hat sie noch mal locker 2/3 ihres Kaufpreises an TA-Kosten eingefordert. Zunächst übrigens OHNE auch nur halbwegs sicher gute Prognose ... (Ich habe aber auch einen "Halbedel"-Kater als Kitten für 100 Euro gekauft und später dann über 1000 € TA reingesteckt ...)
                                Andererseits wollten wir dem alten Wallach (der schon seit 25 in Rente war), als er dann mit 30 arg abbaute, nicht noch irgendwelchen Diagnostikaufwand aufzwängen. Da haben wir dann "einfach" beschlossen, dass er jetzt genug hat und ihn einschläfern lassen.

                                Zitat von Kat Beitrag anzeigen
                                Hat die Entscheidung zum Pferd euren Lebensstil beeinflusst?
                                Nunja, wir sind aufs Land (richtig aufs Land) gezogen, damit wir Stall und Weiden für das Viechzeugs haben. Weitere Fragen?

                                Kommentar

                                • silas
                                  • 13.01.2011
                                  • 4018

                                  #17
                                  Tiere sind Tiere und Menschen sind Menschen.

                                  Bei allen Tieren ist mir klar, wir werden uns nur eine begrenzte Anzahl von Jahren begleiten. In dieser Zeit ist es meine Verantwortung, für ihre Gesundheit und ihr Wohlergehen zu sorgen. Wir lernen einander zu vertrauen und ich schätze die jeweiligen Eigenarten.

                                  Gerade beim Pferd, kommen wir nicht zueinander, können uns nicht vertrauen, dann ist es meine Verantwortung, einen anderen Platz zu finden. Kann ich so etwas nicht allein entscheiden, bin vielleicht emotional zu instabil für ein solches Vorgehen, dann kann ich mir Hilfe holen. Engagiere einen Vermittler, kostet Geld, derjenige kann aber Entscheidungen treffen.

                                  Ich habe bereits verkauft und die Entscheidung ohne Hilfe getroffen, habe auch erfahren dürfen, das meine Entscheidung die Richtige war. In der Situation fiel es mir schwer, heute freue ich mich, bin halt kein Profi.

                                  Ich habe gerade ein altes Pferd, viel reiten ist nun nicht mehr, nur noch Rentnerarbeit - aber auch die macht Spaß und ich fordere ihn damit jeden Tag. Es gibt nun spürbar gute und schlechtere Tage. Viel Diagnostik brauchen wir nicht mehr, Op's auch nicht, täglich gute Grundversorgung ist selbstverständlich - und ich weiss heute schon, wenn ich die letzte Entscheidung fälle, geht ein guter Freund. Deshalb bin ich dankbar für jeden Tag, für jede vertraute Geste und genieße unsere Zeit.

                                  Auch für meine Nachwuchsdame gelten Grenzen, entschieden wird jeweils in der Situation.

                                  Ich lege Wert auf mein Sparkonto und mein sicheres Auskommen. Ausgehen und Urlaube finden statt, nicht regelmässig, aber diese Zeiten sind wichtig, damit auch andere Eindrücke mein Leben bereichern. Seltsamerweise nehme ich mir immer vor, ohne Pferd / Hund zu verreisen und fahre dann doch mit Hund und habe Pferde vorort.....oder finde vorort ungemein interessante Reitersleut... Liegt wohl an der Ausstrahlung und an der Ansprache!*lach*

                                  Ich bin überzeugt, man kann noch so viel planen und vorausdenken, das Leben holt uns trotzdem immer wieder mit Ereignissen ein, die wir nicht bedacht haben, deshalb stelle ich es mir frei, Entscheidungen in dem Moment zu treffen, in dem sie von mir gefordert werden. Bisher bin ich gut damit gefahren, und ein Tier ist ein Tier, ein Mensch ist ein Mensch.
                                  Silas, die ihre Freizeit aktiv mit ihren Pferden, ihrer reiterlichen Ausbildung und vielen Kontakten über den Tellerrand hinaus verbringt.

                                  Kommentar

                                  • Bolaika2
                                    • 22.03.2011
                                    • 4384

                                    #18
                                    Vielleicht muß man da auch weiter differenzieren. Ich reite nun so gut wie gar nicht mehr, aus verschiedenen Gründen, und wir haben uns auf´s Züchten gestürzt. Unsere Damen haben ein nettes Leben, viel Weide und Auslauf, ich denke mal, sehr gutes, selbst produziertes Futter, umfassende tierärztliche Versorgung (entwurmen, impfen, Schmied etc, klar). Sie MÜSSEN nicht jedes Jahr ein Fohlen kriegen, hier wird nur gedeckt, wenn Platz für eine Aufzucht da ist, damit ich kein Fohlen "verschenken" muß, nur weil der Stall voll ist. Den kleinen großen Fuchs haben wir ja auch immer noch, weil der "richtige Besitzer" mir noch nicht übern Weg gelaufen ist.
                                    Allerdings habe ich kein Problem damit, mich von einem Pferd zu trennen, wenn der Interessent nen guten Eindruck macht und, auch ganz wichtig, die KASSE stimmt. Ebenfalls kann ich mich gut von Pferden trennen, wenn sie nicht mehr in mein Zuchtziel passen oder nicht in die Herde passen (wie zuletzt mit meiner Welsh-Stute). Und ja, wenn eine tierärztliche Behandlung wenig Aussicht auf Erfolg hat oder mit langer Leidenszeit für´s Pferd verbunden ist, oder wenn ein junges Pferd dauerhaft nicht mehr "nutzbar" ist, wird hier eingeschläfert. Haben wir vor 2 Jahren mit einer 3jährigen Ataxie-Stute gemacht, und es war die einzig richtige Entscheidung. Das mag auch daran liegen, daß wir als Landwirte mit über 170 Stück Kühen inkl. Nachzucht diese Entscheidungen oft treffen müssen (und auch da sind Tiere dabei, an denen man hängt, und die teilweise einen beträchtlichen Wert haben!). Wir sind nämlich tatsächlich kein Sozialamt, wer fressen will, muß dafür auch arbeiten (bzw schon gearbeitet haben). Alte Tiere bekommen, sofern schmerzfrei, eine gewisse Zeit ihr Gnadenbrot; bei den Kühen ist es der berüchtigte letzte schöne Weidesommer, bei den Pferden solange, bis der körperliche Zustand bei normaler guter Pflege nachläßt.
                                    Im Endeffekt heißt es: Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende. Und tatsächlich bin ich der Meinung, daß unsere Tiere es bei uns gut haben ;-).

                                    Nachtrag: @ Silas: gut ausgedrückt!

                                    Kommentar

                                    • Tanja22
                                      • 19.08.2004
                                      • 2346

                                      #19
                                      Ich versuche auch einmal, die Fragen von Kat zu beantworten:

                                      Jedes unserer Pferde haben wir uns bewußt angeschafft und sind für sie verantwortlich.
                                      Sie sind nicht austauschbar. Wir arbeiten uns durch Probleme durch und geben nicht auf, wenn es mal schwierig wurde-die Chemie stimmte grundsätzlich immer, so das ein Verkauf nie zur Diskussion stand.

                                      Mein Pferd schwächelt sicher in bestimmten Bereichen, in dem ich gerne mehr machen würde bzw. mehr von ihm erwarten würde.
                                      Trotzdem würde ich ihn aus diesem Grund nicht abgeben, sondern stecke meine Ansprüche zurück und erfreue mich an dem, was er mir geben kann.

                                      Sämtliche alte Tiere, sei es unsere Hunde oder unsere Pferde, dürfen bleiben, bis sie keine Lebensqualität mehr haben. Kosten werden in Kauf genommen.

                                      Bei OP kommt es darauf an. Kolik OP werden nicht gemacht bzw. haben wir bereits nicht machen lassen, auch wenn es eine der schwierigsten Entscheidungen unseres Lebens war.
                                      Bei allem anderen wird versucht, realistisch zu sein und die Höhe der Kosten müssen kalkulierbar sein.

                                      Mit Kind und Hof können wir es uns nicht erlauben, wegen einer OP bankrot zu gehen.

                                      Kommentar

                                      • angel36
                                        • 18.07.2002
                                        • 2781

                                        #20
                                        Ich habe zwei Pferde, das sind auch gleichzeitig alle, die ich je hatte. Ob ich mich im Falle des Nicht-Passens trennen würde, weiß ich nicht, das hatte ich noch nicht. Es sind aber schon meine Partner, die für mich nicht leichten Herzens austauschbar sind.

                                        Meine alte Stute (20) hat mir Zeit ihres Lebens immer wieder TA-Kosten beschert, sicher nie die ganz großen Posten, aber doch stetig mehrere 100EUR pro Jahr und das wohl fast immer, seit sie acht Jahre alt ist. Die habe ich bezahlt und heute bekommt sie auch ihr Gnadenbrot. Für mich ist das selbstverständlich, der TA sagte zu mir: Da hat sie Glück! Ich hab ihn erst nicht verstanden, er meinte dann: viele entscheiden anders. Ich muss aber dazu sagen, dass ich mich nicht entscheiden musste, ob Reitpferd oder Rentner, da ich beides parallel finanzieren kann.
                                        Eine OP mit Narkose würde ich ihr definitiv nicht mehr zumuten. Wenn sie krank würde und deutlich über 1000EUR nötig wären, damit sie vielleicht wieder leidlich schmerzfrei leben kann, würde ich dann wohl angesichts ihrer diversen Probleme auch dagegen entscheiden, ebenso wäre es das Ende, wenn ihre chronische Erkrankung (chronische Phlegmone) 2x kurz hintereinander akut würde (ich hab eigentlich gesagt, das nächste Mal ist das letzte Mal, aber nun ist seit einem Jahr Ruhe... das würde ich als akzeptables Verhältnis ansehen, wenn auf zwei Wochen akutes Problem ein schönes Jahr folgt).
                                        Bis 30 werde ich sie wohl nicht finanzieren "müssen", es kommt jetzt auch mächtig Arthrose... ich hoffe noch auf ein, zwei schöne Jahre für sie. Im Moment jedenfalls ist sie lebenslustig und sieht keinesfalls so aus, als hätte sie genug.

                                        Was den Junior angeht, ihren Sohn übrigens, so ist er ein echtes DAS Pferd, und den würde ich auch nicht hergeben, wenn ich es irgendwie vermeiden kann. Er hat eine OP-Versicherung, die hoffentlich die größten TA-Kosten-Spitzen übernehmen würde, falls er unters Messer müsste. In ihn würde ich eine ganze Menge stecken, damit er wieder fit wird, falls er krank würde. Und auch er würde (obwohl er erst acht ist) sein Gnadenbrot kriegen.
                                        Wirklich verzichten auf anderes musste ich wegen der Pferde bisher nicht, obwohl sie schon einen schönen Posten meines Monatsbudgets ausmachen (etwas mehr als 1/3). Es bleibt trotzdem noch was übrig und wenn es Not täte, könnte ich wohl sogar noch ein drittes Pferd finanzieren. Ein Kredit für eine Behandlung käme wohl nur bei a) guter Prognose und b) der Aussicht, ihn tilgen zu können in absehbarer Zeit in Frage (das würde sich vermutlich innerfamiliär abspielen).

                                        Dass Leute, deren Pferde ihr Leben verdienen müssen, sich eine solche Einstellung meist nicht leisten können, dafür habe ich übrigens durchaus Verständnis. Dass dort also der Weg über die Regenbogenbrücke eher ansteht (die Alte wäre sicher schon längst nicht mehr), finde ich normal. Nur fair sollte es zugehen, also dieser Schritt dann auch gegangen werden und nicht noch das Pferd weitergereicht.
                                        Zuletzt geändert von angel36; 09.08.2012, 10:34.

                                        Kommentar

                                        Andere Threads aus dieser Foren-Kategorie:

                                        Einklappen

                                        Themen Statistiken Letzter Beitrag
                                        Erstellt von mikenne, 12.07.2022, 16:45
                                        21 Antworten
                                        1.074 Hits
                                        0 Likes
                                        Letzter Beitrag zwerg123
                                        von zwerg123
                                         
                                        Erstellt von macedonia, 23.03.2009, 21:23
                                        7 Antworten
                                        1.798 Hits
                                        0 Likes
                                        Letzter Beitrag fanniemae
                                        von fanniemae
                                         
                                        Erstellt von Geisha, 21.09.2025, 15:01
                                        9 Antworten
                                        470 Hits
                                        0 Likes
                                        Letzter Beitrag Geisha
                                        von Geisha
                                         
                                        Erstellt von florian g., 02.03.2010, 11:54
                                        35 Antworten
                                        8.341 Hits
                                        0 Likes
                                        Letzter Beitrag Nickelo
                                        von Nickelo
                                         
                                        Erstellt von Limette, 16.06.2025, 10:38
                                        10 Antworten
                                        589 Hits
                                        0 Likes
                                        Letzter Beitrag Ramzes
                                        von Ramzes
                                         
                                        Lädt...
                                        X