Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Von der Durchlässigkeit....Seminar 22.04. im DOKR
rosenbaum
23.04.2009, 16:45
Moin zusammen,
gestern gaben Christoph Hess und Johann Hinnemann ein Seminar im DOKR mit dem Thema "von der Durchlässigkeit zum ausdrucksvollen Reiten". Ich muss sagen, dass ich mit Skepsis hingefahren bin, aber nach 4 sehr informativen Stunden wirklich begeistert und motiviert nach Haus gegangen bin. Es wurde anhand von 5 sehr unterschiedlichen Pferden (Alter, Ex- und Interieur) gezeigt, wie man mit abwechselnden kurzen Reprisen aus Arbeit und Dehnung die Pferde zu mehr Schungentfaltung, Schubkraft und Losgelassenheit bringen kann. Hinnemann erklärte jede seiner Übungen, und der Effekt war teilweise wirklich verblüffend. Ich hoffe sehr, dass der gestrige Abend keine "Pubilums-Vorführung" war, sondern die tatsächliche tägliche Arbeit Johann Hinnemanns mit seinen Pferden. Wenn dem so ist: Respekt!
Hallo!
Ich war auch da und der Unterricht von Jo Hinnemann war wieder sehr interessant und lehrreich.
Er spricht Klartext und redet nicht drumrum.
Echt Praxisarbeit eben!
Sehr mutig fand ich von ihm, insbesondere das letzte Pferd mitzubringen.
Was sagen denn die anderen User die da waren dazu?
LG
Bajuto
rosenbaum
25.04.2009, 17:21
Hi Bajuto,
ich kann ja mal berichten, was für Reaktionen von meinen Freunden und vom Umfeld kam, wo wir saßen. Mein Freundeskreis war so begeistert wie ich! Vor allen Dingen deshalb, da wir schon sehr viele Seminare und Vorträge besucht haben, aber dieses Seminar war wirklich mit Abstand das Beste. Ich denke, dass genau die Praxisorientiertheit dies ausgemacht hat. Meistens hört man viel Theorie - die aber leider an der Praxis vorbeischießt. Dieses Mal war es wirklich sehr informativ und auch zu hause umsetzbar!
Natürlich war erst einmal das Entsetzen groß, als das letzte Pferd hereinkam! Ich muss sagen, dass ich so etwas noch nie in der Realität gesehen habe, dass der Reiter das Pferd so eng einstellte. Nachdem Hinnemann dann jedoch die Geschichte erklärte und wie groß die Schwierigkeiten sind, dieses Pferd in Dehnungshaltung zu bekommen, verstummte der Protest. Nicht zuletzt als sein Kommentar zur Hyperflexion kam waren, glaube ich, wurden viele Stimmen sehr leise. Ziel muss es immer sein, dass die Pferde über die Dehnungshaltung und Durchlässigkeit zum ausdrucksvollen Reiten kommen, aber anhand des letzten Pferdes hat er auch gezeigt, dass die Wege dorthin nicht alle nach Plan A ablaufen.
LG vom Rosenbaum
Rosenbaum
Das kann ich auch so unterschreiben....
Auch wenn ich diese Reiterei selber (für mich) nichts abgewinnen kann, konnte er doch sehr gut erklären, warum er dieses Pferd so arbeiten lässt.
Wer würde denn so ein Pferd überhaupt in die Arbeit nehmen?
Allerdings besteht eine Aufgabe nicht nur aus Pi und Pa und ob das Pferd mal gelassen durch die Diagonale schreitet bleibt abzuwarten....
Ich lasse mich aber gerne eines besseren belehren und wünsche ihm weiterhin viel Erfolg mit diesen Herausforderungen von Pferden (dazu zähle ich auch den kleinen kurzen Fuchs)
Beim nächsten Lehrgang, bin ich auf jeden Fall wieder dabei und freue mich auf sehr lehrreichen Unterricht.
LG
Bajuto
ich habe vor etlichen Jahren als Hinnemann noch Bundestrainer war, bei uns am Turnier am Abreiteplatz zugesehen wie er Salzgeber/Rusty und Kemmer/Beauvalais Unterricht gegeben hat.
Fand ich da schon klasse! Immer abwechselnd die Arbeit an einer Lektion, dann wieder Dehnung und Abspannung am langen Zügel. War toll
@frufru
....und was glaubst du wo Hinnemann diese Trainingsmethode her hat.....er hat als junger Mann oft bei Klimke vorbeigeschaut....;)
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