Reitunfälle vor Gericht

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  • Reitunfälle vor Gericht

    Hatte im Sep. 2001 einen schweren reitunfall (6. u. 7. Brustwirbel gebr.) DAS Pferd wollte ich ausprobierren, weil wir ein Pferd suchten.
    Ich habe es geputzt, gesattelt und in die Bahn geführt, alles ganz normal. Aufgesessen, eine Runde Schritt geritten, fing an zu Bocken und ich lag unten!
    Die Gegenseite wollte kein Schmerzensgeld zahlen, weil ich angeblich Reiterfehler gemacht hatte. Deshalb kam es zum Gericht. Die frage war, habe ich (mit) Schuld an dem Unfall oder nicht? Das Ergebnis hieß, das ich keine Mitschuld habe und das mir daraufhin mein gerechtfärtigtes schmerzenzgeld zukam.
    Wie wars bei euch und wovor hat sich die gegenpartei gewert?
  • MissInschallah

    #2
    also ich hatte mit 14 einen unfall, der ansich klar auf die kappe des betreibers der anlage ging. fall war: ich bin auf dem außenplatz geritten, pferd hat sich erschrocken und ist der länge nach ausgerutscht. dachte erst pech, bis ich erfuhr, dass unter dem platz asphalt war und die sandschicht total abgetragen war. ich hab kein schmerzensgeld bekommen, weil ja alles unter eigene gefahr läuft...

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    • #3
      ich hatte mit 11 jahren auch einen schweren unfall (wirbel gebrochen => ein jahr korsett tragen...).
      fall: eine neue reitlehrerin kam auf unseren stall und wollte bei ihrer ersten reitstunde dem ganzen familienclan zeigen, wie toll sie doch ist. ihr kleines kind (etwa 1 jahr alt) hielt ihr vater und alle schauten über die halboffene hallentür in die halle. ich ritt eine irische vollblutstute. das kind warf meinem stuti sein kleines spielzeugauto an den kopf, als ich vorbei ritt. diese raste los. aber da wir in der abteilung ritten und sie so nicht gut ausbrechen konnte, machte sie vor der ecke einen vollstopp und ich als 11 jähriger knirps landete unten. folge, wirbelbruch mit vier wochen spital, einem jahr und ca. 2 monaten korstett plus 4 monate physiotherapie. also nicht schön. naja...wir verlangten auch schmerzensged. schleppten sie auch vor gericht und dort sagte man uns, dass ein kleines kind zwar nicht auf einen hof gehöre, aber da man es nicht alleine lassen kann und somit mitnehmen muss, und da es völlig unzurechnungsfähig sei, müsse sie nichts zahlen. toll. naja...

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      • #4
        hallo!
        eine kleine geschichte vom kind und hund
        am reitstall!(nicht an meinem stall)
        eine einstellerin bringt ihren schäferhund/huskymix
        mit zum stall.sie bindet ihn an einer laufleine,
        die quer über den hof bis in den stall reicht fest.
        ein mädchen(13j.) die auch ein pferd da stehen hat
        kommt mit ner katze auf dem arm aus dem stall.
        der hund springt sie an umwickelt das mädchen mit
        der leine,reisst sie zu boden und schleift sie noch mit.
        die schürfwunden waren nicht so schlimm,aber das mädchen
        hat einen trümmerbruch im ellenbogen und musste 2mal
        operiert werden.
        ihre mutter hat mir gesagt,dass sie weder schmerzenzgeld
        noch sonstwas wollen.da hat man ja nur gerenne mit versicherungen und ärzten!
        wie kann mann so blöd sein??!!
        mfg nina

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        • MissInschallah

          #5
          ...zu laufleinen:
          ich finde die haben am stall absolut nichts verloren, bei uns hängen auch immer experten ihre hunde an so teile, zum glück ist bis jetzt noch nichts passiert, aber mir wird immer schlecht beim gedanken, wenn da mal ein pferd drin hängen bleib, hund und pferd panik bekommen und die leine anfängt sich enger zu ziehen...

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          • LoopUpYourLife

            #6
            hatte auch mal einen schweren Unfall vor 3 Jahren..
            fall: Ich als 13-Jähriges Mädel bin ein Pferd geritten,dass zum ersten man im Gelände gehn sollte...fand ich nicht so schlimm.So,wir reiten um eine Kurve,plötzlich kommt so ein alter Traktor im Affenzahn dahergedüst.Hat natürlich nen Riesenkrach gemacht das Ding...Mein Pferd gestiegen,ich noch völlig geschockt von diesem Traktor pass nicht richtig auf,bums hat der sich mit mir hintenrüber überschlagen...voll auf mich drauf gefallen und den hinterzwiesel noch richtig schön in meinen Bauch gerammt...Naja Pferd ist gott sei Dank gleich aufgesprungen (wofür ich ihm heute noch dankbar bin),trotzallem schwere Wirbelsäulenprellung und ne stark geprellte Niere...(naja jeder der schonmal was mit der Niere hatte weiß was das heißt...Blut pinkeln das ganze drum und dran)
            Dem Traktorfahrer gings am Ar*** vorbei,ist einfach weitergefahren...sind dann zur Polizei,wollten auch schmerzensgeld,aber die meinten,da kann man nix machen...das war irgendwo in der Einöde,keine Menschenseele außer meine Mitreiterin war da und es gab tausende von Bauernhöfen (war 4km vor der dänischen grenze) und das Kennzeichen ist wohl das letzte,was man sich in so einer Situation merkt
            naja ,was einen nicht umbringt,macht nur noch härter

            gruß
            LooP

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            • #7
              Ein etwas anderer Unfall.
              Bekannte von mir haben ein Gestüt. Ihre Junghengste stehen zusammen auf einer Tag- und Nachtkoppel. Jeden Tag werden die Koppeln abgegangen, wegen evtl. Schäden. Es war letztes Jahr im Herbst. Auf der Hengstkoppel standen 3 evtl. Hengstanwärter. Eines Abends büchste die ganze Herde aus, keiner weiss warum. Sie waren wie verstört und weil sie nunmal Fluchttiere sind, rannten sie was das Zeug hält. Man vermutete, dass Wildschweine in die Koppel gerannt sind. Jedenfalls trotz vieler Leute wollte sich die Herde nicht einkreisen lassen und brach immer wieder aus, allen voran die Hengstanwärter. Sie rannten ungehindert auf die Hauptverkehrsstraße zu und standen da nun alle im Straßengraben. Es fing langsam an zu dämmern. Alle Autos fuhren langsamer und machten einen Bogen um die Pferde. Langsam konnten man sich nähern. Sie sahen allerdings noch von weitem ein Auto ankommen mit Fernlicht. Es blendete ab, bremste jedoch nicht. Zu dieser Zeit standen einige Pferde schon auf der rechten Fahrbahn, unter anderem die drei Hengstanwärter. Das Auto fuhr ungebremst in die Herde hinein. Einer der Hengstanwärter flog über das Auto hinweg in den Straßengraben, die anderen zwei hatten gebrochene Beine. Keine Bremsspur, nix. Die Pferde brüllten vor Schmerzen, das Auto hatte Totalschaden. Im Auto saßen ein älteres Ehepaar, der Mann war gefahren und hinten saß ihr Enkelkind. Es muß grauenhaft gewesen sein. Die Herde rannte in Panik wieder davon, mit dabei einer der Hengstanwärter mit gebrochenem Bein. Der im Straßengraben hatte außer den gebrochenen Beinen noch schwere innere Verletzungen. Sie haben ewig gebraucht, um jemanden zu finden, der berechtigt ist, Pferde zu erschießen. Dann konnten sie nur einen Schlächter finden. Der hat den schwerverletzten Hengst im Straßengraben erschossen und den anderen Hengst mit gebrochenen Beinen aufgeladen. Der dritte mußte erst eingefangen werden. Die drei landeten also beim Schlächter. Es waren alle drei richtige Kapitalpferde. Nun klagt natürlich die gegnerische Versicherung mit der Leasinggesellschaft des Gegners auf Schadenersatz. Die Versicherung der Züchter klagt nun wieder auf zumindest eine Teilschuld, da der Autofahrer ungebremst in die Herde fuhr. Gerichtstermin sollte heute sein, wurde aber auf September verschoben. Man könnte ja spekulieren. Zumindest können die Züchter nachweisen, daß sie ihren Pflichten nachgekommen sind, jeden Tag die Koppeln und Herde zu überprüfen. Bin mal gespannt auf das Ergebnis.

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              • westfalenpower235

                #8
                Quote from elfentanz, posted on Jul. 15 2003,10:02
                <div id="QUOTE">Ein etwas anderer Unfall.
                Bekannte von mir haben ein Gestüt. Ihre Junghengste stehen zusammen auf einer Tag- und Nachtkoppel. Jeden Tag werden die Koppeln abgegangen, wegen evtl. Schäden. Es war letztes Jahr im Herbst. Auf der Hengstkoppel standen 3 evtl. Hengstanwärter. Eines Abends büchste die ganze Herde aus, keiner weiss warum. Sie waren wie verstört und weil sie nunmal Fluchttiere sind, rannten sie was das Zeug hält. Man vermutete, dass Wildschweine in die Koppel gerannt sind. Jedenfalls trotz vieler Leute wollte sich die Herde nicht einkreisen lassen und brach immer wieder aus, allen voran die Hengstanwärter. Sie rannten ungehindert auf die Hauptverkehrsstraße zu und standen da nun alle im Straßengraben. Es fing langsam an zu dämmern. Alle Autos fuhren langsamer und machten einen Bogen um die Pferde. Langsam konnten man sich nähern. Sie sahen allerdings noch von weitem ein Auto ankommen mit Fernlicht. Es blendete ab, bremste jedoch nicht. Zu dieser Zeit standen einige Pferde schon auf der rechten Fahrbahn, unter anderem die drei Hengstanwärter. Das Auto fuhr ungebremst in die Herde hinein. Einer der Hengstanwärter flog über das Auto hinweg in den Straßengraben, die anderen zwei hatten gebrochene Beine. Keine Bremsspur, nix. Die Pferde brüllten vor Schmerzen, das Auto hatte Totalschaden. Im Auto saßen ein älteres Ehepaar, der Mann war gefahren und hinten saß ihr Enkelkind. Es muß grauenhaft gewesen sein. Die Herde rannte in Panik wieder davon, mit dabei einer der Hengstanwärter mit gebrochenem Bein. Der im Straßengraben hatte außer den gebrochenen Beinen noch schwere innere Verletzungen. Sie haben ewig gebraucht, um jemanden zu finden, der berechtigt ist, Pferde zu erschießen. Dann konnten sie nur einen Schlächter finden. Der hat den schwerverletzten Hengst im Straßengraben erschossen und den anderen Hengst mit gebrochenen Beinen aufgeladen. Der dritte mußte erst eingefangen werden. Die drei landeten also beim Schlächter. Es waren alle drei richtige Kapitalpferde. Nun klagt natürlich die gegnerische Versicherung mit der Leasinggesellschaft des Gegners auf Schadenersatz. Die Versicherung der Züchter klagt nun wieder auf zumindest eine Teilschuld, da der Autofahrer ungebremst in die Herde fuhr. Gerichtstermin sollte heute sein, wurde aber auf September verschoben. Man könnte ja spekulieren. Zumindest können die Züchter nachweisen, daß sie ihren Pflichten nachgekommen sind, jeden Tag die Koppeln und Herde zu überprüfen. Bin mal gespannt auf das Ergebnis.</div>

                uah das ist einfach schrecklich&#33;&#33; ein horror für jeden Pferdebesitzer...

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