Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Stilspringen
Hallo Leute!
Ich hab mal ne Frage:
Wofür bekommt man Abzüge beim Stilspringen?
Was sehen die Richter gerne, was nicht?
Man bekommt immer so unterschiedliche Antworten auf diese Fragen! http://www.horse-gate.com/ib3.7/non-cgi/emoticons/confused.gif
Grüße v. LouLou
solange es verschiedene richter gibt wird es auch verschiedene meinungen über die art und weise des springstiele geben. grundsätzlich gilt aber das die meisten richter gerne den leichten sitz zwischen den sprüngen sehen, die bügel müssen kurz genug sein und über dem sprung sollte der reiter elastisch mit nach unten nachgebender hand mitgehen. auch sollte die hand zwischen den sprüngen etwas über dem wiederrist getragen werden, hand nicht in den bauch ziehen lieber nachfassen. vermeide es im außengallopp an einen sprung heranzureiten parriere lieber zum trab durch und gallopiere neu an anstatt im falschen gallopp weiterzurteiten. außerdem sollte das tempo fleißig und fließend sein. (habe aber schon leute die ständig hinter der bewegung waren und im rennaußengallopp über die sprünge preschten mit ner 7,5 rausreiten sehn)
hoffe ich konnte helfen
grüße
Dancing Queen
26.11.2001, 17:49
Ich glaube es ist auch noch wichtig die Sprünge grade und in der Mitte anzureiten und runde Wege reiten(nicht um die Kurve kratzen). In Distanzen sollte man wenn möglich die vorgeschriebene Anzahl der Galoppsprünge auch reiten. http://www.horse-gate.com/ib3.7/non-cgi/emoticons/wink.gif
Liebe Grüße
Dancing Queen
Es hängt auch viel vom Erscheinungsbild ab. Ist das Pferd gut herausgebracht und ordentlich frisiert? Die Ausrüstung gepflegt und zweckmäßig, Reitstiefel ordentlich geputzt und die Haare irgendwie verstaut? Bei uns in der Gegend scheinen sich die Richter zwar einig zu sein, was Lehrmeinung ist und gezeigt werden soll, aber nur in der Theorie. In der Praxis gehen die Meinungen dann immer stark auseinander, darüber, was denn nun ein 'geregelter Ritt in gutem Stil' ist.
Ich habe mich immer bemüht, ein flüssiges Tempo zu reiten also nicht übertrieben langsam dahinschaukeln und die einzelnen Hindernisse passend anzureiten. Das kam immer ganz gut an.
Ein guter, ruhiger Sitz mit unauffälliger Einwirkung ist natürlich wichtig aber manche Richter sehen es auch gern, wenn man zeigt, dass man auf das Pferd einwirken KANN (will meinen es rennt nicht unkontrolliert gegen die Sprünge und bleibt schön auf gerader Linie). Manchmal wünschen sich die Richter auch, dass man nicht allzu leicht sitzt sondern bis zum Sprung mit dem Gesäß etwas mehr im als am Sattel bleibt aber das ist Ansichtssache.
Was die Galoppwechsel angeht, stimme ich Susanne zu. Wenn sie noch nicht so ganz klappen, ist es besser vernünftig zum Trab durchzuparieren und neu anzugaloppieren. Stilritte fangen auch mit dem Grüßen an und sollten damit aufhören, dass man die Zügel aus der Hand kauen läßt, sein Pferd lobt und dann zügig aber ruhig die Bahn verläßt.
Was häufig vergessen wird, ist dass die Pferde immer mitbewertet werden. Man kann sich also als Reiter noch so sehr bemühen, wenn man auf einem 'heißen Ofen' sitzt oder das Pferd einfach unbeholfen im Springen ist, wird man selten vorne sein. Es ist eben der Gesamteindruck der zählt.
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