Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Hengstvorführung Hinnemann
McFlower
05.04.2004, 11:47
Hallo,
ich war gestern in Voerde bei der Hengstvorführung und könnte berichten, wenn ihr wollt. Sagt mir, an welchen Hengsten ihr Interesse habt und ich versuche, meine (subjektiven) Eindrücke wiederzugeben.
Rheingau hat sich ausnahmsweise mal benommen, er wurde nach der Katastrophe beim Tag der offenen Tür in Warendorf auch gaaanz vorsichtig gezeigt. :-)
Feinsinn finde ich sehr schön, er gefällt mir immer besser, bekommt langsam Ausdruck, sehr viel Schub von hinten, natürliche Bergauftendenz, sieht sehr rittig und losgelassen aus.
Roman Nature wurde von einem Mädchen vorgeführt, weil M.v. Baalen beim Weltcup-Finale geritten ist. Sie ist ihn sehr vorsichtig geritten, er hat alles brav mitgemacht, aber ohne Glanz. Vermutlich muss man ihn etwas anbuffen, damit er in Wallung kommt.
Für wen interessiert ihr euch noch? Laurentianer? Weltino? Delphi? Die Youngsters?
Flower
Hi Flower
Rifaisos, Weltino, Fuchsberger, Extasy wäre noch interessant.
Danke schon mal.
McFlower
05.04.2004, 14:09
Fuchsberger
-> wurde nicht gezeigt
Extasy
-> steht der in Voerde??? Wenn ja - wurde auch nicht gezeigt
Weltino
-> Ist für sein Alter bereits ziemlich kalibrig, ich weiß nicht, wo der größen- und umfangmäßig noch hin will. Typischer Weltmeyer-Bewegungskünstler, strampelt nicht nur vorne, sondern es kommt auch sehr viel von hinten. An der Hand machte er so den Eindruck, als wäre es kein Amateurpferd, aber unter´m Sattel zeigte er sich doch ganz brav, schon sehr gelassen und ausbalanciert. Mir persönlich ist er zu wuchtig, wirkt auch größer als er ist, aber hat auf alle Fälle top GGA´s mit echtem Weltmeyer-Trab. Ob er aber auch den Weltmeyer-Spleen hat, kann ich nicht sagen. Gestern war er an der Hand sehr glotzig, aber unterm Sattel lieb und brav.
Rifaisos
-> Wurde gezeigt, ist aber irgendwie an mir vorbeigerauscht. Von den Youngsters fand ich Riccio am Nettesten. Sehr groß, aber erstaunlich edel (dafür, dass sich in der Abstammung überhaupt kein VB findet).
Extasy und Fuchsberger stehen bei Schult in Hünxe, da ist morgen Hengstvorführung!
Was ist denn ein "Weltmeyerspleen " ? Das habe ich noch nie gehört.
Gruß Isi
McFlower
06.04.2004, 13:31
"Weltmeyer-Spleen": Den Weltmeyer-Nachkommen sagt man nach, sie wäre sehr glotzig, mit Hang zur Hysterie, dadurch unzuverlässig in Prüfungen aber trotzdem recht büffelig zu reiten.
Such mal in der Rubrik "Zucht" nach Weltmeyer, da gibt´s einen ganz langen Thread zu dem Thema.
na das Thema Weltmeyer hatten wir ja nun oft genug.
Ich habe mehrere mit dem Blut und sie haben nicht eine von den genannten Eigenschaften.
Und Weltino scheint die ja offensichtlich auch nicht zu haben.
Vielleicht sollte man einfach mal sagen, was man sieht und einem Hengst nicht immer irgendwas andichten, was man mal irgendwo gehört hat.
Was ist mit der Rheingau Katastrphe gemeint?Was war seinerzeit?
War am WE auch da. Allerdings nur bis zur Pause. Das Mädchen -Verena-, dass Roman Nature geritten hat ist 14! Und ich finde es schon beachtlich, dass die Hengste in so einer Atmosphäre - eigene Halle, bunt, voller Menschen und Hunde - so ruhig bleiben, dass "kleine" Mädchen sie reiten können. Übrigens hat sie auch Rheingau geritten um genau dies zu dokumentieren.
Rheingau muss beim Tag der offenen Tür in Warendorf wohl ziemlich abgespackt haben. Hinnemann hat am Anfang Rheingau geritten und erklärt, dass sie versuchen, wieder Ruhe in ihn reinzukriegen. Hätte wohl die Nase voll von dem ganzen Rummel. Zig Hengstvorführungen, Schauprogramme etc. Auf jeden Fall ist er mittlerweile wohl schon viel ruhiger geworden. Selbst der Applaus mit Verena auf dem Rücken hat ihn nicht aus der Ruhe gebracht!
Gruß - Caluna
McFlower
07.04.2004, 16:15
- Ich wollte Weltino nichts andichten, aber Herr Hinnemann hat selbst als Kommentar zu Weltino gesagt, dass er ein ziemlich "spinniges" Pedigree hat, aber trotzdem nicht spinnt.
- Die Leistung der 14-jährigen Hengstreiterin wollte ich auf keinen Fall schmälern. Es ist nur völlig klar, dass sich Roman Nature unter M.v.Baalen oder J.Hinnemann völlig anders zeigt. Es spricht absolut für den Hengst, dass er sich von einem Mädchen so lieb und brav vor Publikum zeigen lässt.
- Rheingau ist am Tag der offenen Tür in Warendorf mit Herrn Hinnemann im Sattel total ausgerastet, stand eigentlich nur noch kerzengerade in der Luft und ließ sich überhaupt nicht mehr beruhigen. Das war aber nicht der erste Ausraster, ich habe ihn auch schon als Youngster auf der Hengstparade völlig durchtickend erlebt.
Vielleicht sollte sich Herr Hinnemann mehr mit der Ausbildung von Rheingau beschäftigen als dummes Zeug zu reden.
Man könnte sonst den Eindruck gewinnen, daß selbst Hengste ohne "spinnertes" Pedigree bei ihm spinnert werden, sowas kann nämlich durchaus auch an der Ausbildung liegen http://forum.springwelten.de/iB_html/non-cgi/emoticons/rock.gif
McFlower
07.04.2004, 17:01
@abigail: Was für eine Laus ist dir denn über die Leber gelaufen...?
Ach was, lassen wir´s. Wenn jemand noch (ganz persönliche, laienhafte, nicht vom allwissenden Zuchtgott stammende) Eindrücke von konkreten Hengsten haben will, berichte ich gerne weiter. Ansonsten ziehe ich mich aus dieser Diskussion raus. Sonst trete ich noch irgendwelchen Pro-Weltmeyer oder Contra-Hinnemann-Vertretern oder sonstwem auf den Schlips und das will ich ja nicht.
Frohe Ostern!
Flower, da hast du mich mißverstanden. Sollte keine Kritik an deinem Bericht sein http://forum.springwelten.de/iB_html/non-cgi/emoticons/smile.gif
Was mich allerdings ankotzt ist, daß Herr Hinnemann mit Steuergeldern dafür bezahlt wird, Hengste auszubilden, was leider bei Rheingau völlig in die Hose gegangen ist und stattdessen unqualifizierte Pedigreeanalysen abliefert. Ansonstne wüßte er nämlich, daß Weltino genau so gezogen ist, wie qualitätvolle Weltmeyer-Nachkommen gezüchtet werden sollten, nämlich mit viel Edelblut. Die sind dann auch leitungsbereit und nervenstark. http://forum.springwelten.de/iB_html/non-cgi/emoticons/smile.gif
Capitölchen
18.07.2005, 23:14
Kann jemand über Extasy berichten?
Gibt es schon Nachzucht?
Was ist zu empfehlen bei der Anpaarung?
Auf der Fohlenschau in Hünxe war ein sehr ansprechendes Hengstfohlen, hat Silber bekommen.
Mir ist ein Rätsel warum Rheingau überhaupt im LG aufgestellt ist. Er ist zwar ein ansprechender Hengst, der im Trab enormes Bewegungstalent mit sich bringt aber eine grottenschlechte (so schlecht habe ich das auch noch nie bewusst bei einem Hengst wahrgenomen) Galloppade mitbringt. Hinnemann himself hat dies auch entsprechend kommentiert, daß dies sich mit entsprechender "Arbeit" "verbessern" würde. Wir sprechen von "verbessern!" Plus der kopflosen Art dieses Hengstes, nun ja. An dem Tag, als ich ihn gesehen habe ist er unkontrollierbar an der Hand aus der Halle gestürmt und hat alles niedergetrampelt was im Weg stand, Gott sei Dank ist nix passiert. Ansonsten finde ich die Symbiose Hinnemann/LG absolut sinnvoll auch wenn ich nicht verstehen muss, daß Hengste vom LG von Holländern geritten werden müssen. Wenn schon deutscher Steuerzahler zumindest für das LG WAF mit aufkommt, dann doch bitte einem talentierten Deutschen da drauf ...Aber vielleicht hat das ja einen Werbeeffekt in das Nachbarland hinein ... http://forum.springwelten.com/iB_html/non-cgi/emoticons/sad.gif
um mal ein wort zu der vermeintlichen "brav-weil-von-kindern-zu-bedienen" theorie zu sagen - weil mir das in letzter zeit immer wieder unterkommt u ich erst gestern wieder ein hengstvideo in die hand bekommen habe da wurde der charakter dieses multitalents an hand der tatsache dass ein kind draufrumritt kommentiert.
ich würde sagen das liegt in der natur des pferdes an sich begründet welches ein liebnswertes und zutrauliches tier ist sofern wir es nicht vorher versauen. jedes meiner pferde ist von kindern zu reiten u selbst wenn deren beinchen nicht übers sattelblatt reichen funktionieren die zossen trotzdem dabei. warum auch nicht? weshalb sollten sie sich einer solchen "beanspruchung" entziehen?
ich habe selten einen solchen schwachsinn gehört u kann es nicht glauben dass die zweibeinige möchtegern hippologenszene darauf etwas gibt.
es ist doch einfach nur logisch dass selbst ein aufgedrehter gaul sich unter einem anspruchslosen kinder- oder jugend reiter gelassen u cool zeigt - er hat schliessliche keinen grund sich aufzuregen weil er nicht gefordert wird. dass das selbe pferd aber völlig am rad dreht wenn ein profi im sattel sitzt und ihn fordert u durchaus auch mal provoziert ist genauso selbstverständlich.
wie kann man sowas aber zur charakterfrage in die eine oder andere richtung stilisieren?
lieber himmel!
natürlich läuft ein rheingau wie am schnürchen wenn ihm keiner im nacken sitzt und ihn pisackt.
meine stute ist auch eine lebensversicherung wenn ein unsicherer reiter draufgesessen hat - egal ob im parcours, viereck oder sogar etwas anspruchsvollerer geländetour.
aber wehe man will ihr ans eingemachte u gewisse höchstleistungen in sachen versammelnden disziplinen etc (da, wo die WIRKLICHE arbeit anfängt) abfordern - da wird dann durchaus die leichte infanterie ausgepackt. so ist das nunmal bei pferden die einen recht ausgeprägten geist haben.
die sind doch nicht blöd. die wissen doch ob einer draufsitzt der sie i zweifel auch mal richitg anpackt oder oder ienfach nur lieb laufen lässt. ein pferd geht den weg des geringsten widerstandes. warum theater machen wenn ein kind draufsitzt?
das problem ist dass man so aber auf turnieren keinen blumentopf gewinnt.
weshalb es völlig egal ist ob der gaul sich von kindern bedienen lässt oder nicht. wichtig ist dass er sich auf turnier FORDERN lässt wenn es darauf ankommt - zusammen-und auseinanderschieben- DAS ist das geheimnis der 9er noten. alles andere ist hochglanzlektüre für den sonntagsreiter.
"pferd aber völlig am rad dreht wenn ein profi im sattel sitzt und ihn fordert u durchaus auch mal provoziert ist genauso selbstverständlich"
das sehe ich völlig anders. der profi soll das Pferd nicht pisacken damit es Höchstleistungen vollbringt. Der wahre Profi versteht es, dass das Pferd diese Höchstleistungen von sich aus bringen will. Darin unterscheidet sich m.M. der (Tunrier-)Profi vom wahren Reiterprofi.
Leider gibt es letztere nicht sehr oft. Die Pferde müssens dann "ausbaden"
Gruß
horsmän
@brands2:
Du sprichst mir aus der Seele!!!
Was will ich als Turnierreiter mir einem Pferd, dass sich nicht "anpacken" lässt! Wie schwer ist es solch ein Pferd über ein A-Niveau hinaus zu fördern und es erfolgreich auf Turnieren vorzustellen, den Stress muss man sich doch nicht unbedingt antun....
Aber ist schon nicht unintelligent Rheingau unter einem jungen Mädel zu präsentieren vorallem nach dem einprägsamen Auftritt unter Hinnemann....bei vielen Leuten zieht diese Masche doch zu gut!
http://forum.springwelten.com/iB_html/non-cgi/emoticons/biggrin.gif
Also nochmal,
wenn ein Reiter es nicht schafft das Pferd auf ein hohes Niveau zu bringen, egal welches Temperament das Pferd hat, dann sind die Mittel des Reiters eben unzulänglich. Egal wie man heißt.
Natürlich sind jedem Pferd natürliche Grenzen gesetzt, sowohl physiologisch, als auch psychologisch. Aber darüber kann man auf Dauer eben nicht gehen, das muß man erkennen und anerkennen. Bei "A" werden diese Grenzen aber sicher noch nicht verlaufen.
Gruß
horsmän
(meine bescheidene Meinung)
Anpacken hat nichts mit pisacken zu tun....zumindest nach meiner Definition.
Klar liegt eine solche Gegenwehr nicht automatisch und vorallem nicht nur am Pferd!
Es ging ja auch mehr um die Gleichung:
läuft unter jungem Mädel = brav, rittig, cool und was weiß ich was sonst noch alles....
@horsmän:
Oh...habe deine Beträge immer erst nachdem ich meine abgeschickt habe gelesen! Schreibe wohl etwas zu langsam http://forum.springwelten.com/iB_html/non-cgi/emoticons/biggrin.gif
Zitat ]wenn ein Reiter es nicht schafft das Pferd auf ein hohes Niveau zu bringen, egal welches Temperament das Pferd hat, dann sind die Mittel des Reiters eben unzulänglich. Egal wie man heißt.
egal welches Temperament?........hmmm, nein ich denke je nachdem wie das Pferd gelagert ist, liegt dann schon in seinem Temperament der limitierende Faktor.
Zitat ]Natürlich sind jedem Pferd natürliche Grenzen gesetzt, sowohl physiologisch, als auch psychologisch.
So sehe ich das auch und je nach Pferd liegen auch die Grenzen, da kann man mit A natürlich nicht pauschalisieren...so wollte ich das gar nicht ausdrücken!
Das in den meisten Fällen eher der Reiter das Weiterkommen ver-/behindert ist natürlich klar! Aber auch das kann man nicht generell so formulieren, es gehören in unserem Sport ja immer mindestens zwei dazu (lassen wir den Trainer mal außen vor, sein Einfluss ist ja auch nicht ohne)!
Kennt jemand Nachkommen von Rheingau???
Auch alle über die Uhr??
Habe bis jetzt nur einen gesehen,
mit drei abartig guten Grundgangarten.
Leistungsbereitschaft heißt das Zauberwort. Egal was für ein Temperament (gutmütig/ruhig oder sensibel/nervig) und was für einen Körperbau das Pferd ansonsten hat......natürlich nützt die beste Leistungsbereitschaft beim Pferd nichts, wenn ein "Metzelreiter" draufsitzt, der das Tier totreitet oder heiß macht.......ohne Leistungsbereitschaft kommt man nicht weiter mit der Ausbildung.....ein Pferd, dass schon anfängt zu schwitzen oder nicht mehr frißt, wenn die Turnierkisten gepackt werden, verträgt keinen Streß und gehört nur spazierengeritten.....ein Pferd muss sich auf die Arbeit und die Abwechslung freuen....
Ich gehöre als Mensch leider auch zu der Sorte "streßempfindlicher" Wesen und habe deshalb lieber die andere Pferde-/Menschensorte aufs Turnier geschickt und ansonsten in Ruhe meine Arbeit gemacht........ http://forum.springwelten.com/iB_html/non-cgi/emoticons/wink.gif
Das Pferde, wenn sie gefordert werden, mal aufdrehen, hat nichts damit zu tun, daß sie nicht arbeiten wollen, sondern nur damit, daß sie nicht richtig vorbereitet werden.
Soll heißen, Warnsignale werden übersehen und erst wenn das Tier auf 2 Beinen steht, wird klar, daß hier was falsch läuft.
Keiner der HEngste, die bei Hinnemann im Training sind, geht sauber über den Rücken. Sehr häufig treten Taktprobleme auf. Da darf man sich nicht wundern, wenn ein sensibles PFerd da dicht macht.
Rheingau hat einen guten Charakter und vererbt diesen auch.
@brands
gebe Dir Recht.
Habe lange im Galopprennsport zu tun gehabt und Pferde, die zu Hause die super Zeiten laufen und im Rennen versagen (Nerven!) sind die "liebsten" der Trainer, die werden von erfahrenen, guten Trainern direkt aussortiert oder landen in der Chappidose. Leistungswillen und Leistungsvermögen sind die Zauberworte, häufig genug ererbte Fähigkeiten.
Ob Rheingau einen guten Charakter vererbt (vererben soll) oder nicht, ist mir schnuppe, weil ich einen solchen Hengst per se nicht einsetzen würde. Ausserdem kommt es nicht "nur" auf einen guten Charakter an (Beispiel Kind auf Hengst) sondern auf das Leistungsvermögen, ob er es bringen will wenn er muss. Und da hapert es meiner Meinung nach. Und Hinnemann ist Reitmeister, der wird schon das Maximum aus den Pferden herausarbeiten ... Kritiker gibt es natürlich an allem und jedem. Ich bin der Meinung, daß der Mann sehr wohl weiss was er verlangen kann und bis wohin er gehen kann. Und wenn ein Hengst im Beisein vieler Zuschauer seinen Dienst versagt ... muss man neue Wege beschreiten, wie z.B. Kind auf Hengst http://forum.springwelten.com/iB_html/non-cgi/emoticons/sad.gif den Rest dazu kann man ja oben nachlesen! Das ändert nichts an der schlechten Galloppade und sicher wird es Nachkommen mit exzellenten Grundgangarten geben, schliesslich gibt es ja noch die Stute ... das ist nun keine Kunst!
@brands: JEIN!
Natürlich wird ein Pferd beim "Beritt" durch ein Kind nicht so gefordert wie unter einem professionellen Ausbilder, ist ja ne Binsenweisheit.
Aber mal abgesehen von der Frage, ob und wie ein Pferd angepackt oder gefordert gehört, kann doch durch den "Beritt" eines kleinen Mädchens zumindest gezeigt werden, ob das Pferd vom Grundcharakter her sanft und gelassen auf das "Heididei" in der turbulenten Halle reagiert. Ein reiterlich wie körperlich noch relativ schwaches Mädchen wird keinen Hengst auch nur ansatzweise am Ausbrechen, Austicken oder Losfetzen hindern können - was Profis hingegen oft in der richtigen Zehntelsekunde schon erspüren im Keim ersticken können - genau dafür sind sie ja Profis.
Ich denke, um diese Art von "Austicken" geht es, wenn man davon spricht, dass ein Pferd auch von einem Kind geritten werden kann - nicht um das Austicken durch starke Forderung.
Und ich halte es für ein Gerücht, das jedes Kind JEDES Pferd problem- und gefahrlos in so einer turbulenten Atmosphäre vorstellen kann, nur weil das Pferd dabei nicht gefordert wird.
Ganz so einfach ist das mit dem Reiten und dem "Getier" ja nun doch nicht.
@arosa
"Und wenn ein Hengst im Beisein vieler Zuschauer seinen Dienst versagt ... muss man neue Wege beschreiten, wie z.B. Kind auf Hengst "
Wenn Herrn H. als Reitmeister aber als Lösung der aufkommenden Probleme unterm Sattel nur solche Sachen einfallen, ist es mit dem Meister-Dasein m.M. nicht sooo weit her.
Nun habe ich da keinen Einblick, kenne weder den Hengst, noch das Reiten des Herrn H.
Ich denke aber auch, dass man mit Gefühl, Erfahrung und Gedult auch mit solchen Pferden durchaus sehr weit kommen kann. Man muß eben analysieren, warum er "austickt" und überlegen wie man ihm dieses Problem nehmen kann.
Vielleicht ist er ein besonders sensibler, der das "volle Programm" nicht so gerne mag.
Es gibt aber durchaus auch andere handwerkliche Methoden.
Und wenn er dafür tatsächlich von Landgestüt beauftragt ist (was ich jetzt nicht weiß, aber es ist doch ein Landbeschäler,oder nicht?) und letztendlich sogar aus Steuermitteln dafür bezahlt wird, ist es auch seine verdammte Pflicht!
Ob nun seine Grundgaloppade für eine großen Turniererfolg reicht, kann ich nicht beurteilen.
Gruß
horsmän
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