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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Grand Prix abgetreten



Maren
20.01.2004, 18:17
Am letzten Sonntag verstab völlig unerwartet der Hörsteiner Hengst Grand Prix in seiner Box. Der letzte lebende Swazi xx Sohn in Deutschland war unter Ingrid Klmike lange Jahre ein Aushängeschild im Buschgeschehen, 3. der deutschen Meisterschaften in Luhmühlen und mit Ingrid auf der longlist für die Olympischen Spiele in Barcelona. Er wurde dann im nach hinein über die Eigenleistung gekört und bezog seine Box im Heimatgestüt Hörstein. Da er auf den ersten Bick eher unscheinbar war und auch nicht gerade den typischen Trakehner Adel zeigte, wurde er mehr als spärlich angenommen und hat eigentlich hauptsächlich gestütseigene Stuten gedeckt. Ich durfte einige seiner Nachkommen am Sprung erleben und muss sagen, die waren an Technik, Manier und 150%em Willen nicht zu überbieten, dabei ausgesprochen cool und lieb, fast schon phlegmatisch. Er hat die ein oder andere Prämienstute hinerlassen und vielleicht findet das TG ja noch gebrauch. In Hörstein war man jedenfalls von ihm überzeugt und es wäre doch schön, wenn der ein oder andere Nachkomme dann auch mal im Sport wieder auftaucht.
Grand Prix stammte übrigens aus dem gleichen Goldelse Stamm wie Solero.
Mir wird er jedenfalls beim nächsten Rundgang im Gestüt fehlen.

Non Stop
20.01.2004, 19:13
Sehr bedauerlich,daß solch ein talentierter Hengst von den Trakizüchtern nicht angenommen wird.Aber das ist ja leider bezeichnend und typisch für die Züchterschaft der Trakehner.Hauptsache edel und schön!Der Leistungsgedanke ist schon längst abhanden gekommen.Wenn man überlegt ,wieviele wenige Abdulla-Nachkommen in Dtschl.existieren,so ist es schon beschämend.Nicht auszudenken,wo Oldenburg o.Holstein ständen,wenn die deren Zuchtpolitik kopiert hätten.

20.01.2004, 19:25
Zitat[/b] (Non Stop @ Jan. 20 2004,18:13)]
ist ja echt traurig,,,,,,,wir haben noch einen swazi xx sohn einen 19 j wallach,trakhi und war noch nie irgendwie krank,hat nix auf den beinen und ist fit wie turnschuh!!

Maren
20.01.2004, 19:29
Abdullah gibt's doch einige in Deutschland, leider ist der nicht gerade ein begnadeter Vererber gewesen. Toller Sportler sicherlich, aber ansonsten extrem schwer anzupaaren.
Ich denke, daß gerade die Sportlichkeit (im Sinne von selber auch im Sport laufen) der Trakehner Vatertiere oftmals unterschätzt wird. Ständig die selbe Leier von wegen nur schön und sonst nix ist irgendwie langsam überholt. Gerade das Prinzip des "Schönheit schließ Leistung aus" zieht ja bei den Trakehnen in den seltensten Fällen, denn oftmals sind die erfolgreichen obendrein eben auch noch edel/gut anzusehen. Daraus sollte man ihnen vielleicht keinen Strick drehen.

Was Grand Prix angeht, der brauchte halt viel VB, da er selber eher mal in die Schublade eines Erhalters passte, ganz im Sinne seiner mütterliche Rappherde-Gene. Daß es da an der Auswahl der heutigen Hohenstein-Töchtersippe schwierig wird, macht irgendwie Sinn. Es beweist nur einmal mehr, daß wir einfach mehr qualitäts VB in die Zucht kriegen müssen, ob jetzt arabisch oder englisch ist mal völlig egal. Dann kann man auch wieder auf solche Leistungsspitzen wie GP oder andere, vieleicht weniger veredelnde Jungs zurück greifen.

Non Stop
20.01.2004, 21:54
@Thomas
Du triffst den Nagel auf den Kopf mit deiner Einschätzung.
Berufsbedingt habe ich nun auch schon über mehrere Jahre mit Trakehnerzüchtern zu tun.Kann dir aber nicht einen nennen,der sportliche-leistungsorientierte Ansichten vertritt.Man schwärmt da nur immer von Fohlen-u.Stutenschauen.Man hat den Eindruck,daß die "Selbstbeweihrauchung" der Nabel allen züchterischen Strebens ist.Traurig-Traurig.!!

Llewella
20.01.2004, 22:27
Tja, da ist dann meine Wenigkeit und meine Bekannte eine Ausnahme. Für mich gehört eine potentielle Zuchtstute erst mal ein paar Jahre in den Sport und wenn sie da nichts taugt, gehört sie auch nicht in die Zucht. Und meine Freundin ist immer auf der Suche nach Hengsten, die Leistung erbracht haben oder die Nachkommen erfolgreich im Sport haben...

Springnachwuchs
20.01.2004, 22:58
Daten:
Grand Prix
Liste eingetr. Söhne = 0
eingetr. Stuten = 2
N.-Lgs. = 25 Euro
E.-Lgs. = 13.912 Euro

Ich kenne den Hengst nicht und kann somit auch nicht viel über ihn sagen. Soviel scheint aber sicher, dieser Hengst hat mit dieser Lebensgewinnsumme im Sport etwas fertig gebracht.

Genau da liegt aber das Problem der neuzeitlichen Trak.-Zucht.
Höre ich, dass Abdulla schwer anzupaaren war, stellt es mir ein wenig die Nackenhaare.
Fakt ist, er wurde wie scheinbar auch Grand Prix, nicht im ausreichenden Maß von den Züchtern frequentiert. Evtl. sind da nicht gleich die Zuckerpüppchen, Strapelmaxe rausgekommen und rumps wurden die Hengste wieder fallen gelassen. Schaut man nach Hannover oder Holstein, so hat man beispielsweise mit Gotthard und Landgraf 2 Welthengste in die Zucht genommen, welche nur mit viel Wohlwollen bzw. weiser Vorausahnung, die Körung überlebten. Das ist der Weg den die Trak. wieder gehen müssen. Das bedeutet aus dem heutigem Schönheitswahn sicherlich einen Rückschritt. Schlussendlich würde es aber den Trak. wieder zurück in die Liga der Leistungspferde bringen. Ich möchte hier keinen Lobgesang über einzelne Sport-Trak. hören. Dass es diese gibt, weis ich selber. Fakt ist, dass gemessen an der Nachkommenschaft zu wenige den Sprung in den Sport schaffen. Also greift zurück auf die wenigen sporterfolgreichen Hengste und Stuten und lasst sie nicht wie Abdulla und Grand Prix versauern.
Das Potential ist sicherlich vorhanden, sonst hätten die Vorfahren der heutigen Trak. nicht die Kriege und Wanderungen überlegt. Die Leistung musste meineserachtens der Schönheit weichen.
ich bin stolz, in meinem Holsteinisch geprägten Hengst in der Mutterlinie Hengste wie Trautmann, Lateran, Helikon usw. verankert zu haben. Zumindestens ist aus dieser Linie mit dem Holsteiner Blut ein echter Sportler entsanden.



My Webpage Hof Sloothaak (http://www.cyrano.sloothaak.de)

monti
21.01.2004, 08:48
Beim Le Charmeur ist auch der Lateran (Springpferde-/Leistungsvererber) außerdem noch Kurier/Kurde hinten dran - einer der Gründe warum ich so viel von seiner Vererbung halte.
Wobei Kurde in der F1-Generation viele gerade Kruppen und schiefe Schweife gemacht hat - danach aber Mutterstuten, die Leistungsbereitschaft und vererbt und Sportnachwuchs in Serie gemacht haben - das alte Lied.

Maren
21.01.2004, 10:05
@ Non Stop,

offensichtlich hast Du mit Abdullah Nachkommen nur wenig Erfahrung gemacht. Mit "schwer anzupaaren" meinte ich nicht "schön muss es sein", sondern es sollte reitbar und springbar sein, sind aber die wenigsten. In den USA laufen gut 300 Abdullah Nachkommen rum, die aus reinen VBs kann man noch gebrauchen, vom Rest würde ich eher mal die Finger lassen, da gibt's von haarstreubenden Ganaschen/Nackenpartien, die ein am Zügel gehen komplett verhindern, bis zu unglaublich wüsten Temperamenten so ziemlich alles. Ein paar davon in Deutschland, und die Trakehner hätten wieder mal den Ruf nach unreitbaren Tieren bestätigt!!!

Sorry, ich sehe den "Schönheiswahn" der 70 und 80er Jahre heute nicht mehr. Es gibt genug "herbe" Typen in der Zucht. Bleibt die Frage, wie der einzelne Züchter diese annimmt.
Und es wäre wirklich nett, wenn Du uns nicht alle über einen Kamm scheren würdest!!! Ich bilde mir ein sehr leisungorientiert zu züchten, bei mir bekommen auch wenig populäre Hengste, die z.T. nur per TG beziehbar sind (da im Sport, man höre und staune) ein Chance. Ich bin selber genug geritten um zu wissen, daß nur einzig und allein unter dem Sattel die Wahrheit liegt. Und das versuche ich auch, in meiner Zucht umzusetzen.

Einen Großteil der von Dir völlig gerechtfertig angesprochenen Probleme sehe ich allerdings in der Pferdezucht allgemein. Völlig verengte Blutlinien (da ist Holstein wohl ein Paradebeispeil), der WDRFS Wahn unserer Tage (und da reichen ja auch schon Materialerfolge um zu decken wie blöd) und der Run auf die Schwarzen dieser Welt sollten uns alle kräftig nachdenklich stimmen!

21.01.2004, 12:24
Paradebeispiel Holstein für Blutengheit !
Es mag wohl so sein, jedoch hat sich kein anderes Zuchtgebiet, mit seiner Zuchtphilosophie die Springferdeszene in den letzten Jahrzehnt so geprägt wie Holstein.
Auch nach dem Abgang der Großen wie Landgraf, Lord,
Capitol etc....,rücken deren Söhne oder Enkel nach und repräsentieren mit großem Erfolg die Holsteiner Zucht in der internationalen Szene.
Dies nur zur Erinnerung

Springnachwuchs
21.01.2004, 12:54
Zitat[/b] (Maren @ Jan. 21 2004,09:05)]sondern es sollte reitbar und springbar sein, sind aber die wenigsten.
In wievielen Generationen haben die Trakener dass den ausprobiert?http://forum.springwelten.de/iB_html/non-cgi/emoticons/rock.gif selbste wenn es mal einen Rückschritt in der Rittigkeit geben sollte (was ich stark bezweifle), muss ich erst mal wieder die Leistung festigen, um mich dann alle anderen gewünschten Atributen wieder zu widmen. Die eierlegende Wollmilchsau gibts nun mal nicht in der Zucht (zum Glück). Geduld ist angesagt.

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Llewella
21.01.2004, 13:49
Das ist ja alles gut und schön und hat sicherlich auch richtige Facetten. Aber es gibt meiner Ansicht nach schon genug Stuten in der Zucht so nach dem Motto "Reiten kann man sie nicht, also decken wir halt." Fraglich ist, ob das eine Zucht nach vorne bringt, vor allem weil sich Faktoren wie Rittigkeit oder eben Unrittigkeit gerne auch vererben.

Und ob man so verächtlich über die Trakehner Züchter reden muß, wie Thomas das gerne tut, wage ich zu bezweifeln, denn es gibt doch immer noch genug von der Sorte, die nicht für den Verband, sondern für die Rasse züchten...

Llewella
21.01.2004, 13:52
Zitat[/b] (Springnachwuchs @ Jan. 21 2004,11:54)]selbste wenn es mal einen Rückschritt in der Rittigkeit geben sollte (was ich stark bezweifle), muss ich erst mal wieder die Leistung festigen, um mich dann alle anderen gewünschten Atributen wieder zu widmen.
Und wer soll diese möglicherweise weniger rittigen Pferde denn dann alle reiten? Schau dich doch mal mit offenen Augen in unseren Reitvereinen und auf Turnieren um!

Die Qualität der Reiter wird schlechter und schlechter, alles schreit nach einem leicht zu bedienenden Pferd, um damit die eigene reiterliche Unzulänglichkeit zu verdecken.

Und dann rätst Du einem Züchter, das Risiko Unrittigkeit in Kauf zu nehmen? Wer soll denn ein solches Produkt dann kaufen? Was nützt dem Züchter ein leistungsfähiges Pferd, das nur unter einem Vollprofi seine Leistung auch erbringen kann?

Es hat ja nicht jeder einen Franke Sloothaak an der Hand...

duntroon
21.01.2004, 13:55
Zitat[/b] (Llewella @ Jan. 21 2004,12:49)]Und ob man so verächtlich über die Trakehner Züchter reden muß, wie Thomas das gerne tut, wage ich zu bezweifeln, denn es gibt doch immer noch genug von der Sorte, die nicht für den Verband, sondern für die Rasse züchten...
nimm das nicht ernst und seh es doch einfach als allgemeine belustigung http://forum.springwelten.de/iB_html/non-cgi/emoticons/biggrin.gif http://forum.springwelten.de/iB_html/non-cgi/emoticons/biggrin.gif

Llewella
21.01.2004, 13:56
Zitat[/b] (duntroon @ Jan. 21 2004,12:55)]nimm das nicht ernst und seh es doch einfach als allgemeine belustigung http://forum.springwelten.de/iB_html/non-cgi/emoticons/biggrin.gif http://forum.springwelten.de/iB_html/non-cgi/emoticons/biggrin.gif
ich gebe mir da ja alle Mühe, aber es ist schwer, da er mit seinen Worten ja alle Trakehner Züchter und den Verband über einen Kamm schert...

Maren
21.01.2004, 13:58
Na, Thomas, heute den richtig Frechen rausgekehrt?? http://forum.springwelten.de/iB_html/non-cgi/emoticons/tounge.gif

Ich jammer wenigstens nicht nur rum, sondern versuch auch was, zu verändern. Und wenn das erst mal bei mir im kleinen Rahmen passiert, fein. Ich könnte natürlich auch einfach mal festestellen, daß die Trakehner sowieso nix taugen, und einfach was anderes züchten, nicht wahr?? Ich züchte und reite nicht für den Verband, nicht für Herrn Gehrmann und auch nicht für Frau Wilm, sondern ausschließlich für mich und meine Kunden, es wäre also nett, wenn Du mir nicht so einen Bockmist unterstellen würdest!! Nix für ungut, Du kennst mich genug und weißt, daß ich das Treiben sehr wohl kritisch beleuchte, habe das ja auch an anderer Stelle zu genüge ausgedrückt!

@ springnachwuchs

Abduallh findest Du heute schon in etlichen F3 Generationen. Ich bleibe trotzdem bei meiner Einschätzung. Eins muss man aber feststellen: würde die Zuchtleitung den vielbeschworenen Einsatz von VB endlich mal würdigen und nicht "bestrafen", dann hätte auch ein Abdullah vielleicht mehr Chancen gehabt. Jedem Hengste seine Stute, nicht wahr?? Und davon mal ab muß ein Top Sportler nicht auch unbedingt ein Top-Vererber sein, da gibt's Beispiele genug (vom Gegenteil natürlich auch). Was nicht heißt, daß ich den sportlichen Einsatz der Hengste für Schwachsinn halte, im Gegenteil.

Anstelle auf Abdullah zu bestehen, hätte man den Grunsstock schon viel früher legen müssen, oder warum meinst triffst Du Lateran, Semper Idem, Abglanz, einen Gabriel oder Passat, Ozean oder Carajan fast nicht mehr, oder besser, nur in anderenm Zuchten?? Da ist schon in den 50ern und kurz danach so viel verloren gegangen, das darf man sich gar nicht vor Augen halten. Und Thomas, bevor Du wieder schimpfst, da war ich noch lange nicht geboren.....:;):

Springnachwuchs
21.01.2004, 14:28
@ Llewella, ein schlechter Reiter wird auch ein rittiges Pferd dauerhaft unrittig machen. Da ist es manchmal besser, das diese Reitergattung mit etwas unsensiebleren Tieren umgeht.
Ich rate niemanden etwas, sondern gebe nur meine Meinung zum besten.
Und ich bleibe dabei, wer etwas verändern will im leben oder in der Zucht muss etwas tun/wagen. Von allein wird das Leistungspferd in der Breite bei den Trak. nicht kommen.

@ Maren, beiß dich nicht auf Abdulla fest (möchte ich auch nicht). Wie wir wissen, gibts da noch genügend ander Beispiele (Grand Prix), welche scheinbar nicht genügend züchterisch gewürdigt wurden. Auch nützt es nichts der Vergangenheit nachzuweinen. Der Weg muss nach vorne gehen. Gezüchtet werden muss den Stuten und Hengsten, welche z. Zt. auf dem Markt sind. Nur blind darf man nicht sein und die Augen vor dem mangelhaften Erfolg verschließen.
Bitte und dass sei hier gesagt, ich möchte nicht den Eindruck erwecken, dass ich auf Trak.-Züchter runterschau. Ich habe Respekt vor jedem Rassezüchter. Nur meine Meinung (und dazu sind wir ja in diesem Forum) möchte ich mit Anstand und Kultur kundtun.
Übrigens Llewella, einen Berrbaum, Kutscher, Hassmann oder Sloothaak als Reiter zu bekommen ist nicht schwer. Die Pferde müssen halt deren Erwartungen entsprechen.
Eins sei Dir sicher, unrittig dürfen die nicht sein.
Grüsse


My Webpage Hof sloothaak. (http://www.cyrano.sloothaak.de)

Llewella
21.01.2004, 14:36
>ein schlechter Reiter wird auch ein rittiges Pferd dauerhaft unrittig machen. Da ist
>es manchmal besser, das diese Reitergattung mit etwas unsensiebleren Tieren
>umgeht.

Da hast Du im Prinzip Recht. Unrittig bedeutet jedoch nicht gleich unsensibel (nicht immer zumindest)

>Übrigens Llewella, einen Berrbaum, Kutscher, Hassmann oder Sloothaak als
>Reiter zu bekommen ist nicht schwer. Die Pferde müssen halt deren
>Erwartungen entsprechen.
>Eins sei Dir sicher, unrittig dürfen die nicht sein.

Eben. Wenn also nicht einmal ein Reiter, der das erforderliche Rüstzeug mitbrächte, ein unrittiges Pferd zur Leistung zu bringen, ein solches will - warum dann mit unrittigem "Material" züchten?

Maren
21.01.2004, 14:39
Zitat[/b] ]Der Weg muss nach vorne gehen. Gezüchtet werden muss den Stuten und Hengsten, welche z. Zt. auf dem Markt sind. Nur blind darf man nicht sein und die Augen vor dem mangelhaften Erfolg verschließen.


Amen. Dein Wort in Gottes Ohr. Wo wir wieder bei dem Thema sind, daß das heutige Hengstmaterial durchaus brauchbar ist, sich bei den Stuten allerdings außer SLPs zu Hauf wenig tut.
Nettes Beispiel: die aktuelle Jahressiegerstute Bandera v. Friedensfürst, bei der in NMS laut verkündet wurde, sie ginge jetzt nach ihrer "herausragenden sportlichen Leistung" in die Zucht.....die Stute war zu dem Zeitpunkt 3 und außer Material (bis zum BuCha immerhin) nichts gelaufen. Was bitte hat das mit sportlicher Leistung zu tun?? Frage nur ich mich das, oder ging es da anderen Zuschauern in NMS ähnlich?
Diese Problematik zieht sich nunmal wie ein roter Faden durch die Zuchtbücher. Hast Du gar Halbblüter oder noch höher im Blut stehende Stuten, oh Gott bewahre, dann kannst Du noch nicht mal auf der Eintragung punkten. Und bis die Nachzucht dann unter'm Sattel Werbung läuft, vergehen etliche Jahre.

Vielleicht sollten wir das topic mal nutzen, um bewährte Hengste auf zu listen, die zwar im HVP stehen, aber vielleicht 5 Stuten decken. Wer will anfangen?

Kareen
21.01.2004, 15:27
Als Trakehner-Dummy würde ich mal Banditentraum und Preußenprinz in den Raum werfen. Vom Bandit kenne ich die Stärken und Schwächen (vor allem auf den Hanno. Stuten die er so bekam), von Preußenprinz kenne ich auch nur Nachzucht aus Hannoveranerstuten. Beides sind aber (jedenfalls ihrer Vererbung nach) Hengste, wie ich sie mir wünsche. Wenn vielleicht auch der Bandit eher Bewegung bietet als unbedingt Typ-Steigerung die unsereins ja vom Trak. gern haben will. Bewegungs- und Interieurmäßig (Stichwort Rittigkeit) jedenfalls schwer zu toppen die Banditenträume. Decken diese beiden irgendwelche Trak. Stuten? Wenn nicht warum nicht?

Heidi
21.01.2004, 16:47
Zitat[/b] (Kareen @ Jan. 21 2004,14:27)]Bewegungs- und Interieurmäßig (Stichwort Rittigkeit) jedenfalls schwer zu toppen die Banditenträume. Decken diese beiden irgendwelche Trak. Stuten? Wenn nicht warum nicht?
Meiner hat Banditentraum gedeckt http://forum.springwelten.de/iB_html/non-cgi/emoticons/laugh.gif ...
Wir haben ein Jährling von ihm aus eine Tanzmeister Mutter.
Aber ich verstehe was sie allen meinen (obwohl mein deutsch nicht sehr gut ist).
Ich hatte mir auch realisiert dass Leistungsblut sicher mehr notwendig ist in die Trakehner Zucht. Aber es fragt mehr Zeit etwas zu ändern in ein Rheinzucht.

Llewella
21.01.2004, 16:54
Zitat[/b] (Maren @ Jan. 21 2004,13:39)]Vielleicht sollten wir das topic mal nutzen, um bewährte Hengste auf zu listen, die zwar im HVP stehen, aber vielleicht 5 Stuten decken. Wer will anfangen?
Wie sieht es mit Stettin aus? Soweit ich weiß, ist er zwar nur noch über TG verfügbar, aber der hat doch auch genug Leistung gebracht. Irgendwann vor ein paar Jahren war auch mal ein Artikel im TH, wo drin stand, daß er bitteschön häufiger frequentiert werden sollte.

Parforce?

Konvoi?

Oppenheim
21.01.2004, 17:25
Zitat[/b] ]Nettes Beispiel: die aktuelle Jahressiegerstute Bandera v. Friedensfürst, bei der in NMS laut verkündet wurde, sie ginge jetzt nach ihrer "herausragenden sportlichen Leistung" in die Zucht.....die Stute war zu dem Zeitpunkt 3 und außer Material (bis zum BuCha immerhin) nichts gelaufen. Was bitte hat das mit sportlicher Leistung zu tun?? Frage nur ich mich das, oder ging es da anderen Zuschauern in NMS ähnlich?


Du sprichst mir aus dem Herzen, Maren. Zumal die Stute für mich nicht das Top-Model ist, als was sie an diesem Tag dargestellt wurde. Und da war ich mit meiner Meinung nicht die einzige.


Zitat[/b] ]Vielleicht sollten wir das topic mal nutzen, um bewährte Hengste auf zu listen, die zwar im HVP stehen, aber vielleicht 5 Stuten decken. Wer will anfangen?

- Handryk

- Emiras DS



Thomas streut gern mal Salz in die Wunde. Ich denke ihm gefällts, wenn andere sich aufregen und er kann dadurch nur sein Wissen verbessern, denn in der Wut geben viele ihr Wissen preis. http://forum.springwelten.de/iB_html/non-cgi/emoticons/wink.gif

Maren
21.01.2004, 17:47
@ Kareen,

mal wieder einer Meinung. Banditentraum und Preussenprinz decken vielleicht wenn's hoch kommt eine Handvoll TKs im Jahr, aber sicher 10 mal so viele andere. Ihre Söhne haben so gut wie keine Chance auf den Körungen, ab und an ist mal einer dabei als Lückenfüller. Blue Boy in Leverkusen 2003 (v. Preußenprinz) hat am Sprung voll überzeugt, wurde aber mangels Geschlechtstypes nicht mitgenommen (zumindest vorläufig nicht). Banditentraum macht schon mal gerne sein eigenes gerades Hinterbein, woran sich einige Mitglieder der Körkommission extrem stören. Wenn die mit mehr Winkel nur mal so treten würden....
Beide Hengste repräsentieren darüber hinaus interessante Stämme, Preussenprinz aus der Fam. d. Psyche xx mit Ibikus und Flaneur angereichert, Banditentraum entstammt einer gelungenen Kombi von Erhalterblut (Mozart) und Leistungsblut (Ibikus), dazu ist er neben Itaxerxes der einzige Trakehner, der den großen Cardinal xx mit in die Zucht bringt (was sich auch durchaus brauchbar auf die Qualität der GGAs auswirkt). Stutenstamm der Bea, wobei der besonders springveranlagt ist.

Stettin, nur noch TG, was die meisten dann wohl abschreckt (auch nicht gerade eine professionelle Einstellung)
Handryk würde ich auf jeden Fall auch dazu zählen.
Tipperary fällt darunter, von Abrek würde ich auch gerne mal mehr Nachzucht sehen, damit man sich von deren Springerei mal ein Bild machen kann, Arc de Triomphe finde ich höchst spannend, denn Mandant hat ja durchaus sehr gute Springpferde gebracht (schade, daß Machandel gleich nach Polen ging), Cornus halte ich für unterschätzt, Elkadi II, Heldenberg muss man schon aufgrund des Papiers lieben, auch wenn der eher mal zur jüngeren Generation zählt, Kokoschka, Konvoi, Lamarc, das TG von Leonardo wäre einen zweiten Blick mehr als wert, frage mich auch, ob Octavio wohl was zu decken vor die Nase bekommt, Parforce, Sarafan, Schneesturm und Alaskatraum um Abdullah mal auf die Füße zu helfen, Solar, Starway, Turnus und Enim Pascha um die Prince Rouge xx Linie am Leben zu erhalten, Ulexis.
Und dann vielleicht auch die aktuellen Sportspitzen, Solero, Windfall (nur TG), und etliche Blüter, wobei mich hier besonders Askar AA, Benedict N, die paar Sir Shostakovichs xx und Begs xx oder auch Einzelkämpfer wie Noble Roi xx, Normativ ox, Belmont Park xx, Cupric xx oder Cavallieri xx interessieren.

21.01.2004, 18:04
ein sokrates seinerzeit.

ein argument kann doch nicht nur in hannover gepaßt haben. es wird doch wohl trak.stuten geben, die interieurmäßig dazu passen.

ein hertug sollte allein wegen seines leistungspapiers mehr beachtung finden.

desweiteren: manrico, marduc TG, napoleon quattre, parforce, shannon, tivano, van deyk

Maren
21.01.2004, 18:10
Sokrates gibt's immer noch! Und Abisko in dem Falle auch!!

Hertug hat gut zu tun.

Marduc's Linie steht ja nicht gerade auf einsamen Posten. Un dbei den vielen sehr gut eingetragenen Tivano Töchtern frage ich mich manchmal, wo die sportliche Nachzucht bleibt.

hannoveraner
21.01.2004, 18:21
kleine Frage von einem, der nicht so den großen Einblick hat: Haben in den letzten 20 Jahren nur die verkehrten Trakehner Hengste Stuten bekommen? Die Trakehner Population ist ja nicht gerade groß und hier werden locker 30 Hengste genannt, die mehr Chancen haben müssen. Im letzten oder vorletzten Jahr sind wohl nur ca. 1500 Trakehner Fohlen registriert worden. Wie sollen diese Hengste denn überhaupt richtige Chancen bekommen - es gibt ja nicht wirklich viele zuchtaktive Stuten?!

21.01.2004, 18:31
bsp. marduc. hatte den vorletztes jahr in der zuchtplanung gehabt und befürchtet ohne frühzeitige anmeldung nichts mehr zu kriegen. pustekuchen- von auslastung konnte da keine rede sein.

@hannoveraner: vielleicht messen wir wirklich mit falschem maß. wenn ich höre hertug hat gut zu tun, muß ich die infos wohl auf die trak. population relativieren. höre ich dann jedoch von den decklisten bei wahler, muß da fast die hälfte hinziehen.

die frage bei den genannten hengsten ist auch weniger, ob es sie gibt, sondern wie sie genutzt werden. gibts denn zahlen zu abisko, van deyk, argument?

Maren
21.01.2004, 18:55
re: Marduc, da meinte ich nicht ihn selber, sondern die Linie seiner vielen Söhne und Töchter. Die ist nicht vom Aussterben bedroht, zumindest nicht akut.

Was Zahlen angeht, wenn ich mich recht erinnere, waren in den letzten Jahren 10% der Hengste für 80% der Fohlen verantwortlich, oder so. Bitte nicht auf die Goldwage legen, muß man dann mal genau nachschauen. Ich erinnere mich auf jeden Fall, daß die meisten Fohlen der letzten Jahre ins Hause Buddenbrock, Münchhausen, Sapros, Latimer und Hohenstein fielen.

Klar, bei 1500 Fohlen im Jahr wird es schwer, von "Auslasten" zu sprechen. Aber wenn ein Stradivari im Jahr mal gerade 4 Stuten abbekommt, dann stimmt da was nicht, gemessen an den z.B. 100+ gefragter Junghengste.

Nils, ich kann nur schätzen, was die Zahlen einiger Hengste angeht. Abisko tendiert garantiert gen Null, Van Deyk, keine Ahnung, der war eigentlich doch immer eher mal populär, allerdings haben viele Trakehner Züchter ja ein gewisses Talent, ältere Hengste ob der jüngeren Nachzucht stehen zu lassen und schnell zu vergessen, von daher....wer weiß.....
Argument, dito.

Maren
21.01.2004, 18:56
@ Thomas,

Grenzfall ist so weit ich weiß nicht mehr.

Miri
21.01.2004, 21:04
Das Problem ist auch, dass Trakehner doppelt so lange brauchen wie die anderen. Z.B zu Cornus, wir haben einen fast vier-jährigen Wallach von ihm im Stall und der wird jetzt erst langsam, ist noch gar nicht lang unterm Sattel,braucht aber noch Zeit, um sich richtig zu entwickeln.
Auch wenns viele nicht glauben, Trakehner können gut springen, manche sogar besser als die Bayern mit Springabstammung!
Aber kommt ein Springreiter und sucht ein Springpferd wird er mit Sicherheit keinen Trakehner nehmen, obwohl der mehr Potential hätte.
Vor kurzem war wieder eine Frau da und suchte für sich ein Dressurnachwuchspferd, ein Sixtussohn hätte ihr sehr gut gefallen, entschieden hatte sie sich aber für nen Bayern, der andere war schließlich Trakehner, also ich finds traurig!
Außerdem ist ein Trakehner kein Pferd für jeden, die meisten würden bei den Methoden, die heute oft angewendet werden(1.Tag:Longieren. 2.Tag:Longieren+Sattel,3.Tag:Reiter.....)kaputtgeh en. sie verzeihen viel weniger, aber wenn man sie "geknackt"hat, gehen sie mit einem durch dick und dünn! Davon kommt auch oft das Gerücht,trakkis seien spinnig, unreitbar...
Kaum einer will mehr Trakkis fördern, "was willstn du hier mit nem Trakehner?"
Lieber das WDSFBlut, aber dass sie auch was leisten können, sieht man ja schon an den HLPs,aber wie viele verschwinden danach in der Versenkung

gin_tonic
21.01.2004, 21:14
mir fallen da noch zwei hengste ein...

zum einen aus meiner gegend mephisto (v. sonnenstrahl-atreus), aus ostlinien stammend, bis inter i erfolgreich, viellecht ein wenig mopsig, aber er würde sicherlich zu der einen oder anderen westsute passen und auch was verbessern.

zum anderen grafenstolz (OK, ich bin befangen! http://forum.springwelten.de/iB_html/non-cgi/emoticons/biggrin.gif), er ist dressur- wie springtalentiert (ist auch über ur-oma pommern abgesichert) . er vertritt die linie des patricius xx, von dem ich viel halte, in kombination mit habicht, mehrfach ibikus, impuls und pindar xx und ist frei von dem so viel (zuviel ?!) genutzten caprimond- bzw. hohenstein-blut. bitte nicht falsch verstehen, caprimond und hohenstein haben sicherlich viel bewirkt, aber es gibt meiner meinung nach einfach zuviele von ihren nachkommen. irgendwann gibts ein inzuchtproblem, siehe den hengst hibiskus der führt väter- wie mütterlicherseits in 3. generation caprimond.

21.01.2004, 21:16
@Trakehner-Verbandsführung

Ist der Ruf erst ruiniert, lebt sich´s gänzlich ungeniert.....

hannoveraner
21.01.2004, 21:20
noch eine kleine Frage als Außenstehender:

Was kann die Verbandsführung für die Supervermarktung von den großen, bekannten Hengsthaltern?

(..ist übrigens nicht nur ein Problem bei den Trakehnern!)

brands2
21.01.2004, 22:18
da gebe ich dir uneingeschränkt recht - die alte 80/20 regel die maren ansprach trifft auf die warmblutverbände genauso zu - 20% der hengste decken 80% der stuten, siehe WDRFS...
nur dass die populationen grösser sind, da fällt eben megenmässig für die übrigen 20% doch noch mehr ab - aber bei weitem nicht genug.

die angesprochene "trakkis brauche eben länger" problematik halte ich inzwischen allerdings für humbug - das ist eine immer wieder gern strapazierte redewendung aber die lässt sich längst nicht mehr für trakehner verallgemeineren denn was ich in den letzten jahren so gesehen habe sind 80% der heutigen trakehner typmässig reine warmblüter - einen latimer kann man sonst so auf dem BuCha nicht hinreiten.
oder münchhausen. *oder hibiskus. *oder wie sie alle heissen.
diese redewendung stammt aus der zeit als der trakki noch hohen blutanteil hatte und da war das sicher angebracht der population als ganzes mehr reifezeit unter dem sattel ggüb den herkömmlichen warmblütern einzuzräumen. (dennoch war es den alten ostpreussen ein selbstverständnis ihre 3jährigen trakehner durch jagdleistungsprüfungen zu schicken die manch einer von uns heute einem gereiften sportpferd nicht zumuten würde - damals war das aber ganz normal - schon vergessen?) inzwischen haben die trakkis aber das selbe problem wie alle anderen warmblutzuchten auch: immensen mangel an vollblut.
ich denke da nur an NMS: ganze 4 halbblüter - die quote gleicht denen der hannoveraner, von oldbg&westfalen wollen wir mal gar nicht reden.
also: richtig ist: die blutgeprägten typen brauchen sicher mehr reifezeit - aber hand aufs herz: wo finden wir die denn heute noch?http://forum.springwelten.de/iB_html/non-cgi/emoticons/rock.gif?

die voreingenommenheit ggüb der springenden trakkis:
lassen wir mal abdullah aussen vor.
wen haben wir da heute an der spitze?
ausser waitaki fällt mir niemand ein.
lücke von gelria, hab ich leider verpasst in WAF.
am wo.e. sah ich dann kairos in münster - kam als erster rein, mein erster iendruck: wow! so ein tausend-beine-pferd mit biss und kampfgeist! wie ich auch waitaki beschreiben würde.
sprang dann auch ordentlich seinen kurs, bestach aber eben eher durch die o.g. attribute: herz, kampfgeist, schnelle reflexe. war ich dennoch sehr angetan. dann kamen die nächsten "klassichen" springer (holsteinische geprägte springpferdeprüfungstypen wobei holsteinisch hier mehr als synonym für vermögen und manier, nicht den brand steht) - und da muss ich leider sagen: bereits die ersten zwei, drei pferde haben ihn schlicht deklassiert.
die spielen nur so mit den höhen, da ist von kampfgeist und biss keine spur weil das ganze eher spielerisch aus dem "schnick" wirkt - da liegen einfach welten dazwischen.
nun muss man sich fragen: wer BRAUCHT diese weltpferde? ich nicht. und 99% der späteren nutzer sichewr auch nicht. mir reicht es wenn meiner mich ländlich durch die kurse trägt - von daher täte es auch ein ev begrenzter aber bissiger trakki, keine frage. nur: das aushängeschild "springpferd" haben sich die holsteiner numal über generationen hart erarbeitet - klar liefert da mal hannover einen stakatto oder westfalen einen guten P- aber selbst bei einem for pleasure-und-nachzuchzt-springstil machen wir heute doch schon abstriche. dennoch sicher vermögende springpferde. aber man muss sich fragen was man eigentlich will. das heutige "springen" *ist einfach keine talentedisziplin die man sich mit zwei drei aushängeschildern so einfach auf die fahne schreiben kann - und das sollte man auch nicht. damit täte man den trakkis sicher unrecht, denn für hoch und höher mit bascule sind sie nicht gezüchtet. von einem trockenen blutgeprägten ostpreussen erwarte ich dass er mich sicher durch eine Qstrecke trägt - mit tausend beinen eben wenn es dann darauf ankommt.

war mir ein anliegen das mal loszuwerden.

22.01.2004, 00:28
tja maren,was glaubts du denn wieviel trakkizüchter dieses jahr von balisto decken lassen .aber um den mach ich mir keine sorgen,er hats bisher auch ohne geschafft.ich kann nur sagen das du cupric xx nachkommen mit trakehnerbrand an einer hand abzählen kannst.bei suchard sah es auch nicht viel besser aus,der erste jahrgang waren ganze 3 fohlen !

Heidi
22.01.2004, 10:35
Hallo Moorea oder andere, haben Sie Ballisto schon gesehen?
Ich hat mir schon befragt über Balisto in Dezember bei Zangersheide. Sie waren dort überrascht, konnten mir nicht sagen dass es möglich war ein Fohlen von ihm auch bei Trakehner zu registrieren..... Ich war die erste mit diese Frage http://forum.springwelten.de/iB_html/non-cgi/emoticons/blues.gif

Oppenheim
22.01.2004, 10:53
Zitat[/b] ]Das Problem ist auch, dass Trakehner doppelt so lange brauchen wie die anderen.

Im Prinzip gebe ich Dir da schon Recht. Auch das schreckt heutzutage viele Käufer ab. Aber das hat ja auch sein Gutes oder? Nur bei der derzeitigen Marktlage ist es vielleicht nicht unbedingt ideal. Mir fällt da spontan Handryk ein. Seine Nachkommen brauchen prinzipiell etwas länger. Manchmal ist das doch etwas unvorteilhaft.
Es gibt aber inzwischen auch schon genügend Ausnahmen.


Zitat[/b] ]Außerdem ist ein Trakehner kein Pferd für jeden, die meisten würden bei den Methoden, die heute oft angewendet werden(1.Tag:Longieren. 2.Tag:Longieren+Sattel,3.Tag:Reiter.....)kaputtgeh en.

Das halte ich für ein Gerücht. Ich würde sagen, daß kommt auf das Nervenkostüm und den Kopf des Pferdes an. Aber ich würde es nicht nur auf die Trakehner beschränken. Ich habe mein Pferd ja nun auf einem Trakehnergestüt untergebracht und erlebe das tagtäglich. Bisher habe ich das Einreiten dreier Trakehner (v. Handryk *http://forum.springwelten.de/iB_html/non-cgi/emoticons/tounge.gif ) live miterlebt und ich kann sagen, das ging ruck zuck und ohne irgendwelche Probleme. Der eine mußte eingeritten werden, weil am nächsten Tag ein Händler kam. Er wurde nur longiert, Reiter drauf an der Longe, dann abgemacht und er war eingeritten. Er war super brav. Am nächsten Tag wurde er verkauft.


Zitat[/b] ]kleine Frage von einem, der nicht so den großen Einblick hat: Haben in den letzten 20 Jahren nur die verkehrten Trakehner Hengste Stuten bekommen? Die Trakehner Population ist ja nicht gerade groß und hier werden locker 30 Hengste genannt, die mehr Chancen haben müssen. Im letzten oder vorletzten Jahr sind wohl nur ca. 1500 Trakehner Fohlen registriert worden. Wie sollen diese Hengste denn überhaupt richtige Chancen bekommen - es gibt ja nicht wirklich viele zuchtaktive Stuten?!


Tja und das ist das Problem. Es gibt so viele gute Trakehnerhengste, aber wenn die Vermarktung nicht stimmt, dann wird eben nicht gedeckt. Und daraus entstehen dann u. a. die altbekannten "Modehengste". Egal wie teuer, egal ob die Stute passt - hauptsache Caprimond, Hohenstein (z. B.).
Deshalb bin ich auch dafür daß die Landesverbände einen Service einrichten, indem sie die Züchter kostenlos bei der Hengstwahl beraten können. So würden auch mal Hengste mehr genutzt werden, die schon in Vergessenheit geraten sind.

@Maren

Zu Lamarc kann ich sagen, daß er zwar nicht die schicksten Typen macht, aber am Sprung, da sind sie Künstler. Eine Bekannte von mir hat einen Lamarc für die Dressur. Aber springtechnisch hat er richtig was in der Kiste. So klein und unscheinbar er doch ist, aber beim Freispringen ist er Häuser gesprungen. Das hat mich mächtig beeindruckt, wie ein Gummiball und mit einer Coolness und Manier. Sie ist aber auch in der Dressur mit ihm erfolgreich. Also vielseitig sind sie, da gibts keine Frage.

monti
22.01.2004, 12:05
Ich muss nur schnell noch etwas zur Spät- und Frühreife loswerden:
Die Spätreife bei den Trakehnern kam durch den Araber.
Und da heute auch bei den Trakehnern ja fast nur noch durch den Vollblüter veredelt wird - wenn überhaupt http://forum.springwelten.de/iB_html/non-cgi/emoticons/biggrin.gif hat sich das ja so ziemlich erledigt.

Der alte Trakehner Typ war oft im AA-Typ - 1.58 m bis 1.62 - oft aus der Fuchsherde (für die Kavallerie - Melderitte usw. - galoppieren bis zum umfallen).
Die Trakehner aus der Rappherde waren meist schwerer und rahmiger - Wagenpferdetyp (Geschützteile gezogen usw.).

lexikothek
22.01.2004, 12:29
Zitat
Außerdem ist ein Trakehner kein Pferd für jeden, die meisten würden bei den Methoden, die heute oft angewendet werden(1.Tag:Longieren. 2.Tag:Longieren+Sattel,3.Tag:Reiter.....)kaputtgeh en.

ich weiss nicht, von wem das zitat ist, aber halten "tu" ich davon gar nichts.

auf dem vogelsangshof werden die pferde so angeritten und noch mal auf die weide gestellt. bekommt denen bestens.

der "alte" hoogen hat übrigens einen satz gesagt, der sich bei mir in die seele gebrannt hat:

Ein Jahr länger Fohlen, 5 Jahre länger Pferd...

und ich muss mal wieder eine Lanze für viele Hengste brechen, die im Sport gehen. Die bringen Leistung satt, aber ....keiner geht hin ;o(

wie charly chaplin u.a.

man muss sich mal überlegen, das grand prix ein vielseitigkeitspferd war und dann die eigenleistung...

lexikothek

Llewella
22.01.2004, 13:50
Naja, was viele bei Charly abschreckt, ist leider die bunte Farbe... Hier ist wieder ds Problem: Wenn das Fohlen bunt ist, wer kauft das dann?

Was die Spätreife angeht, die halte ich auch für nicht mehr relevant. Meine Stute wurde mit drei eingeritten, ging allerdings hier noch kein Turnier, sondern gemütlich. Vierjährig war sie dann Dressurpferde-A mehrfach siegreich und oft platziert, fünfjährig Dressurpferde-L, sechsjährig bis Pferde-M und reguläre M platziert. Jetzt, siebenjährig ist sie auf dem Weg nach S, und das mit viel Koppel, Gelände und viermal bis fünfmal richtig arbeiten in der Woche...

Ich habe auch in den letzten Jahren etliche Junge Trakehner eingeritten, von meiner Bekannten, die waren auch alle total unproblematisch und schnell angeritten. Wenn auch nicht gerade nach der Methode, die oben beschrieben wurde... Aber trotzdem relativ fix, da sie schnell lernten und vor allem alles richtig machen wollten...

Jene Bekannte hat übrigens für dieses Jahr Parforce für ihre Vollblüterin im Auge. Mal sehen, ob was draus wird...

Tina76
22.01.2004, 14:18
Was die Zuchtberatung der Trakehnerzüchter durch die Zuchtleitung angeht muß ich leider recht geben.
Hatten letzten Frühling jemand da und er hat für jede Stute Elfengeist empfohlen. Obwohl die Stuten völlig andere Blutlinien hatten und auch vom Exterieur völlig verschieden waren. Na ja, immerhin steht er ja in der Nachbarschaft und dann bietet sich das ja an.... Aber nicht falsch verstehen, Elfengeist ist nicht schlecht, aber es war doch seltsam das er für jede Stute ideal wäre obwohl man ja noch nicht weiß was und wie er sich vererbt. Na ja....
Was die jungen Pferde angeht, ich hab meinen jetzt 4j. Trakehner Wallach im Herbst angefangen zu longieren, kurze Zeit später saß ich drauf und nach dem 2. Mal bin ich allein geritten. Was die Rittigkeit und Gelehrigkeit angeht ist er nicht zu übertreffen. Außerdem macht er null Blödsinn, ging von Anfang an vorne weg im Gelände und ist die Ruhe in Person. Sogar mein Freund mußte das zugeben, obwohl er in nem anderen Zuchtverband ist und das dann natürlich die besten Pferde sind.... http://forum.springwelten.de/iB_html/non-cgi/emoticons/biggrin.gif Er meinte über meinen Wallach: besser gehts nicht...

Llewella
22.01.2004, 14:21
Tja, die Zuchtleitung.

Allerdings gibt es auch Positivbeispiele: Zum Beispiel empfahl Herr Gehrmann meiner Bekannten, ihre XX-Stute mit Biotop zu decken. Heraus kam das beste Fohlen, das die Stute je gehabt hat. Ist nächstes Jahr drei und ich freu mich schon aufs Anreiten...

Belinda
22.01.2004, 14:47
Erst mal möchte ich anmerken,das jeder Züchter für seine Hengstwahl selber verantwortlich ist,das Ganze auf die Zuchtleitung abzuwälzen finde ich den einfachsten Weg.Ich hatte auch schon meine "Erlebnisse" mit den Experten,wobei das letzte Gespräch mit Herrn Gehrmann über die Anpaarung meiner Stuten positiv war(hatte natürlich auch schon die andere "Seite").Und ich freue mich über jeden Trakehner der außerhalb der Population viel zu tun hat,bringt unsere Trakis wieder ins Gespräch und macht sie "salonfähig".Ob ich diese Hengste dann selber einsetze steht auf einem anderen Papier.Das Problem liegt auch oftmals an den Züchtern selber,in der Unfähigkeit Ihren eigenen Nachwuchs objektiv zu beurteilen,da ist doch jedes Hengstfohlen gleich ein potentieller Hengstanwärter und dementsprechend teuer zu verkaufen.Augen auf!!!Unser letztes Hengstfohlen,der wirklich nicht der schlechteste war/ist haben wir für 3700 Euro an eine Bekannte verkauft,wird dort Reit-und Fahrwallach,erst mal freizeitmäßig,was bitte ist da schlecht dran!Und wenn sie mal Spaß an Tunieren,trägt er sie bestimmt bis M.Ich kenne einige Züchter,für die dieser Preis absolut indiskutabel ist,wo die Fohlen aber "schlechter" waren im Vergleich,und dann wundern,wenn der Stall voll ist!

Und es gibt sie auch,die Züchter die Wert auf eine "sinnvolle" Anpaarung legen,klar ist aber auch,daß diese mehr feedback und "fachliche" Unterstützung bräuchten.Es gibt viel zu tun,aber nur meckern und "Schwarzmalerei" hlift unseren Trakis nicht!!!Wenn wir sie schon schlecht reden,....

Grüße,Claudia

22.01.2004, 16:20
3700€ für ein Fohlen sind doch ein guter Preis.
Das wären schliesslich mal über 7000 DM gewesen.....
Bei reiner Kostenrechnung hat man da aber wenigstens bei einem Absetzer nichts draufgezahlt.

Dafür bekommt man heutzutage doch schon junge platzierte Springpferde.

Bei uns in der Gegend bringen Auktionsfohlen gerade mal an die 2000 € --- wenn man Glück hat --- und zwar auch die STUTfohlen.

Springnachwuchs
23.01.2004, 00:25
378 If Du Reverdy Velin,Thomas DEN
B 8-j.H /TRAK.

Mit dem Trak.-Hengst startet morgen gegen 8.00 Uhr Thomas Velin aus Dänemark im Audi Cup für Nachwuchspferde.
Eine Zukunftshoffnung und Alternative?

My Webpage Hof Sloothaak (http://www.cyrano.sloothaak.de)

My WebpageTurnier Leipzig (http://http://www.engarde.de/)

Springnachwuchs
24.01.2004, 20:10
Nachdem der Tak-Hengst "If du Reverdy" sich heute mit Thomas Velin in einer Zuckerrunde an 5. Stelle im Audi Cup für Nachwuchspferde platzieren konnte, ist noch anzumerken, dass der Franzose Eduard Couperie sich mit seiner Trak.-Stute "Wanahorse Flash Varennes" im Audi Championat von Leipzig, einer intern. Springprüfung der Klasse S*** mit Stechen, an 14. Stelle platzieren konnte.
Wer sagts denn!!

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