Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Züchten mit Exzem ?
Wir haben ne tolle 8j. Stute im Stall, die leider nach einem Unfall unreitbar wurde. Dazu kommt, das sie Sommerekzem hat und sich im Sommer fast den ganzen Schweif und Mähne abschrubbelt. Wobei es in diesem Sommer besser war.
Eigentl. wär sie schon beim Metzger, wenn da nicht ein paar Kinder wären, die sie regelmäßig reiten ( durch das geringe Gewicht kann sie von Kindern geritten werden ).
Die Stute hat einen einmalig guten Charakter, hat ein nahezu perfektes Exterieur und kann sich bewegen wie kaum ein anderes Pferd das ich kenne. Sowohl Vorder- als auch Hinterbein sind von der Bewegungsmechanik unglaublich, dazu kommt unglaublich viel Schwung.
Es wäre irgendwo schade, so ne Stute ohne Nachzucht zum Metzger zu geben ( früher oder später wirds wohl leider darauf raus gehen ), aber auf der anderen Seite haben wir Angst das ihr Fohlen auch ein Ekzemer wird. Auf der anderen Seite könnte es doch auch durchaus sein, das das Ekzem auf Grund der Hormonumstellung ganz verschwindet ( soll schon vorgekommen sein ). Habt Ihr davon schon gehört oder habt Ihr selber Erfahrungen mit Ekzempferden in der Zucht ?
Wenn die Stute nicht so gut wär, wärs ja echt kein Thema, aber mir läßt es so einfach keine Ruhe.
Was meint Ihr ?
Vielen Dank schon mal....
Soweit ich weiss wird ein Sommerexzem nicht vererbt. Meine Stute hat ein ganz leichtes Sommerexzem und sie ist die einzige in der Familie, weder ihre Mutter noch ihre 14 (Halb-)Schwestern haben laut Züchter Probleme damit.
Aber trotzdem finde ich es sehr problematisch mit einem extremen Exzemer zu züchten, da diese Stuten kaum in der Lage sind ihre Fohlen aufzuziehen. Schliesslich ist es eine Qual für sie auf der Tag-und-Nacht-Weide zu stehen, was m.E. aber für das Fohlen wichtig ist.
Da wäre es vielleicht interessant mit einigen Isländer-Züchtern zu sprechen.
Bei den Isi´s kommt das mit dem Ekzem ja doch oft vor.
Die können dir bestimmt sagen wie sie das Handhaben.
Die Veranlagung für Sommerekzem wird wohl vererbt.
Darum würde ich mit dieser Stute nicht züchten. M.M. nach (habs grad schon in einem anderen Topic geschrieben) gehören nur gesunde Pferde in die Zucht ("Unfallschäden" ausgenommen).
Oppenheim
01.12.2003, 14:59
Eine genetische Disposition zur Vererbung des Ekzems wird vermutet, ist aber bisher noch nicht nachgewiesen worden.
Es gibt relativ deutliche Hinweise auf Erblichkeit. Ein verursachendes Gen wurde bisher (1998) noch nicht gefunden. Vermutlich liegen mehrere Gene der Anfälligkeit zugrunde.
Ich kenne es auch so, daß eine Vererbbarkeit vermutet wird, habe darüber einiges gelesen (da ging es konkret um die Araberzucht). Dort gibt es wohl ganze Linien, in denen immer wieder Exzem auftritt. Insofern würde ich schon befürchten, daß die Stute das Exzem vererben könnte- wobei dann natürlich noch die auslösenden Faktoren dazukommen müssen, damit es auch ausbricht. Keine guten Neuigkeiten also.
Erstmal Danke für Eure Infos....
Ich kann mir halt nicht vorstellen woher die Stute die Veranlagung haben soll... Wir haben noch die Vollschwester zu ihr im Stall, hatten nen Vollbruder der gekört wurde und haben aus der Vollschwester bereits Nachzucht und keiner davon war oder ist Ekzemer.
Ihre Mutter war auch ekzemfrei ( war Zuchtstute bei uns ).
Bin für weitere Statements dankbar !
Naja, dann ist sie vielleicht wirklich ein "Einzelfall". In diesem Fall macht dann wohl nur Versuch klug- die Entscheidung kann euch keiner abnehmen: probiert man es und hat vielleicht ein Fohlen mit Exzem, oder man hat Glück u nd Fohli ist gesund, oder läßt man es? Einen Versuch könnte man vielleicht wagen- weiß jemand, in welchem Alter sich das Exzem erstmals äußert?
Bei unserer Stute kam es komischerweise nach ihrem Unfall, von dem sie sich bis heute nicht mehr ganz erholt hat. Außerdem wurde das Ekzem von Jahr zu Jahr besser.
Kann man viell. Ekzeme mit Herpes vergleichen ? Das viele Pferde den Erreger in sich haben, aber nur selten ausbricht, bzw. durch besondere Geschehnisse ausbrechen kann ? Oder hat jemand ne Idee wo man drüber nachlesen kann ?
Neuzüchter
03.12.2003, 12:42
Das Sommerekzem hat wohl statistisch betrachtet einen genetische Disposition. Meist tritt es bei zweijährigen Pferden das erste mal auf und ist dann schwer wegzubekommen. Da es sich aber grundsätzlich um eine Überempfindlichkeitsreaktion handelt kann es auch später noch ausgelöst werden ählich wie Allergien.
Was nun die Zucht anbetrifft muß ich sagen wir züchten auch mit eier Stute die Sommerekzem hat. Ihre beiden Nachkommen zeigen keinerlei anzeichen der Erkrankung. Allerdings habe ich die Erfahrung gemacht das vor allem Fuchse zu Sommerekzem neigen, zumindest was die Warblüter betrifft, deshalb haben wir jeweils einen braunen Hegst ausgewählt (ist eine nicht belegte persönliche Idee von mir).
Die Haltung ganztags auf der Weide ist kein Problem. Unsere Stute steht den Sommer über im Offenstall und hat trotzdem so lange Mähne das ich sie zum Fohlenbrenntermin frisieren mußte. Dazu ist es natürlich notwendig Mähne und Schweif täglich zu kämmen und einzureiben.
Danke für Deinen Beitrag Neuzüchter, rate mal was unsere Stute für ne Farbe hat ? http://forum.springwelten.de/iB_html/non-cgi/emoticons/smile.gif
Fuchs....
Sehr interessant, vielen Dank !
lacridevelvet
03.12.2003, 16:10
wir haben eine welshstute mit staatsprämie die auch ein leichter ekzemer ist...haben sie trotzdem decken lassen dass es vererbbar sein kann...bin mal gespannt was da raus kommt...
Hab nen Reitponyhengst,der aller Wahrscheinlichkeit nach auch Sommerekzem hat.Hab ihn dann aus der Zucht genommen, weil es sehr wahrscheinlich ist,dass es vererbbar ist,wie aber auch schon gesagt wurde.Ich denk,du solltest es einfach ausprobieren(kann mich da meinen Vorrednern nur anschließen) und musst halt gucken,ob du wieder einen Ekzemer hast oder nicht.Bei der ekzemgerechten Haltung ist ja auch ein Ekzemer kein Problem.
Bin mir,wie gesagt,nicht ganz sicher,ob es das Ekzem ist,das vererbt wird,oder nur eine Immunschwäche,die dann bei einigen Ekzem auslöst und bei anderen nicht.Mein Hengst hat hier in der Nähe einige Nachkommen(war damals,als er noch nicht mir gehört hat,auf fast jeder Stute von Bekannten des Besitzers) und bei den meisten davon ist kein Ekzem ausgebrochen.Damals hat mans bei ihm auch noch nicht gesehen.Er fing erst vor ca drei jahren an.Bei einer Stute weiß ichs ganz genau und ein Sohn von ihm,der mir gehörte,hatte auch eine Überempfindlichkeit,die man allerdings unter Kontrolle kriegen konnte.
Vielleicht ist es aber auch gar kein Ekzem oder sie vererbt es wirklich nicht,weil es erst spät ausgebrochen ist oder durch den Unfall ausgelöst wurde.Möglich ist alles.
Falsch machen kannst du nicht viel und sie hätte noch eine weitere Aufgabe.Vielleicht könnt ihr es ja auch so einrichten,dass das Fohlen zum Winter kommt,sodass die Stute wenigstens für die ersten Monate sich nur auf ihr Fohlen konzentrieren kann,bevor dann wieder das Ekzem ausbricht.
Drücke dir auf jeden Fall die Daumen,dass das Fohlen davon verschont bleibt.
lg blue
lovelight
02.09.2004, 14:47
Hallo,
eine Freundin hat eine Zuchtstute mit Exzem. Sämtliche Nach zucht wurde davon verschont. Die Stute ist eine schwarzbraune. Ich denke das liegt zum Teil mit dem Immunsysem zusammen, oder? Ich habe keine Ahnung.Mir tut das Pferd nur leid, wenn sie sich so scheuern muß. Habe sie zu mir genommen und mache mal Magnetfeld. Dieses Jahr trägt sie nicht, da darf man das. Ansonsten wären wir für Tipps dankbar, was man da so einreiben könnte. http://forum.springwelten.de/iB_html/non-cgi/emoticons/biggrin.gif http://forum.springwelten.de/iB_html/non-cgi/emoticons/biggrin.gif http://forum.springwelten.de/iB_html/non-cgi/emoticons/biggrin.gif
LG lovelight
Wir kriegen immer wieder Ausbildungspferde von einem Züchter. Ich schätze mal, dass ca. 1/3 seiner Jungpferde Ekzemer sind (immer aus der selben Stutenfamilie). Zugegeben, keiner hat's schlimm - aber trotzdem. Ich denke, ein Ekzemer müsste 'ne ganze Menge mehr Pluspunkte haben als ein Nichtekzemer, damit ich mit ihm züchten würde...
Glaube nicht, das sich Ekzem vererben kann. Liegt doch hauptsächlich an der Fütterung. Den Pferde fehlen wichtig Spurenelemente in der alltäglichen Fütterung.
Wir haben hier sehr viele Isi-Besitzer, die sich von uns das Hesta Mix von St. Hippolyt kaufen. Wenn das Ekzem nicht allzu schlimm ist, bekommen es die meisten damit weg! Sogar ein TA hat uns jetzt Leute vorbei geschickt, die es ihrem Shetty füttern sollen.
dürfen Menschen mit SChuppenflechte oder Neurodermitis dann keine Kinder in die Welt setzen - es könnte sich ja vererben ....
Sorry, das ist mir jetzt so spontan zu dem topic eingfallen!
Eine Bekannte von mir hat nur eine etwas empfindliche Haut. Ein Sohn von ihr hat Neurodermitis. Die hat sich verstärkt, als das 2. Kind auf die Welt kam - wegen Konkurrenz-Streß. Der 2. Sohn hatte sie nicht. Der Erstgeborene ist etwas sensibel, hat aber seit er etwas ruhiger und selbstbewußter geworden ist fast keine Probleme mehr (nur noch aufpassen mit Staub, Tierhaaren usw.). Scheinbar kommen da - genau wie bei allen Allergien - sehr viele Faktoren zusammen.
lovelight
02.09.2004, 15:28
Hallo Manilla,
wie füttert Ihr das Hesta-Mix? Pur oder welche Empfehlung hättest Du für uns?
Vielleicht kann noch wer uns von seinen Erfahrungen über eine erfolgreiche Therapie berichten. Unter www.nice-horse-tec.de gibt es gute Exzemerdecken, aber ist so etwas die Lösung? http://forum.springwelten.de/iB_html/non-cgi/emoticons/smile.gif http://forum.springwelten.de/iB_html/non-cgi/emoticons/rock.gif http://forum.springwelten.de/iB_html/non-cgi/emoticons/biggrin.gif
Liebe Grüße
Excalibur
02.09.2004, 15:35
Ein starkes Sommerekzem ist eine Quälerei für das Pferd und das schlägt sich oftmals auch in seinem Charakter wieder. Entspannte Ritte sind kaum möglich, da diese Pferde sehr extrem auf Mücken reagieren. Hab auch schon erlebt, dass diese Pferde durch den starken Juckreiz aggressives Verhalten zeigen. Ich würde nicht mit einem Ekzemer züchten, auch wenn das Fohlen nicht verkauft werden soll. Ich kenne Leute mit Ekzem-Pferden und es ist ein wahnsinniger Aufwand und auch finanziell eine große Belastung. Guckt mal unter www.das-sommerekzem.de
lovelight
02.09.2004, 15:47
Also wie gesagt,
die gesammte Nachzucht der Stute ist nicht befallen damit und sie selbst ist die Ruhe in Person. Da kann neben dir eine Bombe einschlagen und die zuckt noch nicht mal. Ich würde das so nicht sehen mit einem Exzemer nicht zu züchten, zudem hier auch alles super Sportpferde gezogen wurden. Somit kann ich von einem Gegenteil der meisten Meinungen berichten.
LG http://forum.springwelten.de/iB_html/non-cgi/emoticons/biggrin.gif http://forum.springwelten.de/iB_html/non-cgi/emoticons/wink.gif http://forum.springwelten.de/iB_html/non-cgi/emoticons/biggrin.gif
die Neigung zu Ekzem ist vererbbar, aber es muß nciht ausbrechen. Man kann schon viel vorbeugen, in dem man die Fohlen, Jährlinge und 2jährigen recht mager aufwachsen läßt. Jungpferde, die recht fett sind und viel Eiweiß bekommen, sind anfälliger. Wenn sie es bis 3jährig geschafft haben ohne Ekzem, sind die Chancen recht gut, dass sie keins mehr bekommen. Ich würde die Zucht damit auch nicht so komplett ausschließen.
@lovelight: kann leider in dem anderen Topic nicht antworten, weil nicht registriert. Sehr gut hilft das Mittel Somerol. Das ist eine Flüssigkeit, die am Anfang recht oft und später dann alle 8-14 Tage in den Mähnenkamm bzw. die Schweifrübe geträufelt wird. Geht sehr schnell und mit wenig Aufwand
lovelight
02.09.2004, 16:35
Hi Schnubbel, wo kann ich das von Dir beschriebene Mittel beziehen? Vom TA?
LG http://forum.springwelten.de/iB_html/non-cgi/emoticons/biggrin.gif http://forum.springwelten.de/iB_html/non-cgi/emoticons/biggrin.gif
das stellt ein TA aus Bottrop her , man kann es dirkt bei ihm beziehen oder aber über den Haus TA. Der kann das wohl auch besorgen, zumindest bei uns in der Gegend . Frag einfach mal deinen TA, das Mittel ist eigentlich ziemlich bekannt
Somerol kriegt man vom TA.
Ich hab allerdings von meinem TA gesagt gekriegt, es während des Sommers, sofern er sich scheuert, es aber nicht ganz so schlimm ist, alle 2 Tage oder wenn´s akut ist, auch jeden Tag aufzutragen. Kann man problemlos auch auf offene Stellen träufeln und lindert in erster Linie den Juckreiz.
lg blue
edit: Toll,jetzt war ich auch noch zu langsam. Das ist wohl die Strafe dafür, dass ich mich vordrängeln wollte... http://forum.springwelten.de/iB_html/non-cgi/emoticons/wink.gif
lovelight
02.09.2004, 17:36
Vielen Dank für die Antworten. Habe nun doch einwenig vom Thema abgelenkt, sorry http://forum.springwelten.de/iB_html/non-cgi/emoticons/biggrin.gif http://forum.springwelten.de/iB_html/non-cgi/emoticons/laugh.gif
Viele Grüße
Zitat[/b] (lovelight @ Sep. 02 2004,14:28)]Hallo Manilla,
wie füttert Ihr das Hesta-Mix? Pur oder welche Empfehlung hättest Du für uns?
Vielleicht kann noch wer uns von seinen Erfahrungen über eine erfolgreiche Therapie berichten. Unter www.nice-horse-tec.de gibt es gute Exzemerdecken, aber ist so etwas die Lösung? http://forum.springwelten.de/iB_html/non-cgi/emoticons/smile.gif *http://forum.springwelten.de/iB_html/non-cgi/emoticons/rock.gif *http://forum.springwelten.de/iB_html/non-cgi/emoticons/biggrin.gif
Liebe Grüße
Es gibt einmal HestaMix Classic (Peletts) und HestaMix Müsli, wie es die Pferde eben lieber wollen. Hierbei füttert man 1 kg bei Kleinpferden und 2 kg bei Großpferden. Für etwas rundliche Pferde oder Pferde mit keiner Arbeitsleistung nimmt man HestaMix light energy. Hier kommt man mit 300-600 gr am Tag aus, wobei es preislich natürlich doppelt so teuer ist.
Auf die Fütterung von Getreide sollte verzichtet werden.
Vielen Dank für Deine ausführliche Antwort Manilla.
Ich probiere das mal aus.
Schönes Wochende
lovelight http://forum.springwelten.de/iB_html/non-cgi/emoticons/biggrin.gif http://forum.springwelten.de/iB_html/non-cgi/emoticons/laugh.gif
Ich würd's gänzlich bleiben lassen. Die familiäre Häufung ist nachgewiesen auch wenn's noch keinen regelrechten Gentest gibt. Das mit dem Getreide weglassen ist übrigens völliger Tinneff weil es sich beim Sommerekzem um eine allergische Reaktion auf den Cullicoides-Seibel handelt und nicht um irgendwelche Mangelerkrankungen. Aber die Futtermittelindustrie will ja auch leben und verdient nichts an Haferfressern.
Eigentlich läßt sich jedes Pferd hervorragend und bedarfsgerecht ohne Prozessierte Mischfuttermittel ernähren. Meistenteils sind eh' eher mangelhafte Grundfutter als Krippenfutter für Probleme verantwortlich. Noch viel häufiger mangelhaftes Management. Das rächt sich, egal ob teures Handelsfutter oder herkömmliche Futtermittel verwendet werden.
Ich kenne übrigens keinen einzigen Ekzemerbesitzer der sich bei der Therapie ausschließlich auf Futterzusätze verlassen würde. Somit halte ich 'HestaMix rein und alles wird gut' auch für eine sehr gewagte These. Würde doch dann irgendwie jeder machen wenn es so einfach wäre oder?
Die Stute einer Bekannten hat auch Sommerekzem. Sie war vorher in der Zucht eingesetzt. Ihre Fohlen haben es nicht. Der Züchter vertritt allerdings auch die "Farbtheorie": Stute ist Fuchs, Fohlen waren dann von reinerbig dunklem Hengst.
Seltsamer Weise hat der TA empfohlen rechtzeitig im Frühjahr Pilzimpfung in höherer Dosis zu machen und es war diese Jahr dann auch nur minimal. Kann mir das mal jemand erklären (KAREEEEEN http://forum.springwelten.de/iB_html/non-cgi/emoticons/biggrin.gif !)? Kann man die Pilzimpfung auch während der Trächtigkeit machen?
LG Hike
lovelight
03.09.2004, 18:09
Habe bei www.dr-assmann.de auch sehr viel gefunden über dieses Thema.
Kareen, würdest Du nun alle Zuchtstuten mit Ekzem schlachten lassen, oder in Rente schicken?
LG
lovelight
In Rente schicken oder als Reitpferd verkaufen. Wenn es sehr schlimm und therapieresistent ist u.U. auch schlachten lassen. Kommt halt auf den Fall an. Jedenfalls leiden stark betroffene Pferde ohne Zweifel und jeder Besitzer muß für sich ausmachen, ob er das seinem Pferd zumuten kann. SE ist auch für eine Zuchtstute supergarstig zu handlen weil sie nun mal per se meist draußen sein sollte (von wegen Gesundheit der Nachzucht usw.)
Für ein Reitpferd, das eh' die meisten Zeit des Jahres im Schutze von irgendwelchen Gebäuden verbringt und täglich gepflegt gehört, ist es sicher nicht so gravierend wie für eine Zuchtstute. So seh ich das. Andere haben andere Ansichten, das ist völlig ok. Aber in meinem Zuchtprogramm würde eine Ekzemerin sofort 'aussortiert'. Das heißt ja nicht, dass sie nicht noch einen anderen Job machen kann. Aber in die Zucht bitte nur die allerfittesten.
Zitat[/b] (Kareen @ Sep. 03 2004,16:48)]Ich würd's gänzlich bleiben lassen. Die familiäre Häufung ist nachgewiesen auch wenn's noch keinen regelrechten Gentest gibt. Das mit dem Getreide weglassen ist übrigens völliger Tinneff weil es sich beim Sommerekzem um eine allergische Reaktion auf den Cullicoides-Seibel handelt und nicht um irgendwelche Mangelerkrankungen. Aber die Futtermittelindustrie will ja auch leben und verdient nichts an Haferfressern.
Eigentlich läßt sich jedes Pferd hervorragend und bedarfsgerecht ohne Prozessierte Mischfuttermittel ernähren. Meistenteils sind eh' eher mangelhafte Grundfutter als Krippenfutter für Probleme verantwortlich. Noch viel häufiger mangelhaftes Management. Das rächt sich, egal ob teures Handelsfutter oder herkömmliche Futtermittel verwendet werden.
Ich kenne übrigens keinen einzigen Ekzemerbesitzer der sich bei der Therapie ausschließlich auf Futterzusätze verlassen würde. Somit halte ich 'HestaMix rein und alles wird gut' auch für eine sehr gewagte These. Würde doch dann irgendwie jeder machen wenn es so einfach wäre oder?
Wenns nicht an diesem Futter liegt - warum hilft es aber dann doch?
Cullicoides-Seibel? Was ist das?
Spucke einer speziellen Mückenart
Eben, es hilft ja nicht jedem. Ich wäre sehr vorsichtig damit, irgendein Futtermittel als alleinige Therapie anzubieten. Schnell steht die nächste Gruppenklage auf der Matte wenn's nicht funktioniert. Das ist ja sehr modern geworden heute http://forum.springwelten.de/iB_html/non-cgi/emoticons/sad.gif
Mein Kritikpunkt ist der, dass Du mit Deiner Aussage Erwartungen weckst, die kein Futter der Welt erfüllen kann.
lovelight
04.09.2004, 10:11
Also ich würde meiner Freundin raten, mit der Stute weiter zu züchten, denn wie bereits erwähnt, hatte kein einziges Pferd der Nachzucht mit Ekzem zu tun und alle sind super Sport und bereits auch schon wieder Zuchtstuten. Auch die Enkel haben nichts. Ich habe erfahren, daß die Mutter dieses Pferdes mal eine Zinkallergie hatte, die sich so geäußert hat. Nach dem Auftragen der Zinksalbe hatte das Pferd am ganzen Körper Quaddeln. In dem Artikel von dr.-assmann stand auch etwas über Zink dass ein Zusammenhang zum Sommerekzem besteht.
Oder Hormonhaushalt. Sie wird das nun wohl alles mal abklären lassen. Vielleicht mit Blutuntersuchungen oder so.
Könnte es auch sein dass Scheuern mit Sonnenallergie zu tun hat?
Kenne Leute, deren Pferd hat sich auch fürchterlich gescheuerert, es wurde mit Lichtschutzfaktor 30 eingeschmiert und der Juckreitz hatte ein Ende. http://forum.springwelten.de/iB_html/non-cgi/emoticons/rock.gif http://forum.springwelten.de/iB_html/non-cgi/emoticons/rock.gif
Leider ist die Stute nicht geritten. Sie ist 13 Jahre alt.
Was meint Ihr, könnte man sie nun noch anreiten lassen, das heißt nur so für das Gelände zum Spazierenreiten? Sie ist wie gesagt super brav und hat unheimlich starke Nerven. Oder ist das eine Zumutung für ein Pferd, was noch nie einen Reiter getragen hat?
Freue mich über eine Antwort.
LG lovelight
Dass die Kinder kein Sommerekzem haben, heißt nicht, dass sie die Veranlagung nicht weitergibt. Kann sein, dass es erst in späteren Generationen wieder aufleuchtet oder auch gar nicht.
Nicht jedes Ekzem ist gleich, es gibt viele, bei denen der Lichtschutz allein schon durchschlagenden Erfolg bringt. Anderen hilft nur ganz konsequente Insektenvermeidung z.B. mit Ekzemerdecken, Einsprühen etc. Daneben gibt es welche, die gut auf entsprechende diätetische Maßnahmen reagieren.
Deine Freundin kann ihr Pferd genauer untersuchen lassen. Die Allergietests sind aber aufwändig und entsprechend kostenintensiv.
In jedem Fall würde ich keine Zuchtempfehlung aussprechen weil allergische Veranlagung nun mal genetisch bedingt ist. Eine Verwendung als Reitpferd würde ich davon abhängig machen, wie sich die Stute bei der Arbeit anläßt. Wenn das Anreiten problemlos verläuft warum nicht? 13 ist ja nun auch noch nicht so alt, dass man sie auf's Altenteil schicken müßte http://forum.springwelten.de/iB_html/non-cgi/emoticons/smile.gif
lovelight
04.09.2004, 14:06
Vielen Dank Kareen für deine guten Ratschläge. http://forum.springwelten.de/iB_html/non-cgi/emoticons/biggrin.gif
Mal sehen was ich dem guten Tier bei mir die nächsten 6 Wochen Gutes tun kann. Wir versuchens auch mal mit dem Reiten, Magnetfeld und allem Anderen.
lg lovelight http://forum.springwelten.de/iB_html/non-cgi/emoticons/biggrin.gif http://forum.springwelten.de/iB_html/non-cgi/emoticons/laugh.gif
Zitat[/b] (Kareen @ Sep. 04 2004,08:50)]Eben, es hilft ja nicht jedem. Ich wäre sehr vorsichtig damit, irgendein Futtermittel als alleinige Therapie anzubieten. Schnell steht die nächste Gruppenklage auf der Matte wenn's nicht funktioniert. Das ist ja sehr modern geworden heute http://forum.springwelten.de/iB_html/non-cgi/emoticons/sad.gif
Mein Kritikpunkt ist der, dass Du mit Deiner Aussage Erwartungen weckst, die kein Futter der Welt erfüllen kann.
Bisher hatte jeder einen gewissen Erfolg mit diesem Futter. Wie gesagt, hilft es nicht bei sehr starken Ekzem, hierfür gibt es extra von St. Hippolyt eine Serie, die man nur über den TA bekommt.
Sogar ein TA bei uns, der überwiegend hömopatisch behandelt emfielt dieses Futter.
Und wo sind die entsprechenden Studien? Ich hätte schon gern Nachweise. Jeder hatte gewissen Erfolg + hilft nicht bei sehr starkem Ekzem = Totaler Wiederspruch. Außerdem: Warum weiß ich von der 'tierarztexklusiven Serie' von St.Hippolyt nichts? Normalerweise wird jede TA-Praxis firmenseitig sofort über solche Produkte informiert. Ich dachte auch immer, St.Hippolyt sei eine Futtermittelfirma und kein Arzneimittelkonzern. Vielleicht müßte man sich da mal entscheiden - oder geht es bei der Zulassung als Erfänzungsfuttermittel vs. Tierarzneimittel vielleicht eher um Geld?
Außerdem heißt es nicht 'homöopathisch' und 'empfielt'? Und ehrlich gesagt finde ich diese unverblümten St.Hippolyt-Werbebeiträge hier im Forum ganz schön unerträglich. Am Ende kommen nämlich Masterhorse, IWEST, Vetoquinol Chassot und wie sie alle heißen und möchten hier bitte auch ihre Werbeslogans verbreiten. Wo kommen wir denn da hin???
Naja, mit dem rezeptfreien Bezug irgendwelcher 'Heilkräutermischungen' ist dank des dreisten Mißbrauchs durch die FM-Industrie sowieso bald Schluß. Ein Hoch auf die EU
http://forum.springwelten.de/iB_html/non-cgi/emoticons/rock.gif
Zitat[/b] (Kareen @ Sep. 05 2004,09:27)]Außerdem heißt es nicht 'homöopathisch' und 'empfielt'
*verzückt lächel* Eben, heißt es nicht. So n büschn Orthographie sagt doch immer viel aus. http://forum.springwelten.de/iB_html/non-cgi/emoticons/biggrin.gif
Btw; also mein TA (der eher selten homöopathisch therapiert), bezeichnet diese S-H-Serie als Marketinggag. Vergleicht man die Dosen mit den gleichwertigen Produkten vom "freien" Markt ist dasselbe drin. Seltsam, das. Sollte die american dumbness auch bei uns Fuß fassen?
Ich beziehe die HestaPlus Sachen auch über meine Tierarzt, da es sie nur dort gibt! Er machte ein Blutbild und dieses wurde von St. Hippolyt ebenfalls ausgewertet und mit einer Fütterungsempfehlung an den Tierarzt zurück geschickt.
Ich nehme als Grundfütter das Natürmüsli Beste Jahre, das auch mit sehr vielen Spurenelementen angereichert ist, da mein Pferd schon älter ist. Schweif und Mähne sind heuer erstmalig verschont geblieben. Außer der Futterumstellung wird mein Pferd nicht behandelt! Klar kann man bestimmt auch Futterzusätze auf Gut Glück von anderen Herstellern nehmen, aber das Ekzemerprogramm von St. Hippolyt ist in seiner Aufmachen wohl nicht zu schlagen. Kein anderer Hersteller wollte das Blutbild meines Pferdes sehen. Probieren sie doch einfach mal dieses oder jenes war die Antwort.
Sorry, meinte natürlich: meinen Tierarzt und nicht meine Tierarzt, nachdem wir hier anscheinend im Kindergarten sind!
lovelight
05.09.2004, 22:13
Hallo,
das gehört nicht ganz zum Thema, aber Dalmatiner leiden oft an Hautproblemen, welche nur mit Futterumstellung (Futter vom TA) in Griff zu kriegen sind. Kann doch sein, dass es auch beim Pferd hilft, dieses Hesta-Mix. Also wie bereits erwähnt wurde auch in der Zeitschrift Haflinger aktuell Veröffentlichung 7/8 2001 ausführlich über sommerekzem berichtet. Hatte es unter google-somerol-wie entsteht ein Sommerekzem gefunden. Helfen kann man dem Pferd mit Ekzem bestimmt.
LG lovelight
Das ist in der Tat ein ganz anderes Thema weil es sich bei den Dalmatiner-Hautproblemen meistenteils tatsächlich um (meist Protein-korellierte) Allergie- und Eliminationsprobleme handelt die oftmals mit gestörter Nierenfunktion in Zusammenhang stehen. Beim Pferd stehen ganz andere Ursachen und Vorgänge im Vordergrund.
Kein Mensch sagt, dass eine Futterumstellung sinnlos ist. Ich wehre micht nur dagegen, dass hier (z.T. maßlos überteuerte) Futtermittel als Alleinheilmittel angepriesen werden. Eine Blutanalyse kann Dir jedes Labor machen. Nützt nur in Sachen Pferdernährung kaum was weil die meisten Blutparameter auch bei massiver Über- und Unterversorgung sich nicht ändern, weil zuerst die körpereigenen Depots leergemacht werden.
Klingt natürlich gut - auf Bedarf abgestimmte Fütterung. Nur leider so wie von St.Hippolyt vorgegaukelt nicht machbar http://forum.springwelten.de/iB_html/non-cgi/emoticons/smile.gif
lovelight
06.09.2004, 10:36
Vielen Dank Kareen für Deine genauen Ausführungen. Ich nehme an, dass Du vom Fach kommst, da auch sofort eine super Erklärung über Dalmatiner gebracht wurde.
Also kann man sich Bluttests wohl sparen. In diesem Fall.
LG lovelight
Meistens schon. Es werden zwar auch zig Allergietests für's Pferd angeboten (nicht nur bei Sommerekzem sondern auch bei COB). Diese sind aber erstens in ihrer Spezifität (gewissermaßen Genauigkeit) nicht wirklich überzeugend und außerdem dürfte es schwer fallen ein Pferd selbst wenn ein genaues Antigen bekannt wäre (z.B. dieser oder jener Pollen) tatsächlich davon fernzuhalten. Das bloße Wissen nützt einem da ja leider nix http://forum.springwelten.de/iB_html/non-cgi/emoticons/sad.gif
hannoveraner
07.09.2004, 10:02
..Futtermittelindustrie und TA werden sich wohl nie wirklich mögen..... http://forum.springwelten.de/iB_html/non-cgi/emoticons/laugh.gif http://forum.springwelten.de/iB_html/non-cgi/emoticons/laugh.gif
dachte immer, mit ner ausgewogenen Fütterung könnte man evt. das Immunsystem stärken. Das ist ja eigentlich bekannt, daß der Bedarf von Zink z.B. bei "angegriffenen" Pferden erhöht ist, die körpereigenen Vorräte durchaus mal in Mitleidenschaft gezogen werden, wenn die Krankheit länger dauert.
Was mich in dem Zusammenhang immer wundert, ist der Gebrauch von zich verschiedenen Futterzusätzen ohne das jemand mal ernsthaft ausrechnet, im welchen Verhältnis das Pferd z.B. mit Kupfer und Zink torpediert wird. Wenn ich mich richtig erinnere, stehen die bei der Resorption in gewisser Konkurrenz. Aber wenn daraus ein Mangel resultiert, kann man ja das nächste Mittelchen kaufen beim TA oder Futterhändler.... http://forum.springwelten.de/iB_html/non-cgi/emoticons/wink.gif . Werden eigentlich auch Grundfutteranalysen mal angefordert oder worauf beruhen die Rationsempfehlungen?? Da gibt es doch große Schwankungen http://forum.springwelten.de/iB_html/non-cgi/emoticons/rock.gif
.....und dann ist da noch das Problem ......man buttert Magnesium oder Zink oder Biotin usw. rein, weil ein Mangel besteht und das GAnze ist völlig sinnlos, weil der Körper die Substanz nicht oder nur ungenügend aufnimmt ! Da muss meiner Meinung nach noch viel Forschung betrieben werden !
Hallo,
will auch meinen Senf dazugeben.
Haben ca. 26 Jahre alte braune Traberstute bei uns im Stall. Seit zwei Sommer Mähne und Schweif komplett weg.
Haben dieses Jahr vor Weidebeginn: Pilzimpfung (hatte sie), Behandlung gegen Milben und als es anfing, gespritzt. Alles nix genutzt, so das der TA von einer Eiweißallergie ausgeht.
Diese Stute hatte vor acht Jahren Fohlen, gesund. Ich denke, wenn über Nachzucht nachgedacht wird, sollte man schon wissen, woher ihre Allergie kommt. Mit dem "Typischem Ekzemer", sprich Allergie gegen Mückenspeichel würde ich es lassen. Sonst beiß in den sauren Apfel und mach tatsächlich einen Test.
Grüße Tanja
@Hannoveraner: Mach wohl, dass das Verhältnis TÄ/FM-Industrie ggr. gestört ist. Das liegt aber z.T. auch an dem M*** der da futtermittelindustrieseitig so verzapft wird. An fing das mit der Legende vom 'bösen Hafer', der dadurch allmählich aus vielen (vor allem Hobby-)-ställen verdrängt wurde. Zugunsten teilweise völlig unsinniger Mischfuttermittel. Überteuerte haferfreie Müslis wohin man nur schaut mit Zutatenlisten bei denen jedem Entwicklungshelfer die Haare zu Berge stehen dürften http://forum.springwelten.de/iB_html/non-cgi/emoticons/rock.gif Noch dazu oft mit reichlich Melasse - soll ja auch schmecken. Klopft man bei dem pelettierten (also Nichtmüsli) Zeugs genauer auf den Busch, steckt doch meist außer Luzernegrünmehl nicht so ganz viel drin. Die pelettierten FM verbrauchen außerdem Unmengen an Energie und sind damit nicht gerade Umweltfreundlich (mal ganz von den Importbestandteilen abgesehen).
Dabei hätte in vielen Fällen einfach nur weniger Hafer den gleichen Dienst getan http://forum.springwelten.de/iB_html/non-cgi/emoticons/wink.gif
Und wie recht Du doch hast mit den Ergänzungen. Mittlerweile sieht man in der TÄ Praxis mehr Selenvergiftungen durch gedankenlos eingesetztes Ergänzungsfutter als Selenmangelerscheinungen.
Grundfutteranalyse wäre bei vielen Beständen angezeigt vor allem solchen, die ihr Futter zukaufen und daher auf eine gewisse Qualitätskontrolle angewiesen sind. Die sind aber leider relativ kostspielig und werden daher viel zu selten in Auftrag gegeben.
Bevor man sich über Spurenelemente und Vitamine Gedanken macht, sollte man wirklich zunächst mal das Grundgerüst überprüfen, nämlich Energie- und Eiweißgehalt, Ca/P-Verhältnis und Rohfaseranteil. Damit wäre vielen schlecht ernährten Pferden schon immens geholfen.
Mit herkömmlichen Futtermitteln Hafer, Heu, Silage, Stroh (in guter Qualität!) plus Saftfutter kann man so gut wie jedes Pferd bedarfsgerecht und günstig ernähren. Läuft ja nun nicht jeder 4*Militaries (bald wohl gar keiner mehr http://forum.springwelten.de/iB_html/non-cgi/emoticons/sad.gif )
ich würde nicht mit ekzem stuten züchten das vererbt sich nämlich doch sehr oft!
Also Züchten mit Exem ist wie züchten mit Hufrolle. Spat,....
Ein seriöser Züchter macht so etwas nicht.
Ich bin der Meinung das die veranlagung zum Exem sehr wohl verrerbt wird Beispiele habe ich da genügend.
Aber es müssen noch auslösende Faktoren hinzukommen.
Ich kenne sehr viele Isizüchter die mit Exem züchten Für das Sportpferd ansich interessiert die das nämlich nicht hauptsächlich die können Rennen.Mittlerweile gibt es ja Exemerdecken da ist das für den Mensch ganz praktisch wie sich das Pferd fühlt ist den meisten ja egal.
hannoveraner
08.09.2004, 10:08
@Kareen: echt?? packen die bei den billigen Pellets noch Luzerne rein?? dachte das wär normales Grünmehl..... http://forum.springwelten.de/iB_html/non-cgi/emoticons/wink.gif
nicht vergessen bitte die wichtige Substanz "Weizenkleie".... http://forum.springwelten.de/iB_html/non-cgi/emoticons/laugh.gif
oach, zu Deiner Futterkombi würd ich noch n gängiges Mineralfutter packen (...keins vom TA... http://forum.springwelten.de/iB_html/non-cgi/emoticons/tounge.gif http://forum.springwelten.de/iB_html/non-cgi/emoticons/wink.gif ).
Leider gibts bei den Tierärzten auch einige, die wirres Zeugs erzählen, um ihre Döschen zu verscherbeln, bevor die ablaufen. Die Marge ist ja nicht so schlecht......
@Kareen
Muss Dir voll und ganz recht geben.
Seit keine Prozentangaben für die einzelnen Substanzen mehr auf dem Beipackzettel bei den Fertigfuttermitteln stehen, füttere ich nur noch meinen ganzen Hafer, Mineralfutter, nach Bedarf Rübenschnitzel, in den Fellwechselzeiten Leinsamen und immer reichlich Heu und Stroh. Sogar bei den beiden über 20-jährigen Ponies finde ich noch keine Haferkörner in den Knöddeln !
Ich habe den Verdacht, dass bei den Fertigfuttermitteln die billigen Mühlenabfallprodukte wie Kleie oder auch Rübenschnitzel hochprozentig beigemischt werden - die teueren Substanzen in geringer Prozentzahl.
@hannoveraner: Hast recht. Grünmehl ohne die teure Luzerne http://forum.springwelten.de/iB_html/non-cgi/emoticons/biggrin.gif Und Mineralfutter gehört natürlich auch dazu. Kann aber meinetwegen ruhig vom TA sein hihi http://forum.springwelten.de/iB_html/non-cgi/emoticons/tounge.gif
@monti2: Finde auch, dass es unmöglich ist, dass keine Prozentangaben mehr deklariert werden müssen. Ein echter Skandal...
Ich füttere auch seit einigen Monaten ganzen Hafer und bei Zuchtstute die Hälfte Zuchstutenfutter sowie Minerallecksteine Graß, Heu und Stroh satt.
Hab das Gefühl dass die Hottis damit sehr gut zurecht kommen und auch mein Geldbeutel --im Positiven.
Habs aber noch nicht ganz genau gerechnet meine aber schon dass ich bis zu 30% Kraftfutterkosten spare.
Von den Zuchstuten die ich kenne und Exemer sind vererben diese alle dieses Problem.
Die Fohlen mit Exem fangen alle so mit 2-4 Monate an, zunächst sieht man eine Anschwellung am Mähnenkamm und dann fangen die Fohlis sich an zu scheuern (Krippe /Tränke/Bäume).
aber bei den hengsten kommt man ja auch oft nicht hinter, ob sie sich scheuern, oder sich die mutter gescheurt hat und die hengste die veranlagung weitergeben. oder hab ich da jetzt was verkehrt?
lacridevelvet
08.09.2004, 15:08
wir haben momentan n fohlen im stall, dessen mutter eine Ekzemerin ist..der kleine ist jetzt n knappes halbes jahr alt und weißt noch keinerlei anzeichen auf, scheuert sich auch nicht etc.
hoffe mal es bleibt so..
lacridevelvet
08.09.2004, 15:13
Zitat[/b] (Radina @ Sep. 08 2004,07:22)]Also Züchten mit Exem ist wie züchten mit Hufrolle. Spat,....
Ein seriöser Züchter macht so etwas nicht.
Ich bin der Meinung das die veranlagung zum Exem sehr wohl verrerbt wird Beispiele habe ich da genügend.
Aber es müssen noch auslösende Faktoren hinzukommen.
Ich kenne sehr viele Isizüchter die mit Exem züchten Für das Sportpferd ansich interessiert die das nämlich nicht hauptsächlich die können Rennen.Mittlerweile gibt es ja Exemerdecken da ist das für den Mensch ganz praktisch wie sich das Pferd fühlt ist den meisten ja egal.
der meinung war ich übrigens auch..aber die besitzerin wollte unbedingt n fohlen von ihrem hengst und dieser stute ._.
find ich verantwortungslos..
lovelight
08.09.2004, 16:15
hallo,
wenn das Thema wirklich so zu sehen ist, dann sollte bitteschön wirklich nur noch mit 100%ig gesunden Zuchttieren gezüchtet werden. Da fallen dann schon einige durchs Raster. Nur wie lässt sich das Alles nachweisen? Wäre da auch für.
Noch stehen ja auch kranke Hengste in den Verteilungsplänen und keiner wird richtig informiert. Gut ,Röntgenbilder sind hier vorhanden, aber wer bestimmt hier, wie lange ein Hengst im Plan bleibt bei Erbkrankheiten, Samenqualität oder sonstiger Krankheit? http://forum.springwelten.de/iB_html/non-cgi/emoticons/rock.gif http://forum.springwelten.de/iB_html/non-cgi/emoticons/sad.gif
LG lovelight
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